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Smarte Energie-IoT Lösungen – Entwicklung, Implementierung und Betrieb

Smarte Energie-IoT Lösungen – Entwicklung, Implementierung Und Betrieb

Erfahren Sie in diesem Gastbeitrag, welche Möglichkeiten es gibt, um dem langsamen Netzausbau als Energieunternehmen erfolgreich die Stirn zu bieten. Simon Poos hat uns einen Überblick zu dem Umbruch im Strommarkt gegeben und verraten, wie Sie die Digitalisierung mit intelligenter Vernetzung meistern.

Simon Poos arbeitet seit 1,5 Jahren bei gridX als Sales Manager und vertritt gridX bei öffentlichen Auftritten. Seine weiteren Aufgabengebiete sind das B2B-Projektmanagement und die Betreuung des Fachpartnernetzwerks. Seine Ausbildung erhielt er in den Studiengängen B.Sc. Environment and Energy und MBA Energie- und Ressourcenwirtschaft (Vertiefung Energie- und Ressourcenökonomik).

Simon Poos

Simon Poos

Stromversorgung: Seit Jahren im Umbruch

EnergiewendeSeit Jahren vollzieht sich ein Wandel im (nationalen) Strommarkt. 1989 begann die Liberalisierung des Strommarkts. Nach dem Atomunglück in Japan beschloss die deutsche Bundesregierung den Atomausstieg. Seitdem veränderte sich die Stromversorgungsstruktur deutlich. Verstärkt durch das zunehmende Umweltbewusstsein in Politik und Gesellschaft, setzt sich der Umbruch fort. Im ursprünglichen Strommarkt, mit zentraler Struktur, dienten hauptsächlich große fossile Kraftwerke als Stromquelle. Produktion und Nachfrage wurden analog gesteuert. Diese Struktur ist heute veraltet, im Vergleich zum gegenwärtigen Stand der Technologie ineffizient und ohne Zukunftspotential.

Der Strommarkt wird dezentral

Im aktuellen Strommarkt werden die analogen, zentralen und fossilen Strukturen bereits zunehmend erneuert. Das Wachstum der erneuerbaren Energiequellen und die zunehmende Nutzung von intelligenten Zählern und anderen digitalen Energie-Geräten schaffen einen neu strukturierten, digitalen und dezentralen Strommarkt. Der Anteil der erneuerbaren Energien steigt von Jahr zu Jahr. Die intelligente Integration der erneuerbaren Energieträger und die damit einhergehende Erzeugung, Sammlung und Verarbeitung von Erzeugungs- und Verbrauchsdaten optimieren die Effizienz und gewährleisten die Versorgungssicherheit mit Energie.

Prognose gut aber Netzausbau hinkt hinterher

Energiewirtschaft

Im Jahr 2017 lag der Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen am gesamten Bruttostromverbrauch in Deutschland bereits bei 36,2 Prozent.

Bis zum Jahr 2050 wird ein Anteil von 80 Prozent der Stromerzeugung durch erneuerbare Energieträger am deutschen Brutostromverbrauch angestrebt. Doch bereits heutzutage hält der Netzausbau nicht mit dem Ausbau der erneuerbaren Energieträger Schritt. Dies führt zu vermehrten Eingriffen in die Stromproduktion durch die Netzbetreiber. Diese Redispatchmaßnahmen führen zu Mehrkosten, die auf die Steuerzahler umgelegt werden.Um diese Redispatchmaßnahmen zu reduzieren, erfolgt unter anderem die Nutzung der erzeugten Energie vor Ort. Dies benötigt einen vollständig digitalen und dezentralen Strommarkt. 

Vernetzung ist die Zukunft

Durch IoT-Geräte werden Erzeugungsquellen und Verbraucher miteinander vernetzt. Die daraus resultierende Erfassung und Weiterverarbeitung von Verbrauchs- und Erzeugungsdaten wird zukünftig ein integraler Bestandteil der Energiewirtschaft sein. Die Energie wird dezentral erzeugt und verbraucht.  Schwankungen im Stromnetz werden durch intelligente Energiemanagementsysteme aufgefangen.

Bereits 2020 werden voraussichtlich 20,4 Milliarden IoT-Geräte weltweit integriert sein. In Zukunft ist mit einer noch deutlich höheren Zahl zu rechnen.

Die Möglichkeiten, die sich aus der Datenerfassung für Netzbetreiber, Automobilhersteller und OEMs durch die IoT-Gateways ergeben, sind sehr vielfältig. Millionen von Energiedaten werden generiert und können dabei helfen, Fehler und Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Wartungsarbeiten werden erleichtert und Wartungsintervalle auf den tatsächlichen Zustand der Produkte angepasst. Flexible Reaktionen auf Ungleichgewichte im Netz sind möglich. Netzengpässe werden entlastet und der Bedarf an neuen Geschäftsmodellen, zum Beispiel Flexibilitätsvermarktung und Peer-to-Peer Energiehandel, kann schneller erfasst werden.

EnergieverbrauchOft benötigt die Entwicklung und Einführung eines IoT-Dienstes mehr als 90 Prozent des aufgewendeten Arbeits- und Personaleinsatzes für die Grundlagenentwicklung. Die Agilität und Kreativität von Startups ermöglichen eine schnelle und individualisierte Implementierung dieser IoT-Dienste in das Portfolio von etablierten Unternehmen. Es bildet sich eine Symbiose aus Knowhow und überregionaler Reichweite, die auf die Endkundenwünsche eingeht und Forschungs-/Entwicklungskosten bei den etablierten Unternehmen einspart. Mit innovativen Lösungen dient gridX vielen Energieversorgern und Technologieunternehmen als großer Wegbereiter, um den zukünftigen Strommarkt zu meistern, Kundenbedürfnisse zu bedienen und die damit verbundenen Potenziale effizient auszuschöpfen.

Smarte Lösungen helfen, die Digitalisierung zu meistern

GridX bietet drei verschiedene IoT-Lösungen als Whitelabel Produkt für Energieversorger und andere Großunternehmen in der Energiebranche an. Diese sollen den Unternehmen helfen, die Digitalisierung und Dezentralisierung des Strommarktes zu meistern und die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen. Independent Homes, Smart Charging und Microgrids bieten neue Geschäftsmodelle, die das Produktportfolio der anbietenden Unternehmen erweitern. Die Schlüsseltechnologie für diese Energiemanagementlösungen ist die gridBox. Dabei handelt es sich um ein IoT-Gateway mit hauseigener Hardware, Software und Cloud. Mit diesem Gateway werden alle dezentralen Energiegeräte auf der gridX-Plattform verbunden und ermöglichen Endkunden und etablierten Unternehmen eine übersichtliche und benutzerfreundliche Darstellung und Steuerung der Energieflüsse.

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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