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Das „Hängebrückengefühl“ am Arbeitsplatz – Was brauchen meine Mitarbeiter wirklich?

Das „Hängebrückengefühl“ Am Arbeitsplatz  – Was Brauchen Meine Mitarbeiter Wirklich?

Gute Mitarbeiter gibt es, wie Sand am Meer. Die Kunst ist, dass diese sich bei Ihnen bewerben und vor allem, bei Ihnen bleiben. Hier müssen Sie sich die Frage stellen, was Ihre Mitarbeiter brauchen beziehungsweise wollen und was Sie, als Arbeitgeber dazu anbieten können. Oftmals gehen diese beiden Meinungen in unterschiedliche Richtungen. Die Emotionalisierung am Arbeitsplatz lässt beim Arbeitnehmer eine Verbindung zwischen sich und dem Betrieb entstehen und unterstützt somit seinen Wohlfühlfaktor. Wie dieser Prozess funktioniert, erfahren Sie in folgendem Experiment:

Eine junge Frau führt eine Umfrage durch. Sie befragt 30 Männer in der Fußgängerzone, gibt diesen danach ihre Visitenkarte und sagt, dass sie sich über einen Anruf freut, falls noch Fragen offen sind.

Die gleiche Umfrage führt sie wenig später auf einer schwankenden Hängebrücke durch. Wieder 30 Männer, wieder teilt sie danach ihre Visitenkarte aus.

Nach welcher Umfrage rufen mehr Männer zurück?

Nach der zweiten Umfrage wird die junge Frau mit Anrufen bombardiert.
Aus der Fußgängerzone jedoch, erhält sie keinen einzigen Anruf.

Warum ist das so?

MenschengehirnUmfragen finden wahrscheinlich die meisten Menschen langweilig. Viele haben keine Zeit, sehen den Sinn dahinter nicht oder haben einfach nur keine Lust. Was aber, wenn eine Umfrage, ein Gefühl auslöst? Nicht etwa durch das Thema, um das es geht, sondern durch den Ort, der die Umfrage auf mysteriöse Weise wichtiger erscheinen lässt, als sie eigentlich für den Befragten ist. Der Befragte ist schon mit dem Laufen auf der Hängebrücke überfordert. Mit einem Gemisch aus Adrenalin, Dopamin und Konzentration begegnet er dann der jungen Frau auf der Brücke. Das menschliche Gehirn ist überfordert und kann die Gefühle nicht mehr in den richtigen Bereich einordnen. Später kann der Mann nicht mehr unterscheiden, ob sein Gefühl durch die Hängebrücke oder durch die Umfrage entstanden ist.Er wählt die Nummer auf der Visitenkarte und weiß vielleicht noch nicht einmal warum.

Was haben Emotionen am Arbeitsplatz verloren?

Ohne lässt es sich doch viel besser arbeiten. Oder?Meeting Büro

Was aber, wenn der Arbeitnehmer Emotionen mit dem Arbeitsplatz, mit dem Betrieb und Ihnen als Führungskraft verbinden kann? Was, wenn der Mitarbeiter alles in der Firma findet, was er braucht? Dazu müssen Sie sich erst einmal fragen, was die Vorstellungen und Erwartungen der Mitarbeiter von einem Unternehmen sind. Vorstellungen und Erwartungen sind hier nämlich sehr weit zu differenzieren. Vorstellung ist die realistischere Variante der Erwartung. Mitarbeiter stellen sich ein Unternehmen zum Beispiel offen, fürsorgebewusst, tolerant, respektvoll und ehrlich vor. Haben Sie diese Vorstellungen abgedeckt, heißt das aber noch lange nicht, dass Sie dem Arbeitnehmer das bieten können, was er wirklich will. Hier muss auf die jeweiligen Erwartungen eingegangen werden, welche in diesem Sinne die Wünsche des Mitarbeiters an das Unternehmen beschreiben und somit an Sie, als Führungskraft.

Was wollen meine Mitarbeiter?

Ihr Ziel sollte es sein, bei allen Ihren Mitarbeitern das „Hängebrückengefühl“ aus der Geschichte oben hervorzurufen. Nicht das Gefühl der Angst, sondern das Gefühl, mit dem Unternehmen auf eine Art verbunden zu sein und vielleicht noch nicht einmal genau zu wissen, woher diese Verbindung kommt.

Was wollen meine Mitarbeiter?

Was brauchen meine Mitarbeiter?

Was brauchen Sie?

Wenn Sie als Führungskraft diese Erwartungen und Vorstellungen der Arbeitnehmer erfüllen, werden Sie merken, dass nicht nur Sie das Unternehmen weiterbringen wollen, sondern auch die Mitarbeiter. Und was gibt es Besseres, als ein Unternehmen, hinter dem mit voller Überzeugung jeder einzelne Arbeitnehmer steht?

 

Wie Sie andere dazu bringen, das zu tun, was sie wollen

Wie Emotionalisierung im Betrieb funktioniert, präsentiert Ihnen Managementtrainer Kishor Sridhar in unserem Seminar Wie Sie andere dazu bringen, das zu tun, was sie wollen. Lernen Sie von ihm eine ausgefallene, aber unerlässliche Möglichkeit, Mitarbeiter langfristig zu halten und sie von sich mit der „Hängebrückentaktik“ zu überzeugen. Zwei Tage wird Sridhar Ihnen erklären, wie Sie effizienter Meetings führen, an natürlicher Autorität gewinnen und besser mit Ihren Mitarbeitern verhandeln. Und das so, dass diese sich in Zukunft dafür bedanken werden.
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Marco Peichl

Marco Peichl
Seit August 2016 bin ich stolzer Auszubildender von Management Circle. Ich schreibe für mein Leben gerne und möchte mit Ihnen Erfahrungen und Neuigkeiten aus aller Welt teilen. Falls Ihnen der Artikel gefallen hat, geben Sie mir gerne ein Feedback oder Vorschläge zu neuen interessanten Themen.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
    1. Guten Tag,

      im Text ist nirgends von Angst die Rede. Es wurde sogar betont, dass mit dem „Hängebrückengefühl“ nicht Angst gemeint ist, sondern, ich zitiere: „sondern das Gefühl, mit dem Unternehmen auf eine Art verbunden zu sein und vielleicht noch nicht einmal genau zu wissen, woher diese Verbindung kommt.“
      Ich stimme Ihnen hunderprozentig zu, wenn Sie sagen, viele Mitarbeiter leben in Angst. Vor dem Arbeitsplatz, vor Kollegen, vor dem Chef.
      Genau das soll diese Taktik vermeiden. Die positiven Emotionen sollen im Vordergrund stehen und mit dem Unternehmen verbunden werden. In diesem Fall: Adrenalin, Dopamin bzw. Glücksgefühle und positive Aufregung.

      Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihr Feedback
      und freue mich auf eine Antwort!

      Mit freundlichen Grüßen,
      Marco Peichl

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