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Sicherer Weltraum durch Telerobotik?

Sicherer Weltraum Durch Telerobotik?

Roboter und künstliche Intelligenz sind heutzutage in aller Munde. Beinahe jeder diskutiert über die Vor- und Nachteile, vor allem für die Arbeitswelt: Werden wir Menschen bald durch diese neuen Technologien ersetzt? Wir wollen uns heute jedoch einem anderen Thema widmen: Der Telerobotik. Was das genau ist und wie diese Roboter es schaffen, Menschenleben im All zu schützen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Telerobotik und ihr Nutzen

Einfach ausgedrückt bezeichnet die Telerobotik eine Untergattung der Robotik, bei der Roboter aus der Distanz gesteuert werden können. Die Telerobotik wird unter anderem durch Technologien wie W-LAN, Internet, Bluetooth  oder das Deep Space Network ermöglicht. Vor allem in der Weltraumforschung bringt die Telerobotik viele Vorteile mit sich:

Die Risiken für Experten werden bei Arbeiten im Weltall minimiert

Die Reparaturkosten werden zudem drastisch gesenkt

Die Zuverlässigkeit und Präzision der Arbeit wird erhöht

Bereits seit über sechs Jahren ist die Weltraumrobotik ein wesentlicher Bestandteil der deutschen Raumfahrtstrategie. Sie wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) umgesetzt. Das DLR hat dafür eigens ein Robotik- und Mechatronik-Zentrum ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um eines der weltweit größten Forschungszentren für angewandte Automation und Robotik.

Intuitives und kraftvolles Arbeiten durch haptische Rückmeldung

Eine Besonderheit des DLR Ansatzes für die Telerobotik  ist die haptische Rückmeldung. Diese sorgt dafür, dass die menschlichen Bediener durch den Roboter die Umgebung spüren und beispielsweise eine Hand intuitiv steuern können. Durch diese haptische Rückmeldung sind somit Arbeiten wie kraftvolles Umlegen eines Schalthebels  sowie das feinfühlige Eindrehen von Schrauben möglich. Damit diese Ausführungen nicht so theoretisch bleiben, schauen wir uns doch einfach einmal ein konkretes Beispiel an:

Der für die DLR entwickelte Sigma 7

sigma-7
Sigma 7

Sigma 7 – arbeiten wie mit einer menschlichen Hand

Sigma 7 ist eine der am weitesten fortgeschrittenen haptischen Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Entwickelt wurde die Technologie von Force Dimension, einem privaten Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz. Durch Sigma 7 wird die eben thematisierte haptische Rückmeldung perfektioniert, denn der Roboterarm verfügt über sieben sogenannte „active degrees-of-freedom“.

Welche das sind, erfahren Sie in diesem Video:

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=igAOt1ch4d0

Der Roboter kann alle natürlichen Handbewegungen eines Menschen ausführen, dazu gehört auch das Greifen mit hoher Präzision. Sigma 7 ist das erste haptische System, welches sowohl eine hohe Festigkeit und Kraft als auch eine Leichtigkeit bei Bewegungen aufweist.

The sigma.7 is the embodiment of our most advanced 3D force sensing and actuation technology in a revolutionary master haptic device.

Patrick Helmer, CEO bei Force Dimension.

Lebensretter nicht nur im Weltall

Wie präzise die Arbeit mit Sigma 7 sein kann, wurde zunächst in der minimalinvasiven Chirurgie bewiesen. Chirurgen waren mit dem Roboter instinktiv in der Lage, chirurgische Instrumente akkurat zu führen und exakt zu der von ihnen gewünschten Stelle zu navigieren. Und nicht nur das: Sie fühlten in ihrer Hand, was die Roboterhand und sogar das Instrument berührte und spürte!

Dabei kann Sigma 7 von Rechts- und Linkshändern sowie beidhändig verwendet werden.

Sigma 7
Sigma 7
Sigma 7

Nicht nur Medizin und Weltraum profitieren von den Entwicklungen der Telerobotik. Diese Errungenschaft kann in Zukunft auch unser Leben mehr beeinflussen. Schließlich sind andere Technologien, die für das Weltall erschaffen worden sind, wie beispielsweise das Fernsehen sowie die Navigation mit Hilfe von Satelliten, heute für uns bereits alltäglich. Warum nicht auch die Telerobotik?

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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