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Die Zukunft der heimischen Möbelindustrie – Trends, Szenarien, Perspektiven & Risiken

Die Zukunft Der Heimischen Möbelindustrie – Trends, Szenarien, Perspektiven & Risiken

Wie werden wir in Zukunft wohnen? Wie produzieren wir Möbel? Und worauf müssen Hersteller und Händler besonders achten, um im Wettbewerb mitzuhalten und sich beim Kunden zu behaupten? Wichtige Fragen, die wir anlässlich unserer 4. Fachkonferenz Living & Home am 11. und 12. November 2019 in Düsseldorf mit einem Experten besprechen wollen. Dr. Andreas Siebe beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Szenario-Management und gibt im folgenden Interview einen Einblick in die Zukunft der heimischen Möbelindustrie.

Dr. Andreas Siebe ist Gründungsinitiator und Mitglied des Vorstands der ScMI Scenario Management International AG. Er studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Paderborn. Das Thema seiner Promotion war die Umsetzung von Change-Management-Projekten in dynamischen Umfeldern. Er ist Mitautor des Buches „Erfolg durch Szenario-Management – Prinzip und Werkzeuge der strategischen Vorausschau“.

Die Schwerpunkte seiner Beratungstätigkeit sind Szenario-Management, visionäre Strategieentwicklung sowie strategische Organisationsausrichtung und Kompetenzentwicklung.

Trends – der Möbelmarkt verändert sich

Herr Dr. Siebe, wir freuen uns, dass wir mit Ihnen im Vorfeld unserer Living & Home Konferenz 2019 einen Blick auf die Zukunft der heimischen Möbelindustrie werfen können. Die Anforderungen an das Wohnen verändern sich heute sehr schnell – und das nicht nur in Bezug auf die Immobilie, sondern auch mit Blick auf unsere Inneneinrichtung.

Welche Trends lassen sich schon jetzt ablesen?

Wir haben bei der Entwicklung der Szenarien viele verschiedene Aspekte betrachtet. Wie entwickelt sich die Kundenstruktur? Was sind die Kundenbedürfnisse und wie erfolgt die Kaufentscheidung?

Im Moment zeichnet sich eine Spreizung zwischen „Hauptsache billig“ und „Wertigkeit geht über alles“ ab. Ersteres unterstützt auch die Entwicklungen hin zum Online-Geschäft. Die Kundenbedürfnisse fragmentieren immer weiter. Ob Möbel fürs Leben oder als Lifestyle-Objekt. Es gibt alle Spielarten und die dahinterstehenden Zielgruppen. Diese Vielfältigkeit finden wir auch bei der Kaufentscheidung wieder.

Szenarien – die Produktion muss sich anpassen

Welchen Einfluss werden diese Trends in den kommenden Jahren auf die Produktion der Möbelhersteller haben?

Hier gibt es drei Dinge, die immer wichtiger werden:

Innovativer – man muss dem Kunden einen Mehrwert bieten

Auf allen Kanälen – die Vertriebswege werden sich weiter entwickeln müssen

Services – der Kunde gibt sich nicht mehr mit dem Produkt zufrieden

Perspektiven – Hersteller und Händler können die Veränderung nutzen

Worauf muss die Möbelindustrie einen ganz besonderen Fokus setzen, um Verbraucher überzeugen zu können? Wie tickt der Kunde von morgen und übermorgen?

Aus der Vergangenheit heraus tun sich die einzelnen Spieler der Wertschöpfungskette schwer, über die eigene Stufe hinweg zu denken und zusammenzuarbeiten. Diese war und ist stets heute noch sehr fragmentiert. Die Möbelindustrie ist dem Kunden kaum ein Begriff. Es gibt nur wenige Marken, die sich in das Bewusstsein der Endkunden gebracht haben. Hier liegen noch viele Potenziale, die vom Zulieferer, Hersteller und Händler gemeinsam erschlossen werden können.

Dem Kunden ist es letztendlich egal, wie seine Bedürfnisse befriedigt werden. Möbelkauf muss einfach sein. Was dafür im Vorfeld alles getan werden muss, interessiert den Kunden nicht. Der Kunde erwartet stets immer neue „Innovationen“ zu erschwinglichen Preisen. Kosten vs. Nutzen entscheidet.

Risiken – einiges wird nicht mehr funktionieren

Was wird in einigen Jahren nicht mehr gehen? Wovon sollten sich Hersteller und Händler schon jetzt verabschieden, um beim Kunden nicht durchzufallen?

In einer Zeit, in der Wertschöpfungsgrenzen immer weiter verschwinden und Wertesysteme der Gesellschaft sich generationenübergreifend verändern, liegt die eigentliche Bedrohung weniger beim Kunden, sondern im Wettbewerb von außen. Neue Geschäftsmodelle von Branchenfremden, Portalanbieter und andere werden weiter versuchen, die traditionelle Wertkette direkt am Einstieg beim Endkunden zu übernehmen. Wer hier das Rennen macht und den Endkunden übernimmt, besitzt die Wertschöpfungskette.

Neue Impulse für die Möbel- und Einrichtungsbranche

Auf der 4. Fachkonferenz Living & Home 2019 diskutieren Hersteller und Händler über die Trends, Herausforderungen und Chancen der Möbelindustrie. Seien Sie dabei und tauschen Sie sich über innovative Konzepte, neue Technologien und aktuelle Kundenwünsche aus.
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Martina Große Bley

Ich bin bei Management Circle Teamleiterin für das Content Marketing und unter anderem für die Themen-Blogs Soft Skills, Projektmanagement und Handel verantwortlich. Mit abwechslungsreichen Artikeln, Interviews und Gastbeiträgen unserer Referenten informiere ich Sie über die neusten Entwicklungen und gebe Ihnen Tipps, um die eigenen Kompetenzen verbessern zu können. Ich freue mich auf den Wissensaustausch mit Ihnen!

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