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Startups: Freund oder Feind der Assekuranz?

Startups: Freund Oder Feind Der Assekuranz?

Dass es bereits möglich ist, Fleisch und Organe mithilfe von additiven Fertigungstechnologien herzustellen, beweist, dass die Disruption auch vor dem Gesundheitswesen nicht Halt macht. die Versicherungsbranche, die sich lange Zeit in Sicherheit gewähnt hat, wird immer häufiger von sogenannten InsurTechs angegriffen.

Alle acht Jahre sprechen Versicherer mit ihren Kunden

AXA war, wie auch viele andere Versicherungsunternehmen, zunächst auf Sparkurs, da die Assekuranz in den vergangen Jahren nicht stieg. Genauer gesagt spare das französische Versicherungsunternehmen 300 Millionen Euro ein. Doch schnell wurde AXA klar, dass dies keine Lösung darstellen kann. Es war lediglich eine Strategie, um vergangene Fehler auszubügeln. InsurTechs und andere Startups traten immer häufiger in den Vordergrund, sodass AXA beschloss, einen anderen Weg einzuschlagen. Denn dieser traditionelle Konzern hatte im Gegensatz zu neuen InsurTechs kaum Kundenkontakt. Lediglich alle acht Jahre traten Versicherung und Kunde in der Vergangenheit in ein Gespräch.


InsurTechs

Diese 5 InsurTechs stellen die Versicherungsbranche auf den Kopf. Sie bieten Transparenz, keine unnötigen Papierhaufen, schnellen und effizienten Kundenservice sowie Rückzahlungen bei fehlendem Schaden. Können etablierte Versicherer da mithalten?


Sind Startups die Lösung?

Genau hier lag laut Dr. Johannes Dick der große Vorteil von Startups, die beinahe täglich über soziale Medien oder ähnliches in Kontakt treten können. Daher beschloss AXA Startups nicht zu bekämpfen, sondern mit ihnen zusammenzuarbeiten. Die Startups, mit denen AXA anfing zu kooperieren, kamen jedoch nicht wie vielleicht vermutet aus dem Versicherungsbereich. Dr. Johannes Dick und sein Team interessierten sich vielmehr für Kooperationen mit Unternehmen, die das Portfolio von AXA sinnvoll erweitern können. So ist das Versicherungsunternehmen unter anderem eine Partnerschaft mit RWE, der Polizei und auch der Mitfahrzentrale BlaBla-Car eingegangen.

Diese Zusammenarbeit bringe Vorteile sowohl für die Kunden als auch für die kooperierenden Unternehmen, so der Konzern. So werden Smart Home-Lösungen von RWE in Haushalte eingebaut und in dem Zuge die Hausratsversicherungs-Prämie des Kunden gesenkt, da beispielsweise das Risiko eines Wasserschadens durch die neue Technologie minimiert werden kann. AXA hat durch diese Vorgehensweise wieder einen regelmäßigen Kundenkontakt und bietet diesem zusätzlich Sicherheit, eine Prämienreduktion und Prävention.

Millionen Investitionen in junge Unternehmen

AXA investiert bis heute mehre Millionen in Startups. Und diese profitieren nicht nur von dem Geld, denn den Startups fehlt es häufig noch an Kundenvertrauen. Dieses werde durch die Kooperation mit AXA hingegen gesichert. Als Beispiel nannte Dr. Dick hierbei das Unternehmen Book a Tiger, bei dem persönliche Reinigungskräfte online gebucht werden können. Doch wer lässt schon gerne eine fremde Person allein in seine Wohnung? Durch die Haftpflichtversicherung von AXA können Kunden ohne Besorgnis das Berliner Startup nutzen – sie sind ja abgesichert.

Der Kunde steht im Fokus

digitaler KundenserviceBei AXA hat also ein Umdenken begonnen. Das Unternehmen setzt nicht mehr rein auf Assets, sondern auf Zugang. Doch das Wichtigste ist, dass nicht mehr das Produkt, sondern der Kunde jetzt im Fokus steht.

Ob das der Assekuranz hilft, im digitalen Zeitalter dauerhaft zu überleben, wird sich zeigen.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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