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Weibliche Führung: 7 Tipps für den Alltag, die nicht nur Frauen weiterbringen!

Weibliche Führung: 7 Tipps Für Den Alltag, Die Nicht Nur Frauen Weiterbringen!

Gerade Frauen haben es schwer, wenn Sie sich als Führungskraft positionieren möchten. Von Martina Aron-Weidlich haben wir bereits einige Tipps gehört, wie der Wechsel in die Führungsrolle gelingt. Heute beantwortet die Expertin, was gerade weibliche Chefs jetzt wissen müssen.

Martina Aron-Weidlich ist Geschäftsführerin der Weidlich Consulting in Frankfurt am Main und seit mehr als 18 Jahren als Consultant, Trainerin und Coach tätig. Mit ihren 12 Netzwerkpartnern arbeitet sie für bedeutende deutsche und internationale Unternehmen, mit den Schwerpunkten Veränderungsmanagement, Training und Coaching für Führungskräfte. Des Weiteren zeichnet Sie verantwortlich für firmenspezifische Weiterbildungskonzepte und deren Durchführung mit hoher Nachhaltigkeit. Sie ist Betriebspsychologin und verfügt über Zusatzausbildungen in Organisationsentwicklung, systemischer Organisationsberatung, ist NLP-Ausbildungstrainerin, System-Consultant sowie zertifizierte Mediatorin.

Martina Aron-Weidlich

Martina Aron-Weidlich

Führen Frauen anders?

Natürlich spielt es eine Rolle in welchem Rollenverständnis die Person heranwächst und welche individuelle und geschlechtsspezifische Sozialisierung und Ausprägung stattfindet. Dies ist ein Misch-Masch von Möglichkeiten, die Frauen mitbringen und aus dessen sich die unterschiedlichen Talente generieren, die ein geschlechtsspezifische Führungsverhalten ausmachen.

Zur Grundausstattung des Führungsverhaltens gehören, nach der Gallup-Studie, die in einer großangelegten Potentialanalyse 80.000 amerikanische Führungskräfte über einen Zeitraum von 35 Jahren unter die Lupe genommen hat, drei Talentkategorien, die für Führung relevant sind:

Das ANTRIEBSTALENT – weshalb ich Dinge tue – was mich motiviert und antreibt.
Das KONZEPTIONELLESTALENT – wie diese Dinge praktisch umgesetzt werden und welche Denkweisen dieses Handeln prägen.
Das BEZIEHUNGSTALENT – mit wem ich in einer entsprechenden Art und Weise kommuniziere und in Kontakt trete.

Bei diesen drei Talentkategorien lassen sich geschlechtsspezifische Unterschiede feststellen, die Relevanz auf das Führungsverhalten aufweisen. Basierend auf diesen Talenten haben sich sieben Unterscheidungskategorien bei männlichen oder weiblichen Führungskräften herauskristallisiert:

  • Selbstdarstellung
  • Konkurrenz
  • Aggression
  • Führungsmotivation
  • Hilfsbereitschaft
  • Kommunikations- und Sprachstil
  • Veränderungs- und Anpassungswille

Diese Unterschiede betreffen nicht den Führungsstil – der keine männliche oder weibliche Ausprägung hat.

Was macht die weibliche Führung aus?

Vom Kollegen zum VorgesetztenEine Frau kann genauso autoritär oder eben kooperativ führen wie ihre männlichen Kollegen, allerdings fällt die Bewertung des gleichen Verhaltens von der meist abendländisch geprägten Gesellschaft anders aus. Bei Frauen in Führungspositionen wird aus der Rollenzuweisung viel mehr auf die typisch weiblichen Attribute von Weichheit und Anpassungsfähigkeit geachtet. Ein „toughes“ Auftreten wird immer noch mit Aussagen kommentiert „die hat Haare auf den Zähnen“ oder die hat ihr „Frau sein im Keller versteckt“. Das heißt im Umkehrschluss, dass eine Frau ein erweitertes Aktionsfeld bedienen kann und auch muss. Die Aufgabe besteht zwischen Anpassung und Verleugnung, zwischen stereotypen Vorurteilen und eigenen Bedürfnissen und Persönlichkeitsmerkmalen genauso souverän zu agieren. Je nach Bedarf müssen Frauen in der Führung Härte, Konsequenz und Durchsetzen zeigen genauso wie Kompromissbereitschaft, Dialogfähigkeit und Empathie. Dies gilt in einer komplexeren Arbeitssituation natürlich auch für Männer in der Führung.

Bei einem typischen „weiblichen“ Führungsstil bin ich eher zurückhaltend. Es gibt tatsächlich große Unterschiede in den oben benannten Kategorien. Wenn überhaupt kann man davon ausgehen, dass Frauen einen einfacheren Zugang zur Kooperation, Kollegialität und Integration haben – wenn sicher gestellt war, dass in der Sozialisation typisch weibliche Verhaltensattribute gefördert und wertgeschätzt wurden.

Um sich zurechtzufinden geht es um „genderspezifisches Knowhow – wie ticke ich selbst – wie tickt mein männlicher/weiblicher Kollege/Kollegin? Und wir manage ich diese Unterschiede in der Führung? Wie entwickle ich meine Führungskompetenz konkret weiter?

Machen Sie für sich einen Check, bei welchem der wichtigsten 10 Kompetenzfelder der Führung:

  • Durchsetzungsvermögen
  • Konfliktfähigkeit
  • Delegationsfähigkeit
  • Entscheidugnsfähigkeit
  • Motivationsfähigkeit
  • Steuerung von Arbeitsprozessen
  • Vorbildfunktion
  • Vertrauen aufbauen
  • Fairness
  • Zuversicht

Wo haben Sie den größten Entwicklungsbedarf? Legen Sie konkret fest, was Sie hierfür tun!

Kann man Führung wirklich lernen oder ist es eine Sache der emotionalen Intelligenz und der Intuition? Sind Frauen da vielleicht im Vorteil?

Die Frage „Kann man Führung lernen?“ – ist zweifelsfrei mit einem JA zu beantworten. Denn Talente, auch das des Führens, sind emotionale und kognitive Anlagen, sowie Methoden und Techniken. Diese sind teilweise zwar in der Persönlichkeit verankert und können durch entsprechende Erfahrungen im Kindes- und Jugendlichen-Alter verstärkt werden, jedoch wird diese Fähigkeit durch eine willentliche Absichtserklärung und der intellektuellen Auseinandersetzung mit dem Thema Führung ermöglicht.

Jemand der Kenntnis darüber besitzt, dass er/sie zu rational und nicht empathisch genug mit Mitarbeitern agiert und sein Verhalten als Defizit annimmt, kann sich darauf konzentrieren eine Änderung herbei zu führen. Das gleiche gilt für jemanden, der weiß, dass er alles zu persönlich nimmt und gleich beleidigt ist. Auch hier gilt es sich mit sich selbst zu beschäftigen und Selbstführung als Voraussetzung von Fremdführung zu realisieren. Selbstverständlich können Methoden und Techniken gelernt werden – der Führungsanspruch jedoch nicht! Eine hohe Eigenreflexionsfähigkeit ist die Voraussetzung, dass kognitiv erlernbare Methoden wie zum Beispiel „Feedback geben“, mit der entsprechenden Führungshandschrift versehen, erfolgreiche Führungsarbeit ermöglichen. Und klar hat das was mit dem Maß der emotionalen Intelligenz zu tun. Managementtraining für junge FührungskräfteDieser von John D. Mayer/Peter Salovey im Jahr 1990 eingeführte Terminus, beschreibt die Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen. Somit geht es im Kern um Selbst sich bewusst sein, um Selbststeuerung der eigenen Gefühle – jeder cholerische Chef verfügt darüber in diesem Moment nicht! Desweiteren sind soziale und kommunikative Fähigkeiten verlangt sowie Empathie und Motivationsfähigkeit. Hierbei ist die emotionale Intelligenz eine notwendige Unterstützung, die richtig eingesetzt, messbar und überprüfbar ist.

Frauen haben eine höhere Wahrnehmung von Signalen, die der andere aussendet. Männer sind an dieser Stelle weniger trainiert und fokussiert. Dieser Umstand bedeutet, dass hier die Voraussetzungen bei dem Punkt Wahrnehmen erst mal höher ist. Neben dem rationalen Betrachten von Fakten, Zahlen und Daten ist das intuitive Vorgehen und Entscheiden im Führungskontext genauso wichtig und erfolgsversprechend.  Intuition ist jedoch weit mehr wie nur ein reines Bauchgefühl. Es ist die ungebundene Kompetenz, erlebte Dinge zu neuen Arrangements zu verknüpfen oder in unerwarteten Zusammenhängen alte oder auch neue Muster zu erkennen. Dies ist eine Kompetenz, bei der die Wahrnehmungsfähigkeit als subtil und feinsinnig zu bezeichnen ist.

Hören Sie auf Ihren Bauch und überprüfen sie ihre Quellen, denn Gefühle sind die eigene Interpretation und Bewertung von Situationen und Menschen.

Hier gilt mit Herz und Verstand zu handeln. Ob Frauen deshalb im Vorteil sind? Kommt darauf an, was in welchem Job mehr gefordert ist. Männer und Frauen sind weder besser oder schlechter – eben anders! Mut zum Führen – auch sich selbst – braucht es unabhängig vom Geschlecht  jedoch immer!

Sie geben Ihren Teilnehmern in dem Seminar 7 Tipps für den Führungsalltag auf den Weg. Würden Sie diese bereits jetzt mit uns teilen?

Wer führen möchte, muss sich selbst führen können!
Sei Vorbild – gerade wenn es schwierig ist, kommuniziere!
Unterscheiden Sie zwischen Management und Leadership Aufgaben!
Im Beruf geht es darum respektiert zu werden – man muss sie nicht lieben!
Mit Herz und Verstand steuern – nutzen Sie die gesamten Möglichkeiten!
Setzen Sie Steuerungsmethoden, Techniken und Instrumente gezielt ein!
Vermitteln Sie Sinnhaftigkeit für Ihr Tun – so erhalten Sie Gefolgschaft!

So gelingt der Start!

Legen Sie einen souveränen Start als Vorgesetzte hin! Führungscoach Martina Aron-Weidlich gibt Ihnen im Seminar Erstmals Vorgesetzte konkrete Führungsmethoden und -techniken an die Hand, die Ihre Führungskompetenz von Anfang an stärken.

Vom Kollegen zum Vorgesetzten

Vom Kollegen zum Vorgesetzten

Was müssen Sie beim Rollenwechsel beachten? Nutzen Sie unsere Checkliste, um sich optimal auf Ihre neue Führungsrolle vorzubereiten.
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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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