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Sich täglich neu erfinden mit Training Within Industry

Sich Täglich Neu Erfinden Mit Training Within Industry

Motivation der Mitarbeiter, die Fähigkeiten der Führungskraft und die Strukturen im Unternehmen. Für den Erfolg von Lean Management gibt es zahlreiche Einflussfaktoren, die in Einklang gebracht werden müssen. Training Within Industry ist ein Konzept, mit der diese täglichen Herausforderungen gemeistert werden können.

Carla Latijnhouwers ist seit 2013 Co-Gründer und zertifizierte TWI Trainerin vom TWI Institut Deutschland GmbH. Ihre Vision ist es, TWI (Training within Industry) in Organisationen zu integrieren, damit diese Organisationen in der Lage sind, Wissen und Kreativität aller Mitarbeiter ständig zu verwenden und so erfolgreich zu sein. Nach ihrem Abschluss in Operationeller Technik (FH) studierte sie berufsbegleitend Organisation und Management. Sie war in der Instandhaltung tätig und kam in Kontakt mit Kontinuierlicher Verbesserung. Seit 2001 ist sie als Berater für verschiedene Unternehmen in den Niederlanden und seit 2008 in Deutschland tätig und unterstützt sie bei deren Entwicklung Kontinuierliche Verbesserungen umzusetzen. Dabei ist sie zu der Erkenntnis gekommen, dass TWI substantiell dazu beiträgt, Kontinuierliche Verbesserungen nachhaltig im Unternehmen zu integrieren.

Carla Latijnhouwers

Carla Latijnhouwers

Jeden Tag die Kreativität und das Wissen jedes Mitarbeiters einzusetzen, um gemeinsam besser zu werden, inwiefern ist das eine Utopie?

Bei vielen Unternehmen, in welchen Lean Management implementiert wurde, machte man die Erfahrung, dass Lean nicht nur einzelne Werkzeuge sind, um Prozesse zu verbessern, sondern dass es die Mitarbeiter befähigt, ihre Arbeit zu verbessern. Wie dies tagtäglich von allen Mitarbeitern mitgestaltet werden soll, ist für viele Unternehmen noch eine ungeklärte Frage.

KATA-CoachingTraining Within Industry (TWI) kann in der Beantwortung dieser Frage eine Rolle spielen, da es die Basisfähigkeiten eines Vorgesetzten entwickelt, damit dieser seine Herausforderungen jeden Tag aufs Neue bewältigen kann. So kann er Mitarbeitern helfen ihre Arbeit zu erledigen und zu verbessern.

Ein direkter Vorgesetzter ist der Knackpunkt der Herausforderung. Peter Drucker beschrieb es in seinem Buch Management (1973) so: „Keine Organisation kann gut funktionieren, wenn die Führungsebene nicht funktioniert”. Und besonders, wenn wir den Anspruch haben jeden Tag ein bisschen besser zu machen und jeden Tag zu lernen, besonders dann brauchen wir die Führungsebenen. Besser gesagt, die direkten Vorgesetzten, da diese direkt mit den Mitarbeitern in Verbindung stehen.

Motivation wird hauptsächlich durch 2 Dinge bestimmt:

durch bedeutungsvolle Arbeit
durch gute positive Beziehungen innerhalb der Arbeit

Durch positive Ziele des Unternehmens können also Mitarbeiter sich positiv mit ihrer Arbeit verbinden und so motiviert arbeiten. Dieses wird durch die Führung gestaltet, ebenso wie die Führungskräfte einen großen Einfluss auf die Stärke der Beziehungen mit ihren Mitarbeitern und im Team haben. Für beide Bereiche sind deswegen die direkten Vorgesetzten ein kritischer Bestandteil, um Mitarbeiter motiviert zu halten. Die direkten Vorgesetzten sollten deswegen in die Lage gebracht werden, diese Rolle zu erfüllen.

Training Within Industry war schon von Anfang an bei der Lean-Entwicklung dabei. Schon bevor es bei Toyota Basisbestandteil der Mitarbeiterentwicklung war, war es in den USA ein erprobtes Programm, um Führungskräfte zu befähigen ihre Aufgaben zu bewältigen. Und in den letzten 70 Jahren hat sich daran nicht viel geändert. Es ist nur unauffällig gewesen, da wir uns bei Toyota zu viel auf Methode und Werkzeuge konzentriert haben. TWI kennt die 3 Basisprogramme: Job Relations, Job Instruction und Job Methods. In allen Programmteilen steht der direkte Vorgesetzte im Fokus. Das Ziel von TWI ist, die Fähigkeiten dieser Vorgesetzten zu stärken.

Generell soll jede Führungskraft folgende Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen:

Kenntnisse und Fähigkeiten
Bildquelle: TWI Institut Deutschland GmbH

Das Fachwissen und die Kenntnisse über Verantwortlichkeiten können nur innerhalb des eigenen Unternehmens gelernt werden.

Die drei Fähigkeiten Führen, Unterweisen und Verbessern können generell angelernt werden. Die drei TWI Standardprogramme (1.Job Relations: Mitarbeiter führen, 2. Job Instruction: Mitarbeiter unterweisen und 3. Job Methods: Methoden verbessern) helfen Supervisors diese Fähigkeiten zu lernen.

Oft werden Führungskräfte mit ihren Problemen alleine gelassen und bekommenLean Management zusätzlich „Lean-Aufgaben“ nebenbei aufgetragen. Somit wird Lean und das Tagesgeschäft voneinander getrennt und es entstehen Probleme. Verbesserungen werden oft nicht akzeptiert oder nicht gut weitergegeben und dadurch sind die Verbesserungen nicht nachhaltig. Und diese Vorgesetzten können nicht alle bedienen: Lean-Projekt für das Management machen und in der Zwischenzeit ihre Mitarbeiter zufriedenstellen. Deswegen fängt es bei TWI mit der Basis an.

Zuerst sollten Führungskräfte in die Lage gebracht werden, ihre Mitarbeiter gut zu unterweisen. Dabei lernen sie vorhandene und neue Mitarbeiter an und dadurch entsteht eine stabile Basis für Verbesserung. Denn Weitergeben von Fähigkeiten ist nicht nur auf den Vorgesetzten beschränkt. Auch Mitarbeiter können in die Lage gebracht werden, ihre Kollegen auszubilden. Job Instruction kann sie dabei unterstützen die Fähigkeit zu erlernen, Mitarbeiter gut und gewissenhaft zu unterweisen. Aber der direkte Vorgesetzte hat dennoch die Verantwortung und soll Möglichkeiten schaffen Mitarbeiter zu schulen. Auch soll seine Beziehung mit den einzelnen Mitarbeitern so sein, dass die Mitarbeiter gern die übertragenen Aufgaben erledigen, weil sie es selbst so wollen. Dies wird auch „gute Führung“ genannt.

Die Führungskraft soll ihre Mitarbeiter als Individuum behandeln, damit er dem Mitarbeiter individuell entgegenkommt. Um diese Beziehung zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiter stark zu halten sind ehrliches und zeitnahes Feedback wichtig. Außerdem sollen Führungskräfte Mitarbeiter im Vorfeld über die Veränderungen informieren und sie dort einsetzen, wo es für den Mitarbeiter gut ist. Nur durch diese guten Verhaltensregeln wird der Vorgesetzte in der Lage sein, die Mitarbeit von seinen Mitarbeitern zu bekommen. Deswegen ist es wichtig, dass Vorgesetzte sehr pragmatisch und realistisch hieran arbeiten und bei Problemen reflektieren können, wie sie diese am besten lösen können. Erst wenn der Vorgesetzte und das Unternehmen in der Lage sind, die Stabilität einer starken Mannschaft (die richtige Fähigkeiten und Motivation) zu erlangen, ist es sinnvoll, die bisherige Vorgehensweise zu verbessern. Job Methods bringt dann den Vorgesetzten in die Lage, zusammen mit seinen Mitarbeitern Verbesserungsideen in die bisherige Vorgehensweise einzubringen. Hierbei lernt der Vorgesetzte nicht die Ideen beizutragen, aber er lernt die richtigen Details vor Ort anzuschauen und Fragen zu stellen, damit die Ideen vor Ort entstehen können. Somit ist eine gute und tagtägliche Basis für Lean geschaffen.

Job Methods
Bildquelle: TWI Institut Deutschland GmbH

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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