5 Shopfloor- Kennzahlen, die Ihre Prozesse messbar machen

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Chefs zum Sehen und Anfassen sind in vielen Unternehmen Teil des Lean Management Prozesses. Aber welche Vorteile ergeben sich daraus und welche KPIs lassen sich für die Shopfloor-Ebene nutzen, um die Abläufe messbar zu einer kontinuierlichen Verbesserungsaktivität werden zu lassen?

Infografik LeanVieles spricht für Shopfloor Management

Die Präsenz der Führungskräfte ist ein zentraler Faktor im Rahmen von Lean Management. Durch die aktive Beteiligung der Vorgesetzten an den Prozessen und durch die Kenntnis der Probleme, die Mitarbeiter am Ort des Geschehens haben, sind Chefs ganz anders integriert und haben ein besseres Verständnis der Aufgaben ihres Teams.

Darüber hinaus sinkt die Hemmschwelle bei den Mitarbeitern, wenn sie einen Chef zum Sehen und Anfassen haben. Anliegen und Probleme werden schneller vorgetragen, weil man sich besser kennt und der Vorgesetzte steigt im Ansehen, weil er sich mit den Belangen der Mitarbeiter auf Augenhöhe und regelmäßig beschäftigt.

5 Kennzahlen, um am Shopfloor den Verbesserungsprozess zu beschleunigen

Aber wie kann es gelingen, diese Aktivitäten messbar zu machen? Sven Schmidt, CFO der Renold GmbH, empfiehlt einige wichtige Kennzahlen, die sich für ihn bewährt haben. Beispielweise profitiert man ganz einfach durch das visuelle Management, weil aufwendige Datenerhebungen ersetzt werden.

Visual Management

Versuchen Sie doch einfach mal, volle Behälter zu zählen, Kanbanzyklus. Sie werden erstaunt sein, wie erhellend eine solche Kennzahl sein kann.

Cashflow / Umsatz je Wertstrom

Die Renold GmbH erfasst beispielsweise den Umsatz pro Wertstrom. Diese Vorgehensweise ermöglicht die Messung von Materialverbrauch, Ressourcennutzung und Effizienz – ein Vorteil gegenüber der reinen Gewinn und Verlustrechnung, die lediglich das monetäre Ergebnis darstellt.

Lagerbestände

Die Höhe an Lagerbeständen ist eine weitere wichtige Kennzahl, die KVP voran bringt. Jeder Bestand stellt eine gewisse Art von Verschwendung dar, die Sie reduzieren sollten.

Durchlaufzeiten

Anstatt Arbeitsstunden zu notieren, ist die Erfassung der Durchlaufzeiten geeigneter, um die Performance zu messen.

Anzahl an Störungskarten

Viele Unternehmen nutzen aufwändige Kostenanalysen, um die Ausbringungsqualität bewerten zu können. Sven Schmidt empfiehlt die Zählung der Störungskarten pro Zeitabschnitt (Tag/Woche/Monat), die eine einfach zu erfassende und genaue Kenngröße darstellt. Die Komplexität ermittelt die Renold GmbH als Dauer x Anzahl x werksdurchschnittlicher Stundensatz.

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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