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Single-Wohnungen attraktiv gestalten: Gemeinsam statt einsam

Single-Wohnungen Attraktiv Gestalten: Gemeinsam Statt Einsam

Immer mehr Menschen ziehen in die Städte anstatt aufs Land. In der Stadt ist der Mensch mobiler, vernetzter, schneller und unabhängiger. Doch mit dem Wandel, dass immer mehr Menschen in Städte ziehen, steigt auch die Anzahl der Einpersonenhaushalte. Die Zahl der Einpersonenhaushalte wird nach einer neuen Vorausberechnung von 17,3 Millionen im Jahr 2018 auf 19,3 Millionen im Jahr 2040 steigen. Damit werden 24 Prozent aller in Privathaushalten lebenden Menschen allein wohnen, so das Statistische Bundesamt. Demnach wird 2040 voraussichtlich jeder vierte Mensch in Deutschland allein wohnen. Dabei sind vor allem die um die 30-Jährigen und die über 80-Jährigen betroffen, die in Single-Wohnungen leben. Aber woran liegt das?

Warum immer mehr Single-Wohnungen gebraucht werden

Eine Ursache ist der demographische Wandel in Deutschland. Menschen haben eine längere Lebenserwartung, auch durch den Fortschritt der Medizin. Zum anderem ist die jüngere Generation nicht mehr an etwas gebunden ist, die Wörter Freiheit, Individualismus und Selbstverwirklichung werden heutzutage großgeschrieben. Ebenfalls sind sie ortsunabhängig und ihre Erwartungshaltung ist eine andere wie die der Generationen davor. So wird die „klassische Familie“, zwei Erwachsene Personen mit Kindern, in Deutschland zum Auslaufmodell.

So lässt sich Gemeinschaft fördern:

Mehr Singles und Senioren führen zu neuen sozialen Herausforderungen. Der Mensch ist ein Wesen, welches durch seine Emotionen und Gefühle geleitet wird. Er wächst in einem sozialen Umfeld auf und schon als neugeborenes Menschenkind wird klar, der Mensch ist auf umfassende Fürsorge seiner Sozialpartner angewiesen, um leben und sich entwickeln zu können. „Gute Beziehungen machen uns glücklicher und gesünder.“, so Robert Waldinger, Professor für Psychologie an der Harvard Universität, der lange Jahre dazu geforscht hat. Um Menschen das Gefühl der Gesellschaft und Gemeinschaft zu geben, sind ökologisch nachhaltige und soziale Innovationen gefragt. Co-Gardening, generationsübergreifendes Wohnen, Adaptives Habitat, Seniorendörfer oder auch das Modell des Co-Livings  stehen hier im Vordergrund. Sharing is Caring heißt es heutzutage und dabei liegt der Fokus auf der Gemeinschaft – auch bei Single-Wohnungen.

Generationsübergreifend leben in Single-Wohnungen

Diese Sharing-Angebote unterstützen die Gemeinschaft:

Co-Gardening ist eine Form der Gartengemeinschaft. Hier wird gemeinschaftlich der Garten gehegt und gepflegt. Der Trend geht immer mehr in Richtung Urban Gardening, auch auf den Dächern der Städte. Es geht dabei in erster Linie um dass Pflanzen und Ernten, um Selbstversorgung und frisches Gemüse. Aber auch gleichzeitig darum, etwas Zweckvolles zu tun, gemeinschaftlich und nicht zuletzt für einen selbst.

Generationsübergreifendes Wohnen ist ein Exempel für das Zusammenwohnen von Menschen. Es ist ein integratives Modell, welches die zwischenmenschlichen Beziehungen fördert. Für viele Senioren und Seniorinnen ist die Vorstellung einer stationären Pflegeeinrichtung nicht akzeptabel. Sie wollen mitten in der Gesellschaft leben und nicht außen vor. Generationsübergreifendes Wohnen mit jungen und alten Menschen, gibt vor allem Senioren und Seniorinnen die Möglichkeit der Akzeptanz, Gemeinschaft und Zuneigung. Das Motto hierbei ist: Gemeinsam statt einsam. In diesen Wohnprojekten wohnen und leben Menschen unter einem Dach, jeder in seiner Wohnung mit eigener Haushaltsführung, dennoch gemeinsam mit gemeinschaftlichen Räumlichkeiten, wie eine gemeinschaftliche Küche, in der zusammen gekocht wird.

Adaptive Habitats, auch Modulhäuser genannt, beschäftigen sich mit der Umnutzung von Gebäuden. Es ist die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Raumsituationen wählen zu können. Bewegliche Decken- und Wandelemente, verschiedene Möblierungsarten und Falttüren werden angepasst und können umfunktioniert werden. So kann aus einem Kinderzimmer schnell ein Arbeitsraum oder umgekehrt werden. Dies ist insbesondere für kleine Wohneinheiten geeignet. Bewohner können ihre Wohnung aktuellen Bedürfnissen anpassen und praktisch ein Leben lang in ihr wohnen.

Eine weitere Idee sind die sogenannten Seniorendörfer. Hier haben ältere Menschen die Möglichkeit ihre Selbstständigkeit, Lebensqualität, Selbstbestimmung und Individualität auch im Alter zu erhalten. Meistens werden diese Dörfer ortsnah errichtet, wie das Seniorenheim der Gemeinde Dörzbach in Baden-Württemberg, welches nur wenige Gehminuten vom Ortskern entfernt ist. So kommen ältere Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen in der Pflege an einem Ort zusammen und bleiben durch die zentrale Lage im Ort in die Gesellschaft der Stadt und der Gemeinde integriert.

Die Immobilienbranche muss sich auch mit den Möglichkeiten von Single-Wohnungen auseinandersetzen

Die Immobilienbranche muss sich in Zukunft mit ihren Zielgruppen weiter auseinandersetzen, diese analysieren und dabei den jungen als auch den alten Menschen eine attraktive Wohnmöglichkeit bieten. Der Fokus sollte auch bei Single-Wohnungen auf der Gemeinschaft liegen.

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Katharina Meischen

Ich bin Auszubildende bei Management Circle und derzeit in der Abteilung Marketing eingeteilt. Ich freue mich Sie mit hilfreichen Tipps und spannenden News informieren zu können.

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