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Smart City – Das Stadtkonzept von Morgen

Smart City – Das Stadtkonzept Von Morgen
Beitragsserien: Smart City

Bereits jetzt leben schon über 50 Prozent der Weltbevölkerung in einem urbanen Umfeld. Experten schätzen, dass sich dieser Wert bis 2050 auf 70 Prozent erhöhen wird. Städte sind verantwortlich für einen Großteil der Treibhausgase und auch der Energieverbrauch in urbanen Zentren ist so hoch wie fast nirgendwo sonst. Aus diesem Grund wollen sich viele Städte zu einer Smart City transformieren. Eine allgemein anerkannte Definition zu diesem Begriff gibt es bislang aber noch nicht. Was sind also diese Smart Citys und was können sie leisten?

Smart City = Maximale Lebensqualität bei minimalem Ressourcenverbrauch

Der Begriff der Smart City wird oft im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit diskutiert. Dr. Peter Richner, Departementsleiter der EMPA, definiert die smarte Stadt wie folgt:

Intelligent muss in diesem Fall nicht unbedingt mit IT gleichgesetzt werden. Die Bereiche, in denen eine nachhaltige Veränderung anhand von Innovationen stattfinden soll, sind nämlich

  • In der Wirtschaft
  • In der Gesellschaft
  • Auf Regierungsebene
  • In der Mobilität
  • In der Umwelt
  • In der Energie
  • Beim Wohnen

Die Smart City schließt damit auch nicht-technische Innovationen mit ein, solange diese zu einem besseren und nachhaltigeren Leben im urbanen Umfeld beitragen. Dazu gehören beispielsweise das Konzept des Teilens – die sogenannte Share Economy – und auch eine Bürgerbeteiligung bei Großbauprojekten.

Was kann eine Smart City leisten?

Eine Smart City kann vieles leisten. So können intelligente Leitsysteme den Verkehr regeln. Außerdem können Energieinformationsnetze Energie transportieren und im besten Fall den Verbrauch sogar gleichzeitig reduzieren. Und das alles durch die Überwachung des Datenflusses. Mit Hilfe von smarten Informations- und Kommunikationstechnologien könnten in Zukunft alle wichtigen Bereiche wie Gesundheit, Wohnen, Verkehr, Verwaltung sowie Bildung und Kultur vernetzt und kontrolliert werden. Smart Citys können aber nur nachhaltig sein und ihr großes Ziel erreichen, wenn sie gezielt Technologien auswählen, die zu sozialen und ökologischen Zielen beitragen – oder diese zumindest nicht behindern.

Natürlich kann eine Smart City auch etwas für die Umwelt und die Gesellschaft leisten. So hat sich Wien zum Beispiel vorgenommen, bis 2030 den motorisierten Individualverkehr von derzeit 28 auf 15 Prozent zu senken. Bis 2050 sollen auch nur Autos mit alternativen Antriebstechnologien innerhalb der Stadtgrenzen fahren. Auch das Zusammenleben der einzelnen Gruppen und der Zugang zu medizinischer Versorgung sollen verbessert werden.

Ist eine Smart City die richtige Lösung?

Immer mehr Städte in deutschsprachigen und auch internationalen Ländern orientieren sich an dem Konzept der „klugen Stadt“. Doch es gibt auch kritische Stimmen zu diesem Thema. Es sind vor allem große Firmen, die dieses Konzept seit Jahren vorantreiben. Kritiker befürchten, dass Unternehmen das Label der Smart City lediglich ausnutzen, um ihre Produkte besser zu verkaufen. Kritisiert wird auch, dass es keine einheitliche Lösung für alle Städte gibt. Für jede Stadt müssen ein neues Konzept und neue Ziele entworfen werden. Das größte Problem der Smart City ist allerdings die Datensicherheit. Wo werden all die Daten der smarten Stadt gespeichert und wer hat Zugriff auf diese Daten?

Bildnachweis: Fotolia/Sergey Nivens

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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