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Stuttgart entwickelt sich: Das können wir von der IBA 2027 erwarten

Stuttgart Entwickelt Sich: Das Können Wir Von Der IBA 2027 Erwarten

Die Internationale Bauausstellung bietet für die Stadtregion Stuttgart die Chance, Neues auszuprobieren und einen Akzent für die Zukunft der Region zu setzen. Was uns genau erwartet und welche Schwerpunkte, Chancen und Herausforderungen die IBA 2027 StadtRegion Stuttgart bietet, verrät Intendant Andreas Hofer im Interview.

Andreas Hofer studierte Architektur an der ETH Zürich. Er ist seit Anfang 2018 Intendant der Internationalen Bauausstellung IBA 2027 StadtRegion Stuttgart. In Zürich war er Partner im Planungs- und Architekturbüro Archipel und engagierte sich für den genossenschaftlichen Wohnungsbau bei der Verbandsarbeit und als Berater. Aus dieser Tätigkeit entstanden die Genossenschaften Kraftwerk1 und „mehr als wohnen“. Andreas Hofer publiziert regelmäßig in verschiedenen Medien zu Architektur-, Städtebau- und Wohnungsfragen, begleitet Wohnbauprojekte als Jurymitglied in Wettbewerben und engagiert sich in der Lehre an Hochschulen.

Die Entwicklung Stuttgarts

Wie wird sich die Stadtregion Stuttgart weiterentwickeln?

Wie ging das nochmal? Wenn ich solche Fragen beantworten könnte, wäre ich nicht hier, sondern Millionär und würde irgendwo am Strand liegen. Spaß beiseite: Dass die Region Stuttgart immer noch stark industriell geprägt ist, macht sie natürlich von globalen technologischen Veränderungen abhängig und setzt sie unter einen enormen Konkurrenzdruck. Dass da alles glatt laufen wird, ist unwahrscheinlich. Auf der anderen Seite prägt sie diesen Wandel mit, verfügt über unglaublich leistungsfähige Netzwerke, viele kluge Menschen und eine gute Infrastruktur in Forschung und Lehre. Somit kann sie den Wandel auch gestalten. Das würde ich empfehlen. Diversität, Resilienz, noch mehr Forschung, Vernetzung, Originalität und ganz wichtig: Investitionen in Lebensqualität, sozialen Ausgleich und Bildung. Hier drängt insbesondere die Versorgung mit gutem, bezahlbarem Wohnraum.

Stuttgart

IBA 2027: Das erwartet uns

Wo werden die Schwerpunkte der IBA 2027 liegen?

Seit Mitte Oktober 2018 läuft der Projektaufruf für das sogenannte IBA-Netz. Hier versammeln sich unterschiedlichste Ideen, Projekte, Initiativen und Innovationen. Wir sind mit dem, was bis jetzt eingereicht wurde, sehr zufrieden. Parallel dazu ist ein breiter Dialog in Plenen und Foren in Gang gekommen. Mehrere hundert Menschen diskutieren über die drängenden Zukunftsthemen. Diesen Dialog weiterzuführen, Wissen zu vermitteln und zu vernetzen, ist Wert an sich. Konkret zeichnet sich ab, dass die IBA im Bereich integrierte Quartiere (Mobilität, Energie, Wohnen und Arbeiten), Bauen und Technologie (Leichtbau, Robotik, integrierte Planungsprozesse und Energiesysteme) sowie baukulturelle Innovation bei der Anpassung unserer Städte an Klimawandel und eine postfossile Gesellschaft ihre Schwerpunkte haben wird.

Mit der IBA Gestaltungshoheit zurückfordern

Welche Chancen bieten sich für die Region Stuttgart?

BauenEs bietet sich die Chance, dass Chancen erkannt und genutzt werden können. Die Baubranche ist träge und konservativ. Ein Format wie die IBA kann hier Räume öffnen. Wir sind begeistert, wie viel Lust, Neues zu tun, wir bisher entfachen konnten. Die IBA scheint zum richtigen Zeitpunkt zu kommen: Eine Phase des Übergangs mit vielen berechtigten Ängsten, die wir nur verscheuchen können, wenn wir Gestaltungshoheit zurückfordern. Gerade technologische Veränderungen müssen gesellschaftlich diskutiert und gestaltet werden. Der «Ausnahmezustand auf Zeit» einer IBA scheint ein gutes Gefäß.

Wo liegen die größten Herausforderungen?

Der Raum ist riesig, die Fragestellungen sind komplex und in der langen Vorbereitungszeit können politische und gesellschaftliche Dinge geschehen, die uns zurückwerfen oder zu Richtungsänderungen zwingen. Gleichzeitig will ich Konkretes und Gebautes zeigen, das im internationalen Diskurs wegweisend ist. Dass wir mutig gewohnte Denkmuster verlassen können, dass Fragen und Sorgen zu Ideen und schlussendlich gebauten Projekten führen, die von den Menschen in der Region mitgetragen werden, wird die größte Herausforderung sein.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
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