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Zollrichtlinien und Wareneinfuhr Iran: Mit diesen Hinweisen gelingt das Exportgeschäft

Zollrichtlinien Und Wareneinfuhr Iran: Mit Diesen Hinweisen Gelingt Das Exportgeschäft

Die logistischen Möglichkeiten, Waren nach Iran zu bringen, sind vielfältig. Je nach Transportweg bieten sich viele Besonderheiten. Hat man als Unternehmen einmal den Entschluss gefasst, sich in Iran niederzulassen, so sind zahlreiche Formalitäten zu erledigen. Neben erfahrenen Partnern ist es sinnvoll, sich über Freihandelszonen und Transportwege zu informieren, sofern man Waren in das Land exportieren möchte. Die logistischen Möglichkeiten sind vielfältig und es gibt viele Sonderwirtschaftszonen, welche die Einfuhr erleichtern. Zusätzlich gibt es Zollbestimmungen, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen.

Ein paar Prinzipien sollten Sie beachten, damit es mit der Wareneinfuhr nach Iran abgewickelt werden kann.

Zertifizierung der Produkte
Einige Produkte, die nach Iran eingeführt werden möchten, unterliegen der Zertifizierungspflicht. Mit diesem seit 2001 geltenden Programm wird gewährleistet, dass Güter, die nach Iran importiert werden sollen, bestimmte Standards erfüllen. Die Iranische Behörde ISIRI gibt dafür regelmäßig eine Liste heraus, auf der alle diese zu zertifizierenden Güter nachzulesen sind. Vor der Wareneinfuhr sollten Sie sich demnach informieren, ob die Zertifizierung Ihrer Produkte erforderlich ist und wer die Kosten für die Inspektion der Waren tragen wird.

Dokumente

Dokumente prüfen und vorbereiten
Es empfiehlt sich, die Dokumente vorher von allen Partnern und von dem beauftragten Zollbroker überprüfen zu lassen, um lange Wartezeiten am Zoll zu vermeiden.

Anmelden der Waren beim örtlichen Zollamt
Jeder Export ist anzumelden, egal welcher Art, welchen Wertes oder welche Menge eingeführt werden soll. Dies gilt auch für Dokumentensendungen, wenn Sie diese losgelöst zu der eigentlichen Warensendung schicken, beispielsweise Rechnungen oder Angebote.

Welche Dokumente werden beispielsweise in jedem Fall benötigt, um den Transport in Iran abzuwickeln?

 

  • Rechnungen, beglaubigt von der IHK mit vollständiger Empfängeradresse
  • Zolltarifnummer für jede Position mit Gewichtsangaben und Warenwert der Sendung
  • Ausfuhrlizenzen der BAFA
  • Packliste
  • Ländererklärung gemäß Art. 36 der EU Richtlinie Nr. 267/2012
  • Lizenzen für die Einfuhr und Zertifikate, die die Art und Beschaffenheit der Güter bestätigen
  • Ursprungszeugnisse, beglaubigt von der IHK
  • Unterlagen über Gefahrgüter
  • Botschafts-Legalisierung

Verpackung und Warenbeschriftung: Hier ist besondere Vorsicht geboten.

Die Empfängeradresse und Name und Telefonnummer des Ansprechpartners müssen auf den Warensendungen vermerkt sein. Außerdem müssen das Ursprungsland erkennbar sein, sowie Oder- und Akkreditivnummer. Bei Verpackungen aus Naturmaterial, z. B. aus behandeltem Holz, gelten besondere Vorschriften, zu denen Sie sich vorher informieren sollten.

Eine gute Vorbereitung Ihrer Unterlagen ist ratsam, da sich die Abwicklung beim Zoll sonst sehr lange hinziehen kann. Besonders bei erstmaliger Lieferung ist hier genügend Vorlaufzeit einzuplanen. Erfahrene Partner und die Experten anderer Unternehmen können Ihnen wertvolle Insider-Informationen und praktische Tipps zur Wareneinfuhr geben, auf die Sie nicht verzichten sollten.

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Hallo Frau Blum, wir sind ein Dentalunternehmen und habe Anfragen aus dem Iran. Besteht dort ein Embargo mit den Produkten?

    Danke im Voraus

    Andreas Kopietz

    1. Hallo Herr Kopiez,

      im Grunde müssen Sie als Unternehmen zunächst genau prüfen, ob Ihre Güter für eine Ausfuhr in Frage kommen. Die Güterlisten mit detaillierten Angaben finden Sie auf der Seite des BAFA. Sofern Sie daraus dennoch nicht genau sagen können, ob Ihr Produkt betroffen ist, dann können Sie dort auch einen Antrag stellen, um die Ausfuhr prüfen zu lassen: http://www.bafa.de/DE/Aussenwirtschaft/Ausfuhrkontrolle/ausfuhrkontrolle_node.html

      Hier ein passender Artikel dazu aus unserem Blog:
      https://www.management-circle.de/blog/dual-use-gueter-in-iran-so-sind-sie-ueber-die-sanktionsregelungen-im-bilde/

      Viele Grüße und viel Erfolg
      Claudia Blum

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