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Vergütung beim EEG 2017 im Überblick

Vergütung Beim EEG 2017 Im Überblick

Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, ihre Energie selbst zu erzeugen oder sogar zu verkaufen. Viele nehmen auch bereits am Markt teil. Allenthalben hört man von großen Konzernen, dass sie bis zum Jahr X komplett klimaneutral werden möchten, aber auch für kleinere Betriebe ist das Thema interessant, da beispielsweise Solarenergie auch im kleineren Maßstab Vorteile bringt. Um in die Direktvermarktung von erneuerbarem Strom einzusteigen oder konkurrenzfähig zu bleiben, ist es daher unerlässlich, sich mit den Grundlagen des Erneuerbare Energien Gesetzes vertraut zu machen. Und da das EEG 2017 wieder novelliert wurde, schauen wir uns diese heute mal in einem Blogpost an.

EEG: Entstehungsgeschichte und Ziele

Das EEG existiert bereits seit dem Jahr 2000 und wurde seitdem nun fünf Mal novelliert. Bereits im Vorlauf wurden 1991 durch das Stromeinspeisungsgesetz Versorgungsunternehmen verpflichtet, Strom aus erneuerbaren Energien abzunehmen und zu vergüten. Nachdem Ende der 90er durch das Kyoto-Protokoll verbindliche Ziele zur Minderung der Treibhausgasemissionen in Deutschland festgelegt wurden, sollte es seit  April 2000 dafür sorgen, dass der Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland sich in 10 Jahren verdoppelt. Auch wurden Regeln zur vorrangigen Einleitung des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms festgelegt.

Besonders interessant am EEG ist für Unternehmen natürlich die Möglichkeit, sich die Einspeisung von Strom in das Netz vergüten zu lassen. In Bezug darauf hat sich mit dem EEG 2017 jedoch wieder ein bisschen was geändert. Die Grundzüge der Änderungen wollen wir kurz vorstellen.

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EEG 2017: Die Neuerungen bei den Vergütungsvarianten

Mit dem EEG 2017 soll der Wettbewerb beim Ausbau erneuerbare Energien weiter verstärkt werden. Unter anderem bedeutet das, dass mehr Anreize für Privatpersonen geschaffen wurden, beispielsweise durch eine Reduzierung der EEG-Umlage für Mieterstrommodelle, weitere Vorteile für Privatpersonen und die Einführung sogenannter „Bürgerenergiegesellschaften“. Außerdem wurden eine Ausschreibungspflicht für die Vergütung von Strom aus großen Wind-, Photovoltaik- und Biomasseanlagen eingeführt. Die drei Themenblöcke mit den wichtigsten Änderungen waren die Einspeisevergütung, die Direktvermarktung und die neuen Ausschreibungen.

Eine Einspeisevergütung wird vom Staat festgelegt und soll bestimmte Arten der Stromerzeugung fördern. Sie legt in Deutschland Mindestpreise für erneuerbare Energien fest, damit diese sich am Markt etablieren und behaupten können. Um die Betreiber von Anlagen dazu zu zwingen, regelmäßig effizienter zu produzieren, wird die Vergütung mit der Zeit jedoch abgesenkt. Im EEG wird die Differenz zwischen der Vergütung und den Einnahmen durch die EEG-Umlage auf die Stromverbraucher umgelegt.

Im Grunde gibt es nach dem EEG 2017 drei Vergütungsvarianten:

  • Die „normale“ Einspeisevergütung für kleine Anlagen
  • Die Direktvermarktung mit einer gleitenden Marktprämie
  • Die Teilnahme an Ausschreibung im Gebotswettbewerb um einen Förderbetrag

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Im neuen EEG wurde die Vergütung zum einen verringert, zum anderen gibt es festgesetzte Einspeisevergütungen nur noch für Anlagen mit einer installierten Leistung unter 100 kW. Alle Anlagen mit mehr Leistung unterliegen einer Direktvermarktungspflicht an der Börse und bekommen eine Vergütung in Form einer gleitenden Marktprämie. Anlagen über 750 kW müssen an den neuen Ausschreibungen teilnehmen und ihren Strom ebenfalls direkt vermarkten. Hier gibt es allerdings keine festgelegte Marktprämie mehr, sondern der Förderbetrag wird im Gebotswettbewerb ermittelt. Das funktioniert so, dass Anlagenbetreiber um die Erzeugung eines ausgeschriebenen Leistungsvolumens konkurrieren. Wer den geringsten Förderbetrag pro Kilowattstunde verlangt, bekommt den Zuschlag. Vollständig von Ausschreibungen ausgenommen sind allerdings bereits bestehende Anlagen und es gibt noch einige weitere Ausnahmen.

 

Weitere wichtige Änderungen

Das EEG 2017 ist ein komplexes Regelwerk und natürlich gibt es noch viele weitere bemerkenswerte Änderungen. Dazu zählt zum Beispiel, dass die Doppelbelastung von Stromspeichern durch die EEG-Umlage in vielen Fällen wegfällt und dass eine Regionale Grünstromkennzeichnung eingeführt wurde.

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Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

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