Ist Ihr Gebäude ein Smart Home oder gar schon ein Smart Building?

Smart City

Unsere Welt wird immer smarter, wir lesen beinahe täglich von smarten Gebäuden, smarten Quartieren oder gar smarten Städten. Doch wo genau liegt der Unterschied zwischen einem Smart Home und einem Smart Building und welche Vorteile haben diese vernetzten Gebäude? Wir werfen einen Blick auf die Zukunft der smarten Immobilie und zeigen Ihnen dabei das wohl intelligenteste Gebäude Europas.

Smart Home oder Smart Building?

Die Grenzen der Definitionen eines Smart Homes und eines Smart Buildings verschwimmen immer mehr. Gemeinhin wird unter einem Smart Home das vernetzte Eigenheim verstanden, während das Smart Building die Automation in Zweckgebäuden darstellt.

Ein wichtiges Unterscheidungskriterium bildet hierbei der Datenschutz. Das vernetzte Zuhause sieht sich mit beinahe keinen rechtlichen Hürden konfrontiert, da hier – freiwillig – ganz andere Daten erhoben und gespeichert werden als dies bei Zweckgebäuden der Fall ist. Daher ist die Datenerhebung in beispielsweise Bürogebäuden rechtfertigungsbedürftig.

Smart Home – eine Definition

Bild von Tablet-Anwendung zur Steuerung eines Smart HomesIn einem smarten Zuhause werden klassische Funktionen einer Wohnimmobilie wie Licht und Heizung automatisiert. Aber auch Geräte aus den Bereichen Multimedia oder Haushalt können mit einem mobilen Gerät gesteuert werden. Amazon Alexa und Google Home beweisen zudem, wie das smarte Haus per Spracherkennung geführt werden kann.

Was ist ein Smart Building?

Mit einem Smart Building werden intelligente und vernetzte Zweckgebäude wie Büroimmobilien, Einkaufszentren, Logistikimmobilien oder gar Flughäfen charakterisiert. Hierbei spielen vor allem die Sicherheit und die Optimierung des Energiehaushalts eine große Rolle, da somit Betriebskosten gesenkt werden können.

Wir konzentrieren uns in diesem Beitrag auf das Smart Building, das smarte Zuhause werden wir demnächst für Sie näher beleuchten!

Was kann ein Smart Building?

Smarte Gebäude – sei es jetzt eine Wohn- oder Büroimmobilie – denken voraus und entlasten die Nutzer bei anspruchslosen Aufgaben, da sie über die Vorlieben und Gewohnheiten Bescheid wissen. Soweit der einfache Nutzen eines Smart Buildings.

Das smarte Büro nutzt Sensoren und  Mikrochips, um die Daten der Gebäudenutzer zu erfassen und zu verarbeiten. Somit erfolgt der Betrieb des Gebäudes – oder zumindest große Teile davon – automatisch. So können die Heizung, Klimaanlage, das Licht und viele weitere Systeme kontrolliert und effizient eingesetzt werden.

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Das smarteste Gebäude Europas

Um diesen eher theoretischen Ausführungen ein bisschen Leben einzuhauchen, betrachten wir das wohl smarteste Gebäude Europas: The Edge in Amsterdam, das sich mit den Titeln „Das nachhaltigste Bürogebäude der Welt“, „Die höchste BREEAM-Auszeichnung aller Zeiten“ und „Smartest Building in the World“ schmückt. Das von OVG Real Estate für Deloitte entwickelte  Gebäude wurde 2015 eröffnet und ist seitdem ein Vorbild für zukünftige Smart Building Projekte.

Das macht The Edge so besonders

Moderne Arbeitswelt

Da Home Office und andere Möglichkeiten in Bezug auf die flexible Gestaltung des Arbeitsortes immer beliebter werden, stehen viele Büroimmobilien zu 50 Prozent leer – und das in Top-Lagen der Metropolen. Daher ist das Konzept von The Edge ein ganz anderes – aber unseren Blog-Lesern nicht unbekannt: Der feste Schreibtisch gehört der Vergangenheit an, sodass jeder Mitarbeiter frei entscheiden kann, ob er im Großraumbüro, am Stehpult oder in einem gemütlichen Atrium arbeiten möchte.

Hightech in Amsterdam

28.000 Sensoren wurden in das smarte Bürogebäude in Amsterdam verbaut. Diese erfassen die Raumtemperatur und –feuchte genauso wie die Präsenz und Nutzung der Mitarbeiter. Außerdem melden sich die Kaffeemaschinen und die Badezimmer von The Edge, wenn sie Nachschub benötigen oder eine Störung vorliegt.

Energieeffizienz hoch zehn!

In 130 Metern Tiefe befindet sich ein thermischer Aquiferspeicher, der ausreichend Energie liefert, sodass mit anderen energetischen Maßnahmen im Gebäude mehr Energie produziert als verbraucht wird. Daher hat The Edge einen einmaligen BREEAM-Nachhaltigkeitswert von 98,36 Prozent erhalten.

Nachhaltigkeit pur

Auch das Regenwasser wird im smarten Gebäude gesammelt und für die Bewässerung der Pflanzen sowie die Spülung der Toiletten verwendet. Außerdem wurde auf dem Dach der Büroimmobilie ein Zuhause für Bienen, Vögel, Insekten und Fledermäuse geschaffen.

 

Nach dem großen Erfolg von The Edge in Amsterdam plant OVG auch in Deutschland ein Smart Building zu realisieren. Das Grand Central in Berlin soll zum intelligentesten Gebäude in ganz Europa avancieren.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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