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Anstehen vermeiden durch Mobile Payment – Die Vapiano App

Anstehen Vermeiden Durch Mobile Payment – Die Vapiano App

Garnelen statt Scampi, Mäuse im Restaurant: Mit diesen Meldungen hatte Vapiano in den letzten Monaten zu kämpfen. Dabei blieb fast unbemerkt, dass das deutsche Unternehmen ein  innovatives Bezahlverfahren entwickelt hat: Mit der Vapiano App sollen die Chipkarte und die lästigen Warteschlangen – zumindest beim Bezahlen – der Vergangenheit angehören.

Vom Newcomer zum Innovations-Guru

Vapiano gibt es noch gar nicht so lang, erst 2002 wurde das Bonner Unternehmen ins Leben gerufen. Seitdem entwickelt sich der Systemgastronom stetig weiter. Für alle, die Vapiano nicht kennen: Es handelt sich dabei um ein italienisches Restaurant, in dem Pizza, Pasta und Salate sowie zahlreiche Nachspeisen und Kaffeespezialitäten konsumiert werden können. Das Lokal weist ein puristisches Design auf, ohne viel Schnick Schnack. Entworfen wurde das Konzept vom Stararchitekten Matteo Thun. Das Besondere am Vapiano-Konzept sind die offenen Kochstationen. Wie in einer Kantine stellen sich die Besucher bei der Pasta-, Pizza- oder Salatbar an und das Essen wird vor ihren Augen zubereitet.

Wenn die Pizza aus dem Ofen kommt, werden die Kunden per Vibrationsalarm darüber informiert und auch die Bezahlung war für 2002 bereits modern: Diese wurde mit Hilfe einer Chipkarte durchgeführt, die jeder Kunde bereits am Eingang erhalten hat. Alle konsumierten Produkte wurden auf dieser Chipkarte erfasst und erst beim Verlassen des Restaurants wurde der gesammelte Betrag der Chipkarte am Ausgang bezahlt. Nun soll sich das aber ändern. Statt einer Chipkarte soll ab sofort das Smartphone für die Zahlung genutzt werden.

Mit der App zur italienischen Mahlzeit

Mobile PaymentDie Chipkarte war zwar zu den Anfängen von Vapiano noch innovativ, jedoch sorgte diese vor allem zur Rush Hour oft für lange Schlangen an den Kassen. Immer häufiger beschwerten sich Kunden über die langen Anstehzeiten. Daher startete im Oktober 2015 ein Pilotprojekt im Fürther Flagship-Restaurant. Dort wurde anstatt der bekannten Chipkarte nun das Smartphone für die Zahlung benutzt. Die App sollte dabei die Wartezeit am Ausgang auf wenige Sekunden verkürzen. Früher konnte diese auch mal fünf Minuten betragen.

Als Vorbild für diese Technologie gilt Starbucks. Dort können Kunden in Deutschland bereits seit 2014 mobil bestellen und bezahlen. Besonders in Amerika ist das Konzept bereits sehr erfolgreich. Dort wird jede fünfte Bestellung mobil getätigt.

Wie funktioniert die Vapiano App?

Nach dem Herunterladen der Applikation und der Eingabe der Bankdaten wird bei einem Vapiano-Besuch ein QR-Code erzeugt, der im Eingangsbereich eingescannt wird, um sich so im Restaurant einzuchecken. Auch bei der Essensbestellung wird der Code gescannt – denn Anstehen müssen die Besucher immer noch. Schließlich machen die Kochstationen den größten Flair aus. Getränke sowie Desserts können jedoch mit der App direkt an den Tisch bestellt werden. Zum letzten Mal wird die App beim Verlassen des Restaurants gescannt und so der Bezahlvorgang ausgelöst. Dieser wird mit Hilfe des Fingerabdrucks oder Eingabe einer PIN bestätigt.

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https://www.youtube.com/watch?v=EAnyD-cXqec

Weitere Features und Neuerungen

Doch die Vapiano App kann natürlich noch mehr: Sie navigiert Sie zur nächstgelegenen Filiale, zeigt eine Übersicht über Ihre persönlichen Lieblingsgerichte sowie spezielle Angebote und News.

Des Weiteren sind Terminals und iPads in allen Filialen geplant, über die unter anderem auch Bestellungen von Gruppen aufgegeben werden können. So würden auch größere Gruppen Ihre Mahlzeiten gleichzeitig einnehmen können.

Im relativ neuen Flagship-Restaurant am Gänsemarkt in Hamburg gibt es außerdem auf den Tischen kostenlose Ladestationen für Smartphones. Diese Idee wurde auf Wunsch der Gäste umgesetzt und verhindert zukünftig auch, dass die mobile Bezahlung wegen eines leeren Akkus nicht durchgeführt werden kann.

Innovationen bringen Erfolg?

14 Jahre nach der Eröffnung kann Vapiano bereits 167 Restaurants in 31 Ländern und fünf Kontinenten aufweisen. Trotz einiger Skandale hat der Systemgastronom im letzten Jahr 400 Millionen Euro umgesetzt, 190,9 Millionen davon in Deutschland.

Doch nicht nur über diesen Umsatz können die Bonner sich freuen. Sie zählen außerdem nach Brand eins und dem Statistikportal Statista zu einem der drei innovativsten Unternehmen in der deutschen Gastronomieszene.

Wie sich dieser Status durch die neue Vapiano App verändert, wird sich zeigen, wenn alle Restaurants mit dieser Technologie arbeiten.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
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