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Das sagt die norddeutsche Wohnungswirtschaft zur Wohnbaupolitik in Hamburg

Das Sagt Die Norddeutsche Wohnungswirtschaft Zur Wohnbaupolitik In Hamburg

Am 23. Februar findet in Hamburg die nächste Bürgerschaftswahl statt – was wird die neue Regierung hinsichtlich des Wohnungsbaus entscheiden? In diesem Gastbeitrag schreibt Andreas Breiter vom Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen über die Bedeutung der Genossenschaften und kommunalen Wohnungsunternehmen und was diese sich von der neuen Regierung wünschen.

Über den Autor:

Andreas Breiter ist Verbandsdirektor des VNW (Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.). Nach seinem Studium an der Verwaltungshochschule SH mit Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt war er zunächst in verschiedenen Dienststellen der Landespolizei SH tätig. Zwischen Mai 2000 und März 2003 war er Persönlicher Referent des Innenministers des Landes Schleswig-Holstein. Zwischen März 2004 und Juni 2012 war er direkt gewählter Bürgermeister der Stadt Rendsburg, von Juli 2012 bis September 2014 Innenminister des Landes Schleswig-Holstein, Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO und Vorsitzender im Innenausschuss des Bundesrates. Seit Mai 2015 ist Andreas Breitner Vorstand und Verbandsdirektor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

Andreas Breitner

Die Bedeutung der Wohnungsgenossenschaften und kommunalen Wohnungsunternehmen

In wenigen Wochen wird in Hamburg eine neue Bürgerschaft gewählt. Dann entscheidet sich auch, wie es in den kommenden Jahren in der Hansestadt mit der Wohnungspolitik weitergeht. Die Bilanz der vergangenen Jahre kann sich sehen lassen: Mehr als 55.000 Wohnungen wurde seit 2011 errichtet. Darunter waren rund 15.000 öffentlich geförderte Wohnungen.

Viele dieser Wohnungen haben die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften gebaut. Seit 2016 investierten diese Unternehmen rund 2,88 Milliarden Euro in den Neubau, die Instandhaltung und die Modernisierung bezahlbaren Wohnraums. Für mehr als 5.000 Wohnungen übergaben sie die Schlüssel an die Mieterinnen und Mieter.

Es sind vor allem die VNW-Mitgliedsunternehmen, die für eine Bezahlbarkeit der „vier Wände“ stehen. Derzeit liegt bei ihnen die durchschnittliche Nettokaltmiete im Monat pro Quadratmeter bei 6,79 Euro. Wie wichtig das ist, zeigt eine andere Zahl: 43 Prozent der Mietwohnungen in Hamburg werden von einem VNW-Unternehmen angeboten.

Wünsche an die künftige Regierung Hamburgs

Für unsere Mitglieder ist daher entscheidend, dass – egal, wer künftig im Rathaus das Sagen hat – der Fokus auf die Schaffung bezahlbarer Wohnungen gerichtet und Hamburg darin Vorbild bleibt. Die Sorge, ob sie sich auch künftig in der Hansestadt noch eine Wohnung leisten können, treibt schließlich viele Menschen um.

Der VNW bekennt sich zum Bündnis für das Wohnen – in Hamburg, aber auch in anderen Städten Norddeutschlands. Wir halten derartige Gesprächsrunden für geeignet, praktische Probleme wie der Mangel an Baugrundstücken, zu lange Baugenehmigungszeiten oder rasant steigende Baukosten mit den Vorstellungen und Wünschen der Politik in Einklang zu bringen. Entscheidend sind dabei Verbindlichkeit und die Verständigung auf konkrete Ziele. Außerdem müssen die Gespräche in den Bündnisrunden offen und ehrlich sowie Ausdruck von gegenseitiger Wertschätzung und Achtung sein. Es bleibt abzuwarten, wie sich die jüngst gestarteten Volksinitiativen in Hamburg auf das gesellschaftspolitische Klima auswirken werden.

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Neue Anforderungen sollten nicht auf Kosten der Mieter gehen

Auch wenn für VNW-Mitgliedsunternehmen die Errichtung von bezahlbaren Wohnungen das höchste Ziel ist, dürfen grundlegende ökonomische Gesetze nicht vergessen werden. Es geht ihnen nicht um eine Maximalrendite, allerdings müssen auch sie am Ende eines Geschäftsjahres zumindest eine „schwarze Null“ schreiben.

Diese Botschaft ist deshalb so wichtig, weil die aktuellen politischen Debatten nicht selten von Panikmache und Hysterie geprägt sind und unsere Verbandsunternehmen in den kommenden Jahren in Sachen Klimaschutz vor große Herausforderungen gestellt werden. Es funktioniert nicht, einerseits die Investitionsfähigkeit der Unternehmen durch immer mehr gesetzliche Regelungen zu beschneiden und andererseits mehr Anstrengungen beim Klimaschutz verlangen. Hier sind Augenmaß und Vernunft gefordert.

Unsere Aufgabe wird es sein, den Politikerinnen und Politikern immer wieder die sozialen Folgen höherer Umweltauflagen vor Augen zu führen. Wir werden darauf achten, dass Klimaschutz am Ende nicht allein zu Lasten der Mieterinnen und Mieter geht. Die Politik wiederum muss sich ehrlich machen und den Zielkonflikt lösen.

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Der Run auf die Hansestadt hält weiter an – doch wo und wie können weiter (bezahlbare) Wohnungen entstehen? Wo Büros und Gewerbeflächen entstehen? Treffen Sie auf dem „Immobilienforum Hamburg“ Vordenker, Experten und Marktkenner und diskutieren Sie mit ihnen die Zukunft des Immobilienstandorts.

Silke Ritter

Wie werden wir künftig leben und arbeiten? Dieser Frage gehe ich hier im Blog nach. Seit 2012 gehöre ich zum Management Circle-Team, zuvor habe ich nach meinem Germanistik-Studium in der PR-Branche gearbeitet. Als Teil der #GenerationY weiß ich nicht nur um die Wichtigkeit von Hashtags und gutem Content, sondern wünsche mir mehr Mut in Unternehmen für die Digitalisierung. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Themenvorschläge!

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