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Sympathie vs. Antipathie – die Auswirkungen auf Ihren Führungsalltag

Sympathie Vs. Antipathie – Die Auswirkungen Auf Ihren Führungsalltag

Eine typische Alltagssituation auf dem Weg ins Büro: Sie treffen Ihren Kollegen Herrn Meier morgens im Fahrstuhl, freuen sich und plaudern gut gelaunt miteinander über das vergangene Wochenende. Auf dem Weg in den vierten Stock steigt Herr Huber hinzu – und die gute Laune verstummt scheinbar urplötzlich. Irgendwie können Sie sich mit ihm einfach nicht so gelöst unterhalten. Sie wünschen sich eigentlich nur noch, endlich in Ihrem Büro anzukommen. Aber woran liegt das?

Den einen Kollegen mögen wir mehr, den anderen weniger. Den Vorschlag des einen hören wir uns gern an, beim anderen hoffen wir, dass dieser endlich fertig gesprochen hat. Über den Witz des ersten Kollegen lachen wir ausgelassen – zu dem des anderen können wir nur den Kopf schütteln. Sind wir deshalb schlechte Menschen? Woher kommt es, dass wir für den einen Sympathie empfinden, für den anderen hingegen Antipathie? Was ist überhaupt der Unterschied? Und können Sie als Führungskraft trainieren, jedem Ihrer Mitarbeiter, Kollegen oder Vorgesetzten offen gegenüber zu treten, obwohl Ihnen der eine vielleicht sympathischer erscheint als der andere?

Sympathie und Antipathie leben in friedlicher Koexistenz

Es ist eigentlich kein großes Geheimnis, sondern liegt vielmehr in der Natur des Menschen: Es gibt einfach Personen, die mag man und andere, die man weniger mag. Dabei müssen letztere nicht einmal etwas falsch gemacht oder eine fiese Bemerkung geäußert haben. So richtig begründen, warum das so ist, können Sie aber vermutlich nicht immer.

Wie ist das andersherum? Welche Menschen mögen Sie als Person? Und welche Ihrer Bekannten, Mitarbeiter oder Kollegen mögen Sie eher weniger? Sicherlich ist Ihnen bewusst, dass nicht nur Ihnen nicht alle Personen, denen Sie begegnen, sympathisch erscheinen. Auch andere Menschen können ihrerseits nur wenig oder keine Sympathie für Sie empfinden.

Der erste Eindruck zählt

Ob wir Sympathie oder Antipathie für einen Menschen empfinden, entscheidet sich in den ersten Sekunden unseres Aufeinandertreffens – frei nach dem Motto „Der erste Eindruck zählt!“ Wenn die Chemie zwischen zwei Menschen von Anfang an stimmt, dann mag man sich gegenseitig. Um das zu merken, vergehen maximal drei bis fünf Sekunden und die Entscheidung fällt nicht etwa aufgrund gesprochener Worte, sondern allein als Reaktion auf Körpersprache und Tonfall. Wenn sich beide Seiten gegenseitig sympathisch finden, ist das die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Als Gegenteil zur Sympathie kann sich beim ersten Aufeinandertreffen auch direkt ein mulmiges, ja, vielleicht sogar schlechtes Gefühl einschleichen – und zwar auf beiden Seiten. Antipathie liegt vor. Die Zusammenarbeit wird sich dann sehr mühsam gestalten. Wenn beide Seiten so empfinden, kann man dem Ganzen vielleicht einfach aus dem Weg gehen – schließlich hat keine der beiden Seiten Interesse an einer tieferen Zusammenarbeit. Schwieriger wird es, wenn der eine Sympathie und der andere Antipathie empfindet – und wenn im beruflichen Alltag eine Zusammenarbeit zwingend erforderlich ist. Was nun?

Die professionelle Distanz löst den Konflikt zwischen Sympathie und Antipathie

Als Führungskraft sind Sie nicht immer frei darin, zu entscheiden, wen Sie mögen dürfen und mit wem Sie aufgrund dessen zusammenarbeiten wollen. Manchmal haben Sie bereits Personen im Team, die Sie weniger gerne haben – oder andersherum, die nicht so gern mit Ihnen arbeiten wollen. Dann können Sie diese Teammitglieder natürlich nicht einfach rausschmeißen, sondern müssen als Führungskraft mit gutem Beispiel vorangehen und eine gute Basis schaffen, auf der die Zusammenarbeit dennoch möglich ist.

Dieser diplomatische Weg zwischen den beiden Extremen der Sympathie und Antipathie lautet: Professionelle Distanz. Auch wenn Sympathie nicht von beiden Seiten besteht, können Sie als Führungskraft dafür sorgen, dass der Team Spirit nicht leidet und eben trotz antipathischer Gefühle eine Zusammenarbeit ermöglichen – schließlich sollte die Beziehung zu einem Ihrer Mitarbeiter nicht schuld daran sein, dass Ihr Team nicht die gewünschte Leistung erbringt oder die gesetzten Ziele nicht erreicht, oder?

Was sich genau hinter dem Begriff „professionelle Distanz“ verbirgt sowie weitere Details zur Sympathie und Antipathie erfahren Sie von unserem Management-Trainer Heinz-Josef Botthof im folgenden Video. Reinschauen lohnt sich!

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https://www.youtube.com/watch?v=GY-6AbTQLtc&t=

Heinz-Josef Botthof ist seit 1998 Leiter des Bereichs Management Training der msg treorbis GmbH in Hamburg. Er ist Experte für Führung und Projektmanagement und verfügt über langjährige Erfahrungen in der Entwicklung und Leitung von Management Trainings zu den Themen Führung, Projektmanagement, Change Management und Controlling.

Er ist zertifizierter Prozessberater (CBPP®: Certified Business Process Professional) und Mitglied der Organisatorengruppe (MdO). Seit 2018 ist er auch Zertifizierter Blended Learning Online Trainer.

Heinz-Josef Botthof

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Martina Große Bley

Ich bin bei Management Circle Teamleiterin für das Content Marketing und unter anderem für die Themen-Blogs Soft Skills, Projektmanagement und Handel verantwortlich. Mit abwechslungsreichen Artikeln, Interviews und Gastbeiträgen unserer Referenten informiere ich Sie über die neusten Entwicklungen und gebe Ihnen Tipps, um die eigenen Kompetenzen verbessern zu können. Ich freue mich auf den Wissensaustausch mit Ihnen!

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