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Zoll und Exportvorschriften Iran: Unser Experte sagt Ihnen, welche Sie beachten müssen

Zoll Und Exportvorschriften Iran: Unser Experte Sagt Ihnen, Welche Sie Beachten Müssen

Sven-Boris Brunner ist Geschäftsführer bei der M&M Militzer & Münch GmbH. Er ist verantwortlich für die Bereiche Road und Rail in Deutschland. Außerdem verfügt er über viele Jahre Führungs- und Managementverantwortung mit Arbeitsschwerpunkt Nord-, Süd- und Osteuropa, sowie Naher und Mittlerer Osten, insbesondere Iran.

Im Interview hat uns Herr Brunner verraten, was speziell für den Markteintritt im Iran relevant wird.

Zoll und Exportvorschriften Iran: Was muss ich beachten, wenn ich sichere Export- und Zollgeschäfte abwickeln möchte?

Neue Vertriebswege im Ausland sollte man vor dem Markteintritt gründlich prüfen. Eine genaue Bestandsaufnahme aller Vorschriften ist unverzichtbar und sollte nicht unterschätzt werden, damit der Markteintritt gelingt.

Welche Chancen sehen Sie speziell für die Logistikbranche im Iran?

Die Entwicklung einer modernen Logistikinfrastruktur im Bereich der lokalen Distribution und Transitabwicklung wäre sehr hilfreich. Durch eine Erhöhung der Seefrachtkapazitäten und direkte Abfahrten bzw. Verschiffungen von den Nordseehäfen nach Iran, könnten sich die Transport-Möglichkeiten für Investoren enorm verbessern.

Welche Konkurrenz gibt es bereits im Land?

Die (aktuell noch) staatlichen Unternehmen haben natürlich bereits Fuß gefasst und sich etabliert. Diese sollte man nicht außer Acht lassen. Es haben sich aber auch schon ausländische, z. B. türkische Unternehmen angesiedelt. Oft arbeiten diese nicht nach westlichen Standards, was für Neueinsteiger zur Chance aber auch zur Gefahr werden könnte.

Stellt dieses eine Hürde für die Exportwirtschaft dar?

Teilweise werden die Sendungen „grau“ abgewickelt, d. h. Güter werden nicht ordnungsgemäß verzollt. Manchmal kommt es zur Unterfakturierung und zum Rechnungstausch.

Haben Sie konkrete Tipps für die Export- und Zollabwicklung?

Man sollte zuverlässige deutsche Speditionen für die Zusammenarbeit auswählen. Es gibt viele Unternehmen, die seit vielen Jahren im Iran mit eigenen Tochter- oder Landesgesellschaften registriert sind. Damit geht man schon mal auf Nummer sicher und minimiert einige Risiken.

Eine langfristige und genaue Vorbereitung der Transport- und Exportdokumente kann zusätzlich helfen den Vertriebs-Prozess zu beschleunigen. Durch Lieferverträge in Bezug auf Zoll und Transport lassen sich Standards und Normen definieren.

Welche Rolle spielt die Mentalität und die Kultur der Iraner?

Auf der einen Seite herrscht ein enormer Investitionsbedarf, jedoch sind auch hochqualifizierte Mitarbeiter im Iran Vorort, die man nicht unterschätzen sollte. Das kulturelle Erbe, welches dieses Land trägt, hat die Bevölkerung sehr geprägt.

Wie ist Ihre Einschätzung: Ist die Infrastruktur des Landes schon ausreichend vorbereitet, um neue Investoren zu empfangen?

Die Infrastruktur für den Bereich Landverkehr und Seefracht ist eher rudimentär ausgebildet. Prinzipiell sind die Systemverkehre, also die Flächigkeit und Streckigkeit im General Cargo Bereich unterentwickelt. Daher ist die genaue und sorgfältige Transportplanung für Investitionsgüter, inklusive Importzollkonzeption und Einbringung der Komponenten, umso wichtiger für einen gelingenden Iran-Vertrieb.

Ihre persönlichen Fragen zum Erfolg im Iran: Herr Brunner informiert Sie auf der Konferenz!

Herr Brunner wird als Sprecher auf der Konferenz Marktchancen Iran von seinen Erfahrungen berichten. Erfahren Sie im Detail, was z. B. Sie bei der Einfuhr in Bezug auf Zoll und Exportvorschriften Iran zu beachten haben. Er wird in seinem Vortrag u. a. die Transportwege und Routen in den Iran beleuchten, und ebenso auf häufige Fehler und Hürden eingehen, die bei Liefergeschäften zu beachten sind.

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Ein Bekannter, der im Bereich Marine Surveyor arbeitet hatte mir dazu auch schon einmal Tipps gegeben. Es ist nur Schade dass die USA aktuell für Problem ein dieser Region sorgen. Es bleibt auf jeden Fall spannend in dieser Region.

  2. Ein inhaltsreiches Interview, danke! Wir möchten unseren Handel im Osten erweitern. Die Seefracht sieht für uns im Moment lockend aus. Ein paar Tipps zu den Normen der Zollabwicklung wäre ja für uns vom Interesse. Danke im Voraus!

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