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Ist Ihr Glas halb leer oder halb voll? Wie Sie Negatives positiv formulieren!

Ist Ihr Glas Halb Leer Oder Halb Voll? Wie Sie Negatives Positiv Formulieren!

Oft neigen wir dazu, Sachverhalte eher negativ darzustellen. Dabei wäre es so einfach, positive Formulierungen zu verwenden.

Fragen Sie Ihren Chef: „Darf ich Sie kurz stören?“, wenn Sie etwas von ihm wollen? Dann haben Sie Positives negativ formuliert. Sie könnten auch fragen: „Können wir kurz die Post durchsprechen?“ Dann weiß Ihr Chef gleich, was Sie von ihm wollen und wird nicht mit der negativen Assoziation „stören“ konfrontiert.

Positive Formulierungen tragen auch dazu bei, dass Sie selbst positiv von Ihrem Umfeld wahrgenommen werden. Wenn Sie Sachverhalte negativ darstellen, hat das letztendlich auch etwas mit Ihnen zu tun. Ihr Gegenüber denkt schlimmstenfalls: „Sie will nicht – kann nicht – weiß nicht.“ Besser ist, wenn Ihr Gegenüber den Eindruck gewinnt: „Sie kann – sie macht – sie weiß.“

Antje Barmeyer sammelte 20 Jahre lang Erfahrungen als Assistentin der Geschäftsleitung und als Verwaltungsleiterin eines großen Ingenieurbüros. Als selbständige Trainerin und Coach in Detmold gibt sie seit 1990 diese praktischen Erfahrungen in Seminaren, Workshops und Vorträgen weiter.

Darüber hinaus betätigt sie sich als Autorin, schreibt Artikel für Fachzeitschriften und wirkt als Co-Autorin in Fachbüchern mit. Sie engagierte sich über 15 Jahre lang ehrenamtlich im Bundesverband Sekretariat- und Büromanagement, zuletzt als deren erste Vorsitzende.

Antje Barmeyer

Kennen Sie diese Situationen?

1

Sie erhalten einen Arbeitsauftrag von Ihrem Chef und sagen: „Ich kann es ja mal versuchen…“, weil Sie sich unsicher sind, ob Sie der Aufgabe gewachsen sind und sich ein „Hintertürchen“ offenlassen wollen. Mit dieser Aussage treffen Sie für sich die Entscheidung, die Aufgabe erst einmal zu übernehmen. Also drücken Sie Ihre Entscheidung auch positiv aus: „Ich werde das erledigen.“ Wenn Sie während der Bearbeitung auf Schwierigkeiten stoßen, können Sie dies dann immer noch mit Ihrem Chef – oder einem Kollegen – besprechen.

„Ich kann es ja mal versuchen…“

„Ich werde das erledigen.“

Belastbarkeit, Gelassenheit, Stress, Burnout

2

Ein Kollege bittet Sie, für ihn etwas in zwei Tagen zu erledigen. Dies können Sie ihm aber nicht versprechen. Deshalb sagen Sie: „Das ist wahrscheinlich nicht in zwei Tagen zu schaffen.“ Drücken Sie diese Tatsache positiv aus und antworten Sie: „In drei Tagen kann ich das gerne für Sie erledigen.“ Wählen Sie hier einen für Sie realistischen Zeitpunkt und senden Sie damit eine positive Botschaft.

„In drei Tagen kann ich das gerne für Sie erledigen.“

„Das ist wahrscheinlich nicht in zwei Tagen zu schaffen.“

3

Ein Anrufer ist bei Ihnen falsch und Sie können ihm nicht helfen. Wenn Sie jetzt sagen: „Da sind Sie bei mir falsch, da weiß ich nicht Bescheid.“, haben Sie eine negative Botschaft gesendet. Es geht auch positiv: „In dieser Angelegenheit ist Herr Meier Ihr Ansprechpartner, ich verbinde Sie mit ihm“.

„Da sind Sie bei mir falsch, da weiß ich nicht Bescheid.“

„In dieser Angelegenheit ist Herr Meier Ihr Ansprechpartner, ich verbinde Sie mit ihm“

Frau am Telefon

4

Ein Kunde fragt nach, wann er sein Angebot bekommt. Sie fühlen sich ertappt, weil Sie das Angebot seit gestern vor sich herschieben. Wenn Sie sich jetzt entschuldigen und erklären, warum das Angebot noch nicht fertig ist, erzeugen Sie eine negative Wirkung. Besser ist, Sie sagen dem Kunden positiv: „Sie erhalten das Angebot bis spätestens morgen Vormittag 11:00 Uhr. Ist das für Sie so in Ordnung?“ Schließlich interessiert es den Kunden nicht, warum er das Angebot bisher noch nicht bekommen hat. Er will viel eher wissen, wann er mit einem Ergebnis rechnen kann.

„Bitte entschuldigen Sie, das Angebot ist noch nicht fertig, weil…“

„Sie erhalten das Angebot bis spätestens morgen Vormittag 11:00 Uhr. Ist das für Sie so in Ordnung?“

Extratipp

Wie oft sagen Sie „kein Problem“, wenn Sie um etwas gebeten werden? Problem ist jedoch ein negatives Wort. Antworten Sie positiv: „Ja, gerne“.

Positive Formulierungen tragen zu einer positiven Stimmung bei. Sie kennen sicher den Spruch vom halb vollen und vom halb leeren Glas. Halb volle Gläser sind nun einmal besser als halb leere Gläser. Deshalb führen positive Formulierungen ganz unbewusst zu positiven Gefühlen.

Fazit: Achten Sie auf eine positive Rhetorik. Sie stärken damit automatisch Ihre positive Wirkung auf andere und tragen zu einem positiveren Miteinander bei.

Setzen Sie sich durch mit der richtigen Formulierung!

Als Assistenz müssen Sie gleichzeitig die Interessen Ihres Chefs und des Teams sicher vertreten. Da hilft manchmal auch einfach die richtige Formulierung! In unserem Seminar Durchsetzungsstark im Office zeigt Ihnen Antje Barmeyer, wie Sie im persönlichen Gespräch weiterkommen und Sie freundlich aber bestimmt Ihr Ziel erreichen.

Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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