Wahrnehmungsgrenzen berücksichtigen: Das Geheimnis professioneller Präsentationen

Zaunbegrenzung Am Srand

Bei Präsentationen nehmen wir viel wahr. Jedoch gibt es immer wieder Situationen, bei denen man Details zum ersten Mal bemerkt, obwohl sie schon die ganze Zeit vorhanden waren. Der Grund dafür sind unsere Wahrnehmungskapazitäten und deren Grenzen. Doch was ist die Wahrnehmung und was hat sie mit einer guten Präsentation zu tun? Wir zeigen es Ihnen!

Was ist Wahrnehmung überhaupt?

Der Begriff Wahrnehmung bezeichnet den Vorgang der Reizaufnahme über unsere Sinnesorgane und deren Verarbeitung. Diese nehmen die Reize der Umwelt auf und geben sie an unser Gehirn weiter.

Auge

Das Auge kann ein Bild in weniger als zwei Zehntelsekunden erfassen und verarbeiten. Aus vielen verschiedenen Bildern setzt unser Gehirn dann ein „Video“ zusammen, das bei uns als flüssiger Film abläuft. Selbst die feinsten Farbnuancen nimmt unser Sinnesorgan wahr.

Ohr

Auch unsere Ohren sind Spitzensportler. Sie nehmen Frequenzen zwischen 16 und 20.000 Hertz wahr. Das macht es möglich, verschiedene Töne zu unterscheiden und sogar zu bestimmen, aus welcher Richtung ein Ton gekommen ist.

Haut

Ein weiteres wichtiges Sinnesorgan ist unsere Haut. In ihr stecken circa 200 Milliarden Nervenzellen, die Oberflächen genauestens erfassen. Sogar ein Unterschied von 0,01 Millimeter ist für unseren Tastsinn keine Herausforderung.

Nase

Die Nase besitzt rund 30 Milliarden Riechzellen, mit der sie 10.000 verschiedene Gerüche wahrnehmen kann. Erstaunlich ist, dass wir nur 50 Prozent davon benennen können.

Mund

Der Mund ist beim Menschen mit rund 2.000 bis 5.000 Geschmacksknospen mit durchschnittlich je 100 Sinneszellen ausgestattet. Kleinste Veränderungen im Geschmack sind so erkennbar.

Wo liegen unsere Wahrnehmungsgrenzen?

Der Mensch kann nicht alle Reize aufnehmen, sondern hat seine Wahrnehmungsgrenzen. Betrachten Sie die Aufnahmefähigkeit bei einer Präsentation, werden Sie feststellen, dass die Konzentrationsrate nach 20 Minuten deutlich nachlässt. Das liegt an der automatischen Selektion, die unser Gehirn durchführt. Es schützt den Körper vor einer Reizüberflutung. So kommen nur wenige Daten überhaupt in unser Bewusstsein.

Tipps für eine gute Präsentation mit aufmerksamen Zuhörern

MitarbeiterführungMachen Sie sich das VAKOG-Model in Ihrer Präsentation zu Nutze! Das bedeutet: Sprechen Sie alle oben genannten fünf Sinne an! Damit schaffen Sie die Basis für eine gute Verbindung zu Ihrem Zuhörer und damit eine klare Kommunikation.

 

Eine abwechslungsreiche Gestaltung Ihrer Präsentation hilft Ihnen dabei! Denn dadurch werden alle übertragbaren Informationen auf alle Kanäle verteilt und damit eine Reizüberflutung vermieden. Die Zuhörer merken sich Details aus Ihrer Präsentation so viel besser.

Design

Sprechen Sie den visuellen Kanal an. Spielen Sie mit dem Design der Präsentationsfolien. Passen Sie zum Beispiel die Farben der Vorlagen in PowerPoint Ihrem Thema an. Haben Sie ein Thema über Natur? Dann verwenden Sie Grüntöne. Wer sich in PowerPoint auskennt, kann eine Masterfolie erstellen.

Video

Für Auge und Ohr ist ein kleines Video perfekt. Dieses beansprucht sowohl den visuellen, als auch den auditiven Kanal, sodass die Zuhörer den Inhalt länger im Gedächtnis behalten können.

Beispiele

Wenn Sie die Möglichkeit haben, Gegenstände zu Ihrem Thema in die Runde zu geben, nutzen Sie den kinästhetischen Kanal. Sie können anhand des realen Objekts Details noch besser beschreiben und den Inhalt Ihrer Präsentation noch besser zur Geltung bringen.

Einbezug

Zuhörer lieben Interaktionen wie Übungen, Spiele oder Diskussionen. Der Kreislauf kommt in Schwung und wird durchblutet. Das Gehirn verarbeitet zudem Daten besser, wenn sie selbst erarbeitet sind. Auch zur Auflockerung des Präsentationsklimas helfen Interaktionen sehr.

Pausen

Jeder braucht mal eine Pause. Steht der Körper unter Dauerstress, nehmen Produktivität und Auffassungsgabe ab, was nach und nach zu Erschöpfung führt. Um das zu vermeiden, legen Sie in einer langen Präsentation kurze Pausen ein.

Informationskürzung

Information frisst Aufmerksamkeit! Das Verarbeiten von Informationen kostet Energie, was sich wiederum in der Konzentration wiederspiegelt. Fassen Sie sich also so lang wie nötig, aber so kurz wie möglich.

Auftreten

Ein souveräner und sicherer Auftritt ist sehr wichtig. Wenn Ihre Zuhörer merken, dass Sie das Thema selbst nicht interessiert, haben Sie verloren. Stehen Sie mit festem Stand vor Ihren Zuhörern. Zeigen Sie, dass ein noch so trockenes Thema spannend sein kann. Fügen Sie Humor und Witz in Ihren Vortrag ein und die Leute werden neugierig.

Gut präsentieren!

Verbessern Sie Ihre Präsentationsfähigkeiten mit unserem Seminar „Einfach erklärt“. Unser Experte Dr. Jens Tomas zeigt Ihnen, welche Techniken Sie beachten sollten.

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Ihre Redakteurin: Chiara Blex

Ich bin Auszubildende im ersten Lehrjahr bei Management Circle und momentan in der Abteilung Marketing tätig. Als angehende Veranstaltungskauffrau freue ich mich Ihnen unsere neusten Trends und Entwicklungen vorzustellen.

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