skip to Main Content

Virtuelle Revolution der Immobilienbranche

Virtuelle Revolution Der Immobilienbranche

Ich kann sie ja irgendwie verstehen. Umbrüche führen in den meisten Fällen zu Verunsicherung. Dass viele etablierte Unternehmen angesichts des digitalen Wandels in der Immobilienwirtschaft deshalb derzeit noch immer skeptisch und in Wartehaltung sind, dass sich manche angesichts der Geschwindigkeit und der Fülle an immer neuen Möglichkeiten auch etwas orientierungslos fühlen und deshalb an Altbekanntem festhalten – verübeln kann ich es ihnen als Vertreter dieser neuen Welt nicht. Die Digitalisierung wirft tradierte Geschäftsmodelle und Prozesse schließlich mitunter gnadenlos um. Aber: Das ist gut so! So ehrlich müssen wir sein.

Enrico Kürtös verantwortet als CEO die globale Geschäftsentwicklung sowie den Kunden- und Partnervertrieb von Inreal Technologies. Ziel seines Schaffens ist die internationale Etablierung der Inreal Produkte und Services in der Immobilienbranche. Als Querdenker mit Bodenhaftung versteht er sich als Bindeglied zwischen jungen PropTechs und etablierten Playern aus der Immobilienbranche.

Warum ist der digitale Wandel gut? Weil die Vorteile auf der Hand liegen. Nehmen wir als Beispiel Virtual Reality. Viele Unternehmen reagieren hierzulande auch im Jahr 2018 nach wie vor zurückhaltend, wenn es um den Einsatz dieser innovativen Technik in der Objektvermarktung geht. Die USA und auch viele asiatische Länder sind da viel weiter und auch offener für neue Ideen.

Irgendwie paradox. Schließlich verändert Virtual Reality die Art, wie Immobilien gebaut, vermarktet, vermietet und verkauft werden, zum Vorteil der Projektentwickler und zuständigen Asset Manager. Nicht erst morgen. Sondern heute. Jetzt. Und zwar auf eine Art, die man guten Gewissens als revolutionär bezeichnen könnte. Der Mensch – und das ist die Immobilienbranche am Ende ja: von Menschen geprägt und gesteuert – ist ein Gewohnheitstier. Aber all das kann keine Entschuldigung dafür sein, riesiges Potenzial aus Angst oder Unwissenheit zu verschenken. Jedenfalls nicht, wenn Deutschland im internationalen Kontext auf Dauer mit Vorreiternationen wie den USA mithalten will.

Screenshot-1
Screenshot-2

Virtuelle Echtzeitbegehungen werden der neue Standard

Virtuelle Gebäudebegehungen werden in den kommenden fünf Jahren Standard in der Immobilienplanung und -vermarktung. Davon bin ich überzeugt. Warum? Weil der Druck, zeit- und kosteneffizient zu arbeiten, heute enorm ist und immer weiter zunimmt. Genau hier kommt Virtual Reality ins Spiel. Egal, ob bei Neubauten oder Refurbishments: Durch die virtuellen Welten werden künftige Wohnungen oder Büros schon lange vor ihrer Fertigstellung für den Endkunden erlebbar.

Nehmen wir etwa die Aufteilung von Büroräumen. Soll eine Bestandsfläche saniert und dort ein neues Flächenkonzept umgesetzt werden, kann der Mieter dank Virtual Reality mit wenigen Mausklicks über eine spezielle Konfigurator-Oberfläche verschiedene Varianten ausprobieren. Lieber ein Kleinraumkonzept oder doch die Open-Space-Lösung? Für den Kunden wird sein zukünftiges Büro durch das Erleben und Ausprobieren viel greifbarer, anschaulicher und vorstellbar. Und im besten Fall entscheidet er sich so früher und ohne langes Zögern für die passende Variante. Das beschert dem Projektentwickler wiederrum wichtige Planungssicherheit. Und spart ihm Zeit und Geld für Extra-Abstimmungsschleifen und im Zweifel sogar teure Nachbesserungen.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=FKs5MlUFS_0

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=yaUohz65is8

Ein Projekt, bei dem wir genau diese Vorteile für einen unserer Kunden umgesetzt haben, ist das Bürogebäude „Morrow“ im Frankfurter Westend. Im Auftrag der Projektentwicklung Oberlindau GmbH – einem Joint Venture der Art-Invest Real Estate und Red Square – die das Objekt aktuell großflächig modernisiert, haben wir hier in wenigen Wochen Hunderte Quadratmeter virtuell abgebildet. Das Gebäude soll im Frühjahr 2020 neu eröffnet werden. Wir konnten dem Team vor Ort schon heute zeigen, wie zwei der zehn Stockwerke künftig aussehen und wie sie genutzt werden könnten. Für unseren Kunden haben wir so eine Planungs- und Entscheidungsgrundlage geschaffen, die noch vor wenigen Jahren undenkbar war.

Trotz gelebter Zurückhaltung, trotz bestehender Zweifel gegenüber der Digitalisierung – der Zug ist nicht aufzuhalten. Und ich bin mir sicher, dass sich Innovationen wie Virtual Reality am Ende auf breiter Front durchsetzen.

ImmoTech 2018

So digitalisiert sich die Immobilienbranche

Umsetzungsbeispiele und neue Technologien im Fokus: Lesen Sie also jetzt nach, was die Immobilienbranche zurzeit bewegt und wie der Prozess der digitalen Transformation gelingen kann.
Jetzt herunterladen!

Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top

4 rechtliche Themen, die Sie im Blick haben müssen

Erhalten Sie einen kompakten Überblick von sieben Experten zu den vier wichtigsten Rechtsthemen im Bau- und Immobilienbereich, angefangen von der BauGB-/BauNVO-Novelle 2017 bis hin zur Umsatzsteuer.

Jetzt herunterladen!

Bleiben Sie up-to-date in Sachen Bau- und Immobilien-Recht