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Virtuelle Kraftwerke: Ungeklärte Fragen

Virtuelle Kraftwerke: Ungeklärte Fragen

Das virtuelle Kraftwerk als Zukunftskonzept

In Zukunft wird sich die Stromerzeugung noch viel stärker wandeln. Sie wird dezentralisiert und auch in kleinsten Einheiten stattfinden. Denn auch Konsumenten können Strom erzeugen – und sei es über die eigene Solaranlage auf dem Dach. Und natürlich wird die Dezentralität auch für die Erzeugerunternehmen am Markt eine immer größere Rolle spielen. Denn sie müssen stärker auf Erneuerbare Energien setzen und gleichzeitig eine zuverlässige Stromversorgung sichern. In dem Zusammenhang kommen auch virtuelle Kraftwerke ins Spiel.

Da Wind nicht immer weht und die Sonne auch manchmal nicht über Deutschland steht, braucht es smarte Lösungen. Mit dem virtuellen Kraftwerk werden viele kleine Stromerzeuger vernetzt, um ihre Betreibung variabel und zentral steuern und vermarkten zu können. Der Strom wird dann dezentral in vielen Anlagen erzeugt, aber sein Einsatz strategisch aufeinander abgestimmt. Damit sollen die Nachteile der einzelnen Erzeugungsarten ausgeglichen werden.

IT-Anforderungen, Netzausbau und Politik: Nur einige der Herausforderungen an Virtuelle Kraftwerke

Damit ist aber auch klar, dass das Konzept in der Realität viel komplexer ist, als in dem kleinen Beispiel. Hier nur einige offene Fragen, die für eine großflächige Verbreitung noch beantwortet werden sollten. (Derzeit betreiben ungefähr 10 Prozent aller deutschen Energieversorger virtuelle Kraftwerke, jedoch meistens in kleinerem Stil.)

Hohe Anforderungen an die IT

Um ein virtuelles Kraftwerk zu betreiben, muss man komplexe Informationsflüsse managen. Man muss Erzeugungsstandorte und Speicher vernetzen und flexibel regulieren. Dafür ist es notwendig, mehrere unterschiedliche Informationsebenen aufeinander abzustimmen, Anlagenbetreiber zusammenzubringen, die Vermarktung des Stroms zu regeln, damit Energie ständig effizient erzeugt und verteilt wird und die Kunden zuverlässig (und zu guten Konditionen) versorgt werden. Viele Unternehmen schrecken die damit verbundenen Anforderungen an die IT ab, obwohl am Markt Lösungen vorhanden sind.

Bild: Datenbaum wächst über Datenträgern, symbolisiert künstliche Intelligenz.

Unsicherheit bei der Entwicklung der Gesamtinfrastruktur im Land

Für den Einsatz virtueller Kraftwerke braucht es die notwendigen Kapazitäten. In Deutschland soll der Ökostromanteil bis 2020 auf 40 Prozent erhöht werden, jedoch läuft der Netzausbau unabhängig vom Aufbau neuer Erzeugungsstandorte. Während fleißig Windkraftanlagen gebaut werden, läuft der Netzausbau relativ dazu langsamer ab, so dass teilweise Kapazitäten fehlen, den erzeugten Strom zu transportieren.

 

Die politischen Rahmenbedingungen könnten sich ändern

Da spielt zum Beispiel die Frage eine Rolle, ob es spezifisch auf Virtuelle Kraftwerke ausgerichtete Regelungen geben wird. Oder ob sich die Rahmenbedingungen von EU-Seite ändern. Und auch der Atomausstieg bis 2022 ist alles andere als in Stein gemeißelt, da die Kernenergie auf Ebene der gesamteuropäischen Versorgung noch eine Rolle spielen könnte.

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Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

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