Überspringen zu Hauptinhalt

Wie eine digitale Plattform die Maschinenmiete auf den Kopf stellt

Wie Eine Digitale Plattform Die Maschinenmiete Auf Den Kopf Stellt

Die Baubranche ist eine der am schlechtesten digitalisierten Industrien in Deutschland. Das Potenzial für die Entwicklung von digitalen und disruptiven Geschäftsmodellen ist daher groß. Eine Online-Miet- und Buchungsplattform, welche die Maschinenmiete effizienter und transparenter macht, ist nur eine Idee, diese Industrie nachhaltig zu verändern. Damit das gelingt, müssen etablierte Offline-Prozesse in die Online-Welt transformiert werden sowie zusätzliche Mehrwerte und überzeugende Argumente für Mieter und Vermieter geschaffen werden.

Sören W. Ladig ist CEO und Corporate Entrepreneur der Klickrent GmbH in Berlin, die als Spin-Off und Start-Up der Zeppelin Rental GmbH & Co. KG im Juni 2014 gegründet wurde. In dieser Verantwortung trägt er zusammen mit dem jungen Unternehmen maßgeblich zum digitalen Wandel im Bereich der Vermietung von Maschinen und Geräten bei.

Sören W. Ladig studierte Informatik in Berlin und arbeitete für verschiedene internationale Startups aus den Bereichen Online-Advertising, Messaging sowie Payment. Mit dem Start der Klickrent GmbH schloss er sich 2014 dem Zeppelin Konzern an.

Sören W. Ladig

Sören W. Ladig

Professionelles Sharing, so einfach kann Auslastung sein

Führt man sich die Tatsache vor Augen, dass viele Bauunternehmen Maschinen besitzen, die ungenutzt auf dem Hof stehen und damit Kostentreiber sind, liegt die Idee des Maschinen-Sharing quasi auf der Hand. Zwischen Mietern und Vermietern eine Brücke zu bauen und dabei das klassische Rollenverständnis aufzulösen, ist die Idee dahinter. Ein klassischer Mieter, beispielsweise ein Bauunternehmer, der einen Maschinenpark besitzt, kann selbst zum Vermieter werden, eigene Maschinen oder Equipment online stellen und vermieten. Bauunternehmen können nicht gebrauchte Maschinen besser auslasten, zusätzlichen Umsatz generieren und die Abschreibungskosten senken. Das Sharing von Maschinen bietet Firmen die Möglichkeit, ein zweites Standbein für ihr Einkommen aufzubauen und Maschinen, die sonst Kostentreiber sind, effizient zu nutzen sowie Unterhaltskosten zu optimieren.

Hersteller und Händler wiederum können gebrauchte Maschinen in die Vermietung geben und zusätzlich Geld verdienen. Für Hersteller bietet das Sharing-Modell einen Kanal, um Gebrauchtmaschinen zu produzieren und so den Maschinen-Interessenten eine breite Produkt- und Preispalette zu offerieren. Dies führt zu einem deutlichen Ausbau des eigenen Marktanteils. Auch Vermieter können zu Mietern werden, wenn eigene Maschinen für ein Projekt fehlen und deswegen fremd angemietet werden müssen. Durch professionelles Sharing findet eine Verschiebung der bisher festen Rollen statt, eine Konsolidierung des gesamten Markts kann damit nicht ausgeschlossen werden.

 

Die One Stop-Solution: Wenige Klicks, höchste Qualität

Will man die Maschinenvermietung digitalisieren, muss der komplexe und vielschichtige Prozess der Miete online abgebildet werden. Das Angebot der über 3.500 Vermieter muss dabei in Deutschland transparent und aggregiert zur Verfügung gestellt werden. Mieter müssen außerdem die Möglichkeit erhalten, aus einem deutschlandweiten Angebot mit Hilfe einer Postleitzahl genauen Suche, 24/7 die nächstgelegene Maschine zu finden. Damit das Suchergebnis einen Mehrwert bietet, müssen verbindliche Preise, Transportkosten und Verfügbarkeiten von Assets in Echtzeit transparent abgebildet werden. Maschinen müssen außerdem verbindlich gebucht werden können und ein Mietvertrag zustande kommen. Dies setzt voraus, dass Vermieter ihre Preise und Verfügbarkeiten in Echtzeit zur Verfügung stellen und Buchungen über ein Drittsystem abschließen lassen sowie diese in den eigenen Systemen verwalten.

Die Chance einer digitalen Lösung liegt vor allem darin, einer ganzen Branche, die oft nicht die zeitlichen oder finanziellen Ressourcen hat, ihr Geschäft selbst zu digitalisieren, Reichweite und Online Convenience aufzubauen, einen einfach zu nutzenden Online-Vertriebskanal zu bieten, mit dem neue Kundengruppen erschlossen werden können.

Flottenmanagement aus einer Hand

Damit Maschinen online vermietet werden können, müssen Anbieter diese mit der digitalen Plattform verbinden beziehungsweise die Assets und heutigen Prozesse auf dem System integrieren. Diese Integration kann auf zwei Wegen erfolgen, einerseits über ein “Anbieterportal”, das es ermöglicht, ganz einfach und ohne großen Aufwand das eigene Angebot selbständig online zu stellen und zu vermieten. Ein jeder Anbieter muss in die Lage versetzt werden, seine Unternehmensdaten selbst zu organisieren, Preismodelle zu definieren, Assets anzulegen und zu verwalten, ganz so wie man das von Airbnb oder anderen Plattformen kennt.

Partner mit großen Fuhrparks, die Ihre Assets nicht selbst händisch pflegen wollen, brauchen eine Schnittstellenlösung (API) in ihre Enterprise-Resource-Planning-Systeme (kurz: ERP-Systemen), um den Marktzugang in Echtzeit zu erhalten. Mietanfragen, die über die digitale Plattform oder über das unternehmenseigene ERP-System eintreffen, müssen systemübergreifend abgeglichen, Maschinen geblockt und Prozesse synchronisiert werden. Durch eine solche Funktionalität wird eine ständige Flottentransparenz garantiert und die so essentielle Verfügbarkeit von Maschinen sichergestellt.

Der klickrent-Ansatz: Full-Service ausgehend von einer Plattform

Die digitale Miet- und Buchungsplattform, die klickrent seit seiner Gründung 2014 baut, macht den Mietprozess bereits heute effizienter und transparenter, bietet Echtzeit-Verfügbarkeiten, verbindliche Buchungen und täglich mehr Convenience für Mieter und Vermieter. Die reine Digitalisierung des Mietprozesses ist aber nur der Grundstein für die Geschäftsidee des Startups. Eine Erweiterung auf den Kauf und Verkauf von Maschinen oder Ersatzteilen, die Integration verschiedener Service-Partner, zum Beispiel für Ersatzteile oder Reparaturen sind nur einige weitere Baustellen, die für Mieter und Vermieter angegangen werden.  Die zusätzlichen Services sollen den Mietprozess flexibler und sicherer machen. Im Falle einer defekten Maschine soll beispielsweise der Mieter mit nur wenigen Klicks einen qualifizierten Mechaniker beauftragen können, der sich umgehend um das Problem kümmert und dank Bilderkennung auch schon weiß, was an der Maschine kaputt ist. Letztendlich wird nicht entschieden, ob Equipment gebraucht wird, sondern ob der Neu-, der Gebrauchtmaschinenkauf oder die Miete der richtige Weg ist. Dafür liefert klickrent die maßgeblichen Entscheidungshilfen.

Werden Sie aktiv und schützen Sie sich vor Disruptionen!

Blockchain, Future Store und Co. bringen Unternehmen in Gefahr, bieten aber auch Chancen. Wir zeigen Ihnen die neusten Trends und wie Sie Disruptionen erkennen, bevor sie ihre Kraft entfalten. Besuchen Sie unsere Trendkonferenz Disrupt 2017 und erfahren Sie, wie 11 Branchen mit der Gefahr der Disruption umgehen.

Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

An den Anfang scrollen

Künstliche Intelligenz: Mythen, Daten & Fakten

Welche KI-Mythen sind wahr? Lernen Sie beim Lesen oder Filmeschauen die neusten Debatten zur Künstlichen Intelligenz kennen und erweitern Sie Ihren Horizont!

Jetzt mehr erfahren!

Download: KI kann auch unterhaltsam sein!