skip to Main Content

Social Media in Banken: Entwicklung einer Strategie (Teil 3)

Social Media In Banken: Entwicklung Einer Strategie (Teil 3)
Beitragsserien: Social Media in Banken

Um das Thema vorweg etwas einzugrenzen: Wir kümmern uns in diesem Artikel über Social Media Strategien für kleinere Banken oder einzelne Filialen. Für solche können Social Media wahre Wunder bewirken. Mögliche Nutzen haben wir ja schon im zweiten Teil der Artikelreihe herausgestellt. Tatsächlich ist es so, dass kleine und mittlere Unternehmen von Social Media Nutzung profitieren: So gaben in einer Studie der phaydon research + consulting bereits 2013 jeweils ungefähr 60 Prozent der befragten Unternehmen an, sie hätten mehr Kundenkontakte und einen höheren Bekanntheitsgrad, ein Drittel berief sich zudem auf eine Steigerung der Abverkäufe. Auf der Bankfiliale 2020 zeigten zudem einige unserer Gäste, dass auch ihre Filialen von einem Social-Media-Auftritt profitieren.

Für gute Ergebnisse braucht man eine ausgefeilte Strategie

Natürlich kommt man nicht „einfach so“ zum Erfolg. Wenn Sie Social Media einsetzen möchten, heißt es entweder „ganz“ oder „gar nicht“. Und um das Thema wirklich zu professionalisieren, kommen Sie im Vorfeld nicht über eine ausgefeilte Strategie herum. Wir führen nun erstmal Schritt für Schritt durch das Thema Strategieentwicklung.

Wichtige Aspekte der Strategieentwicklung:

  • Bestandsaufnahme
  • Sonderpunkt: Die Mitarbeiter ins Boot holen
  • Zieldefinition
  • Identifikation von Zielgruppen und Zielgruppenansprache
  • Definition von Themen und Kommunikationskanälen
Ideenmanagement

1. Bestandsaufnahme

In vielen solcher Leitfäden wird dieser Punkt vergessen: Bevor Sie eine Strategie entwickeln, ist es erstmal wichtig, eine Bestandsaufnahme zu machen. Diese umfasst eine Analyse Ihrer schon vorhandenen Kommunikationsinstrumente. Dazu gehören natürlich alle Arten der Werbung und Kundeninformation, also neben Postwürfen oder eine vielleicht schon vorhandenen Facebook-Seite zum Beispiel auch Veranstaltungen in der Filiale, Kundenstopper, Plakate, das Know-how und die für Marketing geplante Arbeitszeit Ihres Personals.

Wichtig ist zudem eine Betrachtung der Ziele, die Sie bisher im Marketing verfolgen. Welche Maßnahmen sollen die Markenbekanntheit steigern? Welche die Kundenbindung erhöhen? Mit welchen möchten Sie Neukunden gewinnen oder Leads generieren? Welche sollen das Recruiting neuer Mitarbeiter unterstützen?

2. Die Mitarbeiter ins Boot holen

Beim Punkt Personal- und Ressourcenplanung werden wir den Punkt nochmal genauer ansprechen. Wichtig ist aber schon bei der Bestandsaufnahme bzw. der losen Planung, die Mitarbeiter ins Boot zu holen. Denn zum einen kommt das Thema Online-Marketing wahrscheinlich nicht bei allen gleich gut an, zum anderen profitiert das Projekt Social Media enorm von einer starken Beteiligung der Mitarbeiter.

Vielfältige Belegschaft

Der demografische Wandel bringt Ihnen wahrscheinlich eine sehr vielfältige Belegschaft ins Haus. Unter Ihren Mitarbeiter werden welche sein, die richtig Lust auf das Thema haben und die Vorteile erkennen; es wird aber auch welche geben, die der gesamten Digitalisierung mit viel Skepsis gegenüberstehen.

Mitarbeiter einbinden bei Planung und Umsetzung

Dieser Punkt hat zwei Ziele: Sie können zum einen die Ressentiments der skeptischen Mitarbeiter ausräumen, zum anderen das Potenzial heben, das in den Ideen der begeisterten Mitarbeiter steckt. Es gibt gute Möglichkeiten, die Mitarbeiter in die gesamte Planung der Kanäle einzubeziehen. Zum Beispiel können Sie offene Projektgruppen ins Leben rufen, in denen hierarchiefrei gearbeitet wird. Ähnlich funktionieren Barcamps mit Workshops, in denen die Teilnehmer die Inhalte weitgehend selbst bestimmen.

Generation Z - Ausbildung

3. Zieldefinition

Bevor Sie Social Media einsetzen, müssen Sie wissen, warum. Viele Unternehmen legen sich Facebook-Seiten an, „weil da halt alle Unternehmen vertreten sind“. Das ist aber nicht zielführend; meistens führt es nur zu einer verwaisten Seite mit schlechten Inhalten und vereinzelten (unbeantworteten) Beschwerden von Kunden. Im Zweifelsfall ist das fürs Image sogar eher schädlich.

Machen Sie sich also von vornherein klar, welche Ziele Sie mit Social Media erreichen möchten. Einige Beispiele für Banken könnten sein:

  • Wir möchten mehr Besucher in den Filialen haben.
  • Wir möchten Neukunden-Leads generieren.
  • Wir möchten unsere Markenbekanntheit erhöhen.
  • Wir möchten unseren Service verbessern.
  • Wir möchten schneller oder passendere Mitarbeiter rekrutieren.
  • Wir möchten unser Image (ggf. bei einer bestimmten Zielgruppe) verbessern
  • usw.
McDonald's Ausbildungsstudie

4. Zielgruppen definieren

Nachdem Sie wissen, welche Ziele Sie erreichen möchten, sollten Sie auch wissen, wen Sie damit ansprechen. Die Frage nach der Zielgruppe ist essenziell für die Wahl der Kanäle (Hält sie sich dort auf?) und die Ausgestaltung von Inhalten und Ansprache (Was interessiert die Zielgruppen? Welche Umgangsformen haben sie?) Bei der Erarbeitung aller Kanäle und Kommunikationsstrategien sollten Sie die identifizierten Zielgruppen immer im Auge behalten.

Recherche und Definition von Kommunikationskanälen

Nachdem genaue Ziele definiert sind, können Sie sich auf die Suche nach den passenden Kommunikationskanälen machen. Natürlich sind die Wichtigsten davon mittlerweile hinlänglich bekannt. Ein eigener Blog, eine Facebook-Seite, ein Twitter-Account, vielleicht ein YouTube-Kanal – das haben viele Unternehmen. Zu Social Media gehören aber noch viel mehr Tools und Präsenzen, die alle ihren Sinn und Zweck haben.

Ständig aktualisiert gibt das Social Media Prism einen Überblick.

  • Es gibt Karriere- und Reputationsnetzwerke wie XING, LinkedIn
  • Instant Messaging Dienste, die gerade bei jüngeren Zielgruppen immer beliebter werden.
  • Bilder-Portale wie flickr, Pinterest
  • Location Based Services wie Bank- oder Geldautomatenfinder, Google Places, Yelp
  • Monitoring Tools wie Google Analytics oder hootsuite
  • und viel mehr!

Das Paket ist so groß, dass für alle möglichen Ziele etwas dabei ist. Natürlich wird sich der Großteil Ihrer Strategie dennoch auf die „üblichen Verdächtigen“ Netzwerke konzentrieren. Aber es gibt viele Tools, mit denen man diese Strategie flankieren kann. Sehen Sie uns im Übrigen nach, dass wir aus Platzgründen an dieser Stelle keine Beispiele für Anwendungsfälle entwickeln. Wenn Ihnen aber eine spezifische Frage auf der Zunge brennt, machen wir das gerne in einem gesonderten Artikel! Lassen Sie uns in dem Fall einfach einen Kommentar da.

Im nächsten Teil der Serie gehen wir dann auf den Aufbau von Social Media Kanälen ein.

Bilder: Beitragsbild: ra2 studio | de.fotolia.com, Matthias Enter | de.fotolia.com, Social Meida Prisma by ethority (CC BY-SA)

Rückblick Bankfiliale 2020

Rückblick Bankfiliale 2020

Die Zahl der Filialschließungen seit den 90er Jahren ist so dramatisch, dass immer wieder der Begriff des „Filialsterbens“ durch die Presse geistert. Ist die Bankfiliale überflüssig?
Jetzt kostenlos herunterladen!

Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top

Künstliche Intelligenz in der Finanzbranche - wie gelingt das?

Die Finanzbranche befindet sich im Umbruch und hat mit der Künstlichen Intelligenz ein neues Anwendungsfeld im Bereich der digitalen Transformation geschaffen. Wie können Sie Ihre Geschäftsprozesse optimieren?

Jetzt herunterladen!

Download: Künstliche Intelligenz in der Finanzbranche - wie gelingt das?

Social Media: So finden Sie die richtige Strategie!

Bauen Sie Ihre Social Media-Strategie erfolgreich auf. Laden Sie sich die Checkliste für Ihre Social Media-Strategie herunter und haben Sie alle wichtigen Punkt im Blick.

Jetzt mehr erfahren!

Download: Social Media - So finden Sie die richtige Strategie!