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Insights zum Wiener Büromarkt – Preise und Trends

Insights Zum Wiener Büromarkt – Preise Und Trends

Positive Aussichten für das Alpenland: Die österreichische Konjunktur ist stabil und wächst weiterhin. Steigende Einkommen führen zu mehr privatem Konsum. Die Arbeitslosigkeit ist in Österreich auf einem geringen Level. Der Anteil der Menschen, die in Büros ihrer Erwerbstätigkeit nachgeht, wächst ebenfalls – was für die Nachfrage nach Büroimmobilien entscheidend ist.

Es verwundert also nicht, dass der Bedarf am Wiener Büromarkt steigt. Inzwischen ist die Suche nach großen Flächen zur Herausforderung geworden. Zu wenige Flächen werden neu gebaut. Was wird das für Auswirkungen auf den Wiener Büromarkt haben?

2018 wurden 40 Prozent mehr Büroflächen vermietet als im Jahr zuvor. Das mag hauptsächlich darauf zurückzuführen sein, dass mehrere Gebäude wie die Großprojekte THE ICON und der Austria Campus fertiggestellt wurden.

2019 sind keine so großflächigen Fertigstellungen geplant (2018 waren es 256.000 m², 2019 werden es nur 41.000 m² sein). Büroflächen abseits der Bestlagen werden davon profitieren können, dass die Flächen im Zentrum knapp werden. Dadurch wird auch die Leerstandsquote auf ein historisches Tief sinken. Der OTTO-Immobilien-Büromarktbericht prognostiziert für 2019 eine sinkende Leerstandsquote von 5,2 Prozent auf 4,7.

Diese Preise werden auf dem Wiener Büromarkt erzielt

Die Mieten lagen laut dem CBRE Büromarkt Wien Snapshot zwischen 15,50 €/m² für durchschnittliche Lagen und 25,50 €/m² für Spitzenlagen (Zum Vergleich: In Berlin werden bis zu 30 Euro pro Quadratmeter erzielt, in München bis zu 37, in Frankfurt/Main sogar bis zu 39).

Die höchsten Preise gelten für die Innenstadtlage (14,00-25,50 €/m²), hier gibt es auch den geringsten Leerstand. Deshalb werden die hohen Mietpreise dort von Mietinteressenten inzwischen akzeptiert. Da in diesen Lagen für die nächsten zwei Jahre keine größeren Fertigstellungen abzusehen sind, wird sich der Preis weiterhin halten. Deshalb lassen sich derzeit in diesen Toplagen auch die höchsten Renditen erzielen (3,75 Prozent).

Positiv entwickeln sich aber auch die guten und durchschnittlichen Lagen, die in den letzten fünf Jahren einen Anstieg von 8 beziehungsweise 7 Prozent verzeichnen konnten, laut dem CBRE Real Estate Outlook 2019.

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Diese Trends erwarten den Büroimmobilienmarkt Wien

Flexibler, so könnte man die Trends zusammenfassen. Bestehende Unternehmen prüfen, wie sie ihren Flächenbedarf optimieren können. Das gilt nicht nur für Neuanmietungen, sondern auch für bestehende Mietverhältnisse, wenn es der Vertrag zulässt. Flexible Arbeitsmodelle und die Digitalisierung ermöglichen es, dass nicht mehr für jeden Mitarbeiter auch tatsächlich ein Büroplatz vorgehalten werden muss.

In diesem Zusammenhang ist es auch wenig verwunderlich, dass laut dem CBRE-Bericht ein neuer Player auf den Markt erscheint: Anbieter von Coworking-Offices fragen Flächen an. 2018 waren es bereits 12 Prozent der gesamten Vermietungsleistung. Dieser Trend wird sich auch in 2019 fortsetzen.

Diese Büro-Projekte sind in Wien geplant:

MYHIVE Ungargasse (City)
In zentraler Lage entsteht derzeit das MYHIVE, die Büros werden ab 2020 übergeben. Bürogrößen zwischen 150 und 5.000 qm werden angeboten. Der Vermieter möchte mit Zusatzangeboten wie Restaurants, Konferenzräumen, Services wie Wäscherei-Diensten, Fitnessangeboten und Duschen punkten. Die Fertigstellung der 7.000 Quadratmeter großen Einheit ist für das dritte Quartal 2020 vorgesehen.

The Brick
Namensgebend für dieses Gebäudeensemble ist der Einzug des Ziegelkonzerns Wienerberger, dessen Zentrale in Backsteinoptik errichtet wird. Neben dem geplanten „7 Days Premium“-Hotel wird es auf dem Gelände auch Büroflächen zur Anmietung geben. Gelegen ist die Einheit im neu entstehenden Stadtteil Biotope-City, welches eine naturnahe Stadt werden soll. Deshalb ist auch das The Brick mit vielen Grünflächen auf und neben den Gebäuden geplant.

Triiiple Office
Neben den drei Wohntürmen entsteht im Wiener Osten Triiiple Office, ein 40 Meter hoher Büroturm. Versprochen werden state of the art-Büroräume.

Austro Tower
In direkter Nachbarschaft zu Triiiple entstehen auf über 43.000 Quadratmetern Büroflächen im Austro Tower. Ein Konferenzzentrum, Betriebsrestaurant und ein Café sollen das Angebot abrunden. Die Fertigstellung des 136 Meter hohen Turms ist für 2021 geplant. Einziehen wird neben der Flugsicherung Austro Control die Infrastrukturgesellschaft ASFINAG. Weitere kleinere Flächen mit flexibel gestaltbaren Grundrissen sind noch zur Anmietung verfügbar.

Quartier Belvedere Central (QBC)
Die Fertigstellung der Bauteile eins und zwei des QBCs am Wiener Hauptbahnhof ist für Herbst 2020 geplant. Die Nachfrage für die zentral gelegenen Büroflächen sei groß, bereits die Mehrheit vorvermietet. Insgesamt werden hier 36.000 m² Bürofläche zur Verfügung stehen.

„Haus am Schottentor“ (City)
Einst Zentrale der Bank Austria, jetzt ziehen ein großer Supermarkt und der Coworking-Anbieter „Spaces“ (auf 8.700 Quadratmeter) in das historische Gebäude von 1912. Der Umbau hat inzwischen begonnen, spätestens Ende 2020 sollen die Mieter einziehen können.

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Silke Ritter

Wie werden wir künftig leben und arbeiten? Dieser Frage gehe ich hier im Blog nach. Seit 2012 gehöre ich zum Management Circle-Team, zuvor habe ich nach meinem Germanistik-Studium in der PR-Branche gearbeitet. Als Teil der #GenerationY weiß ich nicht nur um die Wichtigkeit von Hashtags und gutem Content, sondern wünsche mir mehr Mut in Unternehmen für die Digitalisierung. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Themenvorschläge!

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