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Selbstwahrnehmung verbessern: Britta von der Lippe im Interview

Selbstwahrnehmung Verbessern: Britta Von Der Lippe Im Interview

Selbstwahrnehmung: Die Frage nach dem „Wer bin ich eigentlich?“ und vielleicht auch nach dem „Wer möchte ich sein?“.

In unserem Interview mit Heilpraktikerin für Psychotherapie Britta von der Lippe klären wir, wie Sie eine gestörte Selbstwahrnehmung erkennen und geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihre eigene Selbstwahrnehmung verbessern und somit gelassener durch den (Arbeits-)Alltag gehen können.

Britta von der Lippe ist Diplom Kauffrau und arbeitet seit 2012 als Heilpraktikerin für Psychotherapie in eigener Praxis mit dem Schwerpunkt Wahrnehmung des eigenen Körpers. Ziel ist es Schmerzen und Krankheiten zu lindern oder auch ganz zu lösen. Neben Einzelcoachings leitet sie erlebnispädagogische- und therapeutische Gruppen. Darüber hinaus ist sie in Start-Ups als Organisationsentwicklerin tätig. Ihr Motto ist „Du bist was du denkst.”.

Britta von der Lippe

„Schon im Elternhaus wird die benötigte Selbstwahrnehmung nicht gefördert.“

Liebe Frau von der Lippe, was führt aus Ihrer Sicht dazu, dass viele Menschen heutzutage eine gestörte Selbstwahrnehmung haben?

Das ist eine sehr gute Frage und mit dieser beschäftige ich mich täglich. Gerne würde ich erst einmal die Selbstwahrnehmung beschreiben. Wer sich selbst wahrnimmt, hört sich und seinen Bedürfnissen selber zu und spürt seinen Körper. Er kann seine Bedürfnisse und Gefühle beschreiben und weiß was ihm guttut. Das Besondere ist: Sie haben ein intaktes Bauchgefühl.

Eine gestörte Selbstwahrnehmung hat bei jedem individuelle Gründe.

Häufig sind es aber Erfahrungen aus der Kindheit, eigene Erwartungen oder den Wunsch, Erwartungen von anderen zu erfüllen. Das führt zu einer inneren Vorstellung, wer ich bin und wie ich zu sein habe. Bekannt ist das unter Glaubenssätzen. Ein Beispiel wäre: „Ich bin nicht gut genug.“. Das kann dazu führen, dass man trotz Krankheit dem Chef beweisen will, dass man leistungsfähig ist. Angemessen wäre, auf den Körper zu hören und ihm die Zeit zur Heilung zu geben.

Grundsätzlich nehme ich in unserer Kultur wahr, dass im Elternhaus nicht die benötigte Selbstwahrnehmung gefördert wird. Ein ganz simples Beispiel: “Iss deinen Teller auf!” Leider wird dann trotz des Sättigungsgefühls weiter gegessen, weil es so von uns erwartet wird. Da werden schon relativ früh die eigenen Bedürfnisse ignoriert.

„Eine gestörte Selbstwahrnehmung zu haben heißt für mich, dass man sich selbst nicht zuhört!“

Und wie kann man eine gestörte Selbstwahrnehmung erkennen? Gibt es Anzeichen dafür?

Eine gestörte Selbstwahrnehmung zu haben heißt für mich, dass man sich selbst nicht zuhört. Aber der Körper signalisiert uns, dass etwas nicht stimmt. Symptome dafür können Schlafstörungen, innere Unruhe, Unzufriedenheit, Ungeduld, das Gefühl, fremdbestimmt zu sein, das Gefühl, keine Wahl zu haben, Sinnlosigkeit und auch Traurigkeit sein.

Wenn etwas nicht stimmt oder ich mich unwohl fühle, spannt sich bei mir sehr schnell mein Körper an. Ich merke richtig, wie meine Schultern sich hochziehen und ich in eine Schutzhaltung gehe. Da ich mir mehrfach am Tag bewusst werde, wie sich mein Körper anfühlt, merke ich das sehr schnell.

Ich denke, jeder kennt so ein paar Eigenheiten seines Körpers, von denen er sofort berichten könnte.

„Meinem Körper zuzuhören ist mein Geheimrezept!“

Mit welchen Tipps kann man die eigene Selbstwahrnehmung verbessern und warum ist das so wichtig?

Mein Geheimrezept ist: Meinem Körper zuzuhören. Und damit meine ich genau hin spüren, wie sich mein Körper anfühlt. Habe ich Schmerzen? Habe ich Verspannungen, wenn ja wo? Habe ich diese nur heute oder ständig?

Genauso ist es mit Hunger, dem Sättigungsgefühl oder einfach dem Wunsch nach Liebe.

Zurück zu meinem Beispiel der vorherigen Frage: Sobald ich merke, dass sich meine Schultern hochziehen und ich meine Aufmerksamkeit darauf lenke, entspannen sie direkt. Dann mache ich mich auf die Suche, nach dem Übeltäter. Vor was oder wem hatte ich denn Angst? Ich überprüfe meinen Gedanken, vielleicht sogar meinen Glaubenssatz und entscheide mich aktiv, dass es jetzt gut ist.

Am Anfang ist man noch nicht so geübt, da empfehle ich immer mehrmals am Tag sich genau anzuschauen und Anspannungen oder sogar Schmerzen wahrzunehmen. Den Schritt danach, also seine Gedanken zu überprüfen, ist die Kür und muss geübt werden.

Fazit: Sie haben Ihre Selbstwahrnehmung selbst in der Hand!

Britta von der Lippe hat aufgezeigt, wie Sie eine gestörte Sicht auf sich selbst überhaupt erkennen und Ihre Selbstwahrnehmung verbessern können.  Seien Sie Sie selbst! Seien Sie, was immer Sie möchten!

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Isabella Beyer

Als Content Marketing Managerin betreue ich den Blog rund um die Themen Sekretariat und Assistenz. Mein Ziel ist es, Sie mit Beiträgen über die Office-Welt zu informieren und zu unterhalten. Außerdem bin ich ständig auf der Suche nach den neusten Trends und hilfreichen Tipps, die Ihnen Ihren Arbeitsalltag erleichtern.

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