Überspringen zu Hauptinhalt

Tipps für ein erfolgreiches Störungsmanagement

Tipps Für Ein Erfolgreiches Störungsmanagement

„Vorne gerührt brennt hinten nicht an“ – so lautet ein bekanntes hessisches Sprichwort. Vielleicht kennen Sie es nicht, aber die Botschaft ist eindeutig: Wer sich frühzeitig um seine Probleme kümmert, vermeidet später die große Katastrophe.

So ist es auch innerhalb des Produktionsprozess.

Störungen sind immer lästig und jedes Unternehmen hat einen hohen Anreiz, sie zu vermeiden. Die Folgen der Ausfälle reichen von Produktivitätsproblemen über entgangene Kosten bis hin zu Ausgaben für die Beseitigung des Defekts und den möglichen Imageschaden. Kleine Unregelmäßigkeiten können sich aufschaukeln und schwerwiegende Folgen haben.

Es lohnt also, in ein wirksames Störungsmanagement zu investieren.

Oberstes Ziel ist es dabei, Störungen so schnell wie möglich zu erkennen, angemessen zu reagieren und zu beheben. Langfristig sollten diese Störungen vermieden werden, weil die Ursache hoffentlich erkannt und beseitigt wurde. Im besten Fall werden Zusammenhänge aufgezeigt, damit Fehler weniger häufig vorkommen.

Leistungsvergütung

Gründe für Unregelmäßigkeiten im Produktionsablauf können sowohl eigens verschuldete Aspekte, Störungen im Produktionsprozess, aber auch solche in der Produktverwendung sein. Hier greift dann das Reklamationsmanagement. Diese Gründe allesamt zu berücksichtigen, ist eine große Herausforderung.

Eine große Unterstützung im Störungsmanagement können auch MES (Manufacturing Execution Systeme) sein. Viele dieser Systeme ermöglichen eine automatische Alarmfunktion bei Unregelmäßigkeiten oder starten selbstständig Eskalationsprozesse, die die Reduktionszeit bei Störungen drastisch reduzieren können. Beispielsweise sendet sich eine automatisch generierte SMS an den verantwortlichen Vorarbeiter, wenn die Temperatur eines Kessels überschritten wird. Viele Systeme können die Ursachen direkt analysieren und bieten einen Maßnahmenkatalog, der Ideen zur Abhilfe schafft.

Diese Form der kontinuierlichen Überwachung ist ganz im Rahmen von Lean Management, weil sie helfen, Verschwendung zu vermeiden und Prozesse schlank zu halten.

Die Phasen des Störungsmanagements: Gehen Sie es an!

Zunächst sollten Sie den Prozess stetig beobachten. Mögliche Indikatoren dabei können beispielsweise die Auslastung, Materialinformationen, Auftragsstati oder Mitarbeiterkapazitäten sein, auch Produktionskennziffern (z. B. Temperatur, Druck etc.) können eine Rolle spielen.

Lean Management

Diese Daten müssen gesammelt und erfasst werden. Das Auftreten der Störung sollten Sie so schnell wie möglich erkennen. Weicht eine der Einflussgrößen von der Norm ab, muss die Information an die richtigen Stellen kommuniziert werden. Ein genauer Plan, der die Verantwortlichkeiten klärt ist unverzichtbar.

Wer muss informiert werden? Vorarbeiter, Geschäftsführer, Schichtleiter?
Wann muss informiert werden? Wenn das Volumen unter 2 % fällt.
Wie wird derjenige informiert? Anruf, E-Mail, SMS

Nach dem Beheben der Störung beginnen die Analyse und die Dokumentation.

Alle Vorfälle bedürfen einer genauen Bewertung, denn nur so können systematische Fehler aufgedeckt werden. Ist immer das gleiche Papier verwendet worden, wenn die Druckmaschine den Ausfall hatte, oder trat das Problem immer kurz nach der Wartung auf? Über die Beurteilung lassen sich Maßnahmen erarbeiten, die zur Fehlervermeidung beitragen.

Verpassen Sie also nicht vorne zu rühren!

Wie Sie mit Störungen und Verfügbarkeitsschwankungen umgehen, erfahren Sie in unseren zahlreichen Veranstaltungen rund um das Thema Lean Management. In dem Seminar Glätten und Nivellieren in der Produktion.

In dieser Veranstaltung erarbeiten Sie selbst Lösungen für ein mehrstufiges Produktionssystem und lernen, u. a. wie Sie mit alltäglichen Schwierigkeiten z. B. Störungen und Verfügbarkeitsschwankungen umgehen. Profitieren Sie vom Praxisbericht und erfahren Sie, wie dort erfolgreich mit Heijunka gearbeitet wird.

Lean Erfolgstools

Lean-Erfolgstools: Ausgewählte Methoden für Ihren Erfolg

Gerade für Sie als Neu- und Quereinsteiger, aber auch für Unternehmen und Mitarbeiter, die Ihre Kenntnisse systematisch auffrischen möchten, haben wir einige nützliche Lean-Erfolgstools erläutert.
Jetzt kostenlos herunterladen!

Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

An den Anfang scrollen

Rückblick Production Systems 2019: Wie digitale Technologien und KI die Produktion verändern

Kommen Sie mit uns auf eine spannende Reise mit dem Rückblick zur Konferenz Production Systems 2019 und blicken Sie hinter die Kulissen von Vorreiter-Unternehmen, die den Sprung in die Moderne zu Industrie 4.0 bereits erfolgreich gemeistert haben.

Jetzt herunterladen!

Download: Rückblick Production Systems 2019