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Virtual Reality als aufstrebende Technologie in der Immobilienbranche

Virtual Reality Als Aufstrebende Technologie In Der Immobilienbranche

Der Erwerb eines Eigenheims, egal ob Wohnung oder Haus, ist eine große und wohlüberlegte Investition. Umso wichtiger ist, dass man vor dem Kauf eine genaue Vorstellung davon hat, wie das neue Zuhause aussehen wird. Virtuelle Rundgänge durch das zukünftige Heim unterstützen dabei viel besser, als abstrakte 2D-Grundrisse. So können sich Käufer vorab ein exaktes Bild des Wohnobjekts machen und gegebenenfalls Änderungswünsche anbringen. Über die Nutzung von Virtual Reality in der Immobilienbranche berichtet in diesem Gastartikel Daniel Hammer.

Daniel Hammer ist seit 2015 Projektleiter für Innovation und Medien bei der Goldberg Immobilien Gruppe Nord GmbH. Sein Aufgabenbereich liegt vor allem in der digitalen und innovativen Vermarktung von Immobilien – insbesondere Projektimmobilien. Seit Januar 2016 entwickelt sein Team eigene VR-Inhalte für ihre Kunden. Der eigens erschaffene Workflow, die richtige Software und Offenheit gegenüber neuen Vermarktungsstrategien sind für ihn der Schlüssel für eine erfolgreiche Vermarktung mittels Virtual Reality.

Daniel Hammer

Daniel Hammer

Der Unterschied zwischen der Virtual Reality und einem „einfachen 360-Grad-Rundgang“

Der wohl größte Unterschied eines Virtual Reality (VR) Projektes und einem 360-Grad Rundgang – was die meisten Makler von heute ja schon nutzen – ist, dass in der Virtual Reality die Welt komplett Computer generiert ist, beziehungsweise wird. Was bedeutet dies für den Nutzer? In einem 360-Grad-Rundgang kann ich mich nur an einem Punkt umschauen und das auch nur aus einer bestimmten Perspektive – genau dort wo die 360-Grad-Kamera die Aufnahme gemacht hat. In der VR ist das anders. Ich kann mich komplett frei bewegen. Ich kann hinter das Sofa schauen und unter den Wohnzimmertisch. Wenn ich einen Meter nach vorne gehe, gehe ich auch in der VR einen Meter nach vorne. Diese Eigenschaften machen die VR so interessant, weil der Nutzer ein sehr realistisches Gefühl für die Größenverhältnisse, Lage und Lichtverhältnisse der Räumlichkeiten bekommt.

Virtual Reality Brille

VR-Inhalt selber erstellen oder erstellen lassen?

Es gibt heute schon einige wenige Agenturen, die einem Immobilienprojekte in VR umsetzen. Dies ist natürlich je nach Größe des Projekts mit großem Aufwand verbunden und dadurch auch mit hohen Kosten. Wir nutzen in unserem Büro die Software Forestage als direkten Zugang in die VR. Für individuelle Projekte nutzen wir die Unreal 4 Engine, um die Räume interaktiv und noch realistischer zu gestalten. Die Software Forestage ermöglicht es, aus einer Architektensoftware wie ArchiCAD oder AutoCAD die fertigen Modelle (wenn diese in 3D gezeichnet sind) direkt in der VR begehbar zu machen. Natürlich wird in einer Architektensoftware die Inneneinrichtung meist eher spärlich dargestellt. Aus diesem Grund bereiten wir mit einer speziellen 3D-Software die Modelle nochmals mit hochwertiger und detaillierter Einrichtung auf und fügen die Umgebung hinzu, um ein realistisches 3D-Modell zu erhalten und die Realität somit zu verstärken.

Wenn man also die Möglichkeiten hat, eng mit einem Architekten zu arbeiten beziehungsweise sogar einen eigenen Architekten im Unternehmen hat, ist es durchaus möglich, sich kostengünstig die Inhalte selber zu erstellen. Es braucht dennoch am Anfang eine gewisse Einarbeitungszeit und Tests, um den Nutzern das bestmöglichste Ergebnis bieten zu können.

Virtual_Reality_Showroom
Team_Goldberg

Warum und zu welchem Zweck nutzt die Goldberg Immobilien Gruppe Nord die VR?

In erster Linie nutzen wir die VR zur Vermarktung unserer Neubauimmobilien. Wenn die Immobilie noch nicht existiert oder sich im Anfangsstadium des Baus befindet, ist die VR natürlich das perfekte Mittel, um den Kunden die Immobilie mit Blick auf das Meer schon im Vorfeld zu präsentieren.

Es ist aber auch ein hilfreiches Tool, um die in der Planung befindlichen Immobilen mit den Investoren beziehungsweise Bauherren zu besprechen. Es ist viel einfacher mit einem Investor gemeinsam in der VR die geplante Immobilie zu begehen und Änderungen oder Wünsche zu besprechen als auf einem 2D-Grundriss.  Im Grunde ist es wie durch den Rohbau zu gehen – nur dass der Vorteil in der VR darin besteht, in der Planung noch diverse Änderungen vornehmen zu können.

Wo steht die VR in den nächsten Jahren?

Das kann natürlich keiner genau sagen. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich der Trend immer weiter auf die Virtual-, Augmented- und Mixed Reality konzentrieren wird. Firmen wie Facebook oder Google investieren Millionen in diese neuen Technologien und bringen diese natürlich stark voran. Die Software und Hardware wird immer besser, so dass sich noch realistischere VR-Erlebnisse erstellen lassen.

Allerdings ist die VR in der heutigen Zeit für die breite Masse eher ein Luxusartikel, da sich die Anschaffungskosten im mittleren vierstelligen Bereich befinden. Man benötigt grundlegend eine VR-Brille (HTC Vive oder Oculus Rift) und dazu noch einen leistungsstarken Computer, um ein latenzfreies VR-Erlebnis zu erhalten. Wir können aber davon ausgehen, da sich diese Technologie noch in den Puppenschuhen befindet, dass wir noch Großes erwarten dürfen.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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