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Wohnungsnot in München! Sind flexible Konzepte die Lösung?

Wohnungsnot In München! Sind Flexible Konzepte Die Lösung?

Wohnungsnot in München? In bayerischen Hauptstadt ist es wie in jedem deutschen A-Standort: Das Wohnen wird immer teurer und eine Wohnung zu finden immer schwieriger. 16,80 Euro zahlt der Münchner im Schnitt pro Quadratmeter Kaltmiete. Und auch im Umland ziehen die Mieten und Kaufpreise immer mehr an.

Es scheint also kein Wunder zu sein, dass von „Wohnungsmangel“ oder gar „Wohnungsnot“ berichtet wird. Es wirkt fast so, als sei immer weniger Wohnfläche vorhanden. Doch Wohnungen werden auch weiterhin gebaut. Wie passt das zusammen?

Der Platzbedarf der Deutschen ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Nie war die Wohnfläche pro Einwohner so hoch wie aktuell.

Wohnfläche pro Kopf (Quelle: Umweltbundesamt)

Auch im weltweiten Vergleich lebt der Deutsche luxuriös. Im Vergleich, Wohnfläche pro Person in Quadratmetern (vgl. „Wohnen in Zahlen“ & Fakten rund ums Mieten in München):

  • Tokio: 15 m²
  • Moskau: 25 m²
  • München: 39 m²
  • Oslo: 48 m²

Selbst das Immobilienportal Immowelt hat diesen Trend scherzhaft in einem Werbe-Spot aufgegriffen.

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https://www.youtube.com/watch?v=0wlnoX3krcM

Wie lässt sich „Wohnungsnot“ auf der einen Seite und der Wunsch nach mehr Komfort auf der anderen Seite also verbinden?

München und die Hochhäuser

In München kommt noch ein besonderes Phänomen hinzu: Die fehlenden Hochhäuser. Über das schwierige Verhältnis der Münchner zu hohen Gebäuden haben wir bereits hier berichtet:

Da die meisten Häuser bislang nur bis zu einer Höhe von 100 Metern gebaut werden, fehlt es einfach an Fläche. Wohnungs-Neubauten sind von den 100 Metern sowieso noch weit entfernt, in München gehen Projektentwickler lieber auf Nummer sicher und setzen auf viergeschossige Standardhäuser. Können sich die Münchner nicht vorstellen, selbst in einem Hochhaus zu leben? In anderen Städten wie Frankfurt sind Wohnungen mit Ausblick heiß begehrt. Vielleicht fehlt es bislang aber auch nur an ansprechenden Konzepten für die Bewohner der bayerischen Landeshauptstadt.

Wohnungsnot in München – ist Flexibilisierung eine Lösung?

Von Büroflächen kennen wir Flexibilität bereits: Moderne Offices sind den unterschiedlichen Bedürfnissen angepasst: Meetingräume, Arbeitsplätze zum konzentrierten Arbeiten und offene Flächen für den kreativen Austausch. Ließe sich so etwas nicht auch für Wohneinheiten umsetzen?

Flexibel Wohnen, das scheint in Deutschland bis jetzt ein Gegensatz zu sein. Stattdessen gilt für die Bundesbürger oft: „Einen alten Baum verpflanzt man nicht.“ So wundert es auch nicht, dass vor allem Senioren auf verhältnismäßig großer Fläche wohnen. Die Kinder sind zwar längst aus dem Haus, aber man hat sich eben an die Wohnung, das Haus gewöhnt und bleibt wohnen.

Doch unsere Gesellschaft ist im Wandel, wir wechseln häufiger den Wohnort und auch die Lebensstile sind vielfältiger geworden, vom Single-Haushalt bis zur mehrköpfigen Patchwork-Familie. Wir sollten uns also von dem Gedanken verabschieden, eine Wohnung oder ein Haus „fürs Leben“ zu finden, sondern vielmehr flexibler die passende Wohnlösung wählen.

Neue Wohnkonzepte in München sind gefragt!

Wie könnte nun also das Wohnen von morgen in München aussehen? Wir möchten Ihnen zwei Projekte vorstellen:

Sharing is Caring – die Kupa:

Das Quartier „Kupa“ möchte vormachen, wie zeitgemäßes Wohnen aussehen kann. Auf dem Gelände der ehemaligen Kuvertfabrik Pasing (daher auch der Name des Quartierts: Ku Pa) entsteht eine innovative Wohneinheit. Der Standort ist gut gewählt: Pasing ist ein authentischer Münchner Stadtteil, der seit Jahren beliebter wird, Tradition trifft auf Moderne.

Beim Errichten des Wohnparks wird Wert auf Faktoren gelegt, die das Miteinander fördern sollen und die die sich verändernden Bedürfnisse der Stadtbewohner berücksichtigt:

  • Alle Neubauten haben einen Dachgarten, er ist Treffpunkt für die Bewohner und soll zum gemeinsamen Gärtnern einladen.
  • Sharing-Modelle spielen eine große Rolle. Nicht nur Autos, sondern auch E-Bikes und E-Scooter werden für alle zur Verfügung gestellt, selbst der Rasenmäher für die Gartenwohnungen.
  • Zahlreiche Fahrradstellplätze sind vorgesehen sowie eine Werkstatt.
  • In der Kupa Kitchen kann gemeinsam gekocht werden.
  • Online-Bestellungen können bequem in der hauseigenen Paketbox empfangen werden.
  • Die Wohnungen sind für eine breite Zielgruppe angelegt, vom Einpersonen-Haushalt bis zur Familie: 40-120 m²

Opes Campus

Ein weiteres Projekt, das sich derzeit in der Planung befindet, ist der Opes Campus auf dem ehemaligen Werksgelände der Knorr-Bremse AG. Im Opes Wohnpark sollen Unterkünfte für alle Lebensphasen und -modelle entstehen. Neben 500 Wohnungen sind auch eine Krippe, ein Kindergarten und ein Altersheim geplant.

Derzeit befindet sich das Projekt noch in der Abstimmung des Stadtrats. Diskutiert wird vor allem das geplante (Büro-)Hochhaus und dessen Höhe. Ursprünglich war es auf 78 Meter konzipiert, jetzt will es vielleicht doch die 100-Meter-Marke knacken. Wie das bei den Münchnern ankommen wird? Wir werden Sie auf jeden Fall an dieser Stelle auf den Laufenden halten.

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Silke Ritter

Wie werden wir künftig leben und arbeiten? Dieser Frage gehe ich hier im Blog nach. Seit 2012 gehöre ich zum Management Circle-Team, zuvor habe ich nach meinem Germanistik-Studium in der PR-Branche gearbeitet. Als Teil der #GenerationY weiß ich nicht nur um die Wichtigkeit von Hashtags und gutem Content, sondern wünsche mir mehr Mut in Unternehmen für die Digitalisierung. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Themenvorschläge!

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