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Für Selbstmarketing zu bescheiden? So lösen Sie Ihre Mentalbremsen!

Für Selbstmarketing Zu Bescheiden? So Lösen Sie Ihre Mentalbremsen!

Fällt das Wort Selbstmarketing, sagen sich viele Frauen: Nein, mit meinen Erfolgen zu prahlen und vor anderen anzugeben, das ist nicht mein Stil! Doch das ist damit nicht gemeint. Vielmehr geht es darum, Ihre Leistungen für andere sichtbar zu machen – denn nur wer gesehen wird, kann andere auch überzeugen und seine Ziele erreichen. Keine falsche Bescheidenheit also!

Die erfahrene Managementtrainerin Andrea Osthoff weiß aber, dass insbesondere Frauen oft sogenannte Mentalbremsen im Weg stehen, die sie daran hindern, Ihre Leistung zu präsentieren. In welche Fallen Frauen dabei häufig tappen und welche Tipps die Expertin empfiehlt, um das eigene Selbstmarketing zu stärken, lesen Sie in diesem Beitrag.

Andrea Osthoff ist Managementberaterin, Trainerin und Coach bei der grow.up. Managementberatung in Berlin. Nach langjähriger Fach- und Führungstätigkeit im Personalmanagement und in der Personalentwicklung im Medienbereich sowie bei einem führenden deutschen Einzelhandels-Unternehmen berät und begleitet sie Kunden in allen Themen des Bereichs Human Resource Management.

Die Förderung von Frauen liegt ihr persönlich am Herzen und so hat sie sich als Trainerin und Coach für weibliche Fach- und Führungskräfte positioniert. Andrea Osthoff ist Diplomkauffrau, geprüfte Business-Trainerin BDVT und verfügt über Zusatzqualifikationen u. a. als Business-Coach.

Andrea Osthoff

Andrea Osthoff

3 typische Mentalbremsen, die das Selbstmarketing von Frauen behindern

Wenn man Frauen in der Geschäftswelt fragt, auf welche ihrer Erfolge sie besonders stolz sind oder wie sie erreichte Leistungen sichtbar machen, dann reagieren viele abwehrend oder tun sich schwer Beispiele zu finden. Das liegt nicht selten daran, dass sie ihren eigenen Mentalbremsen aufsitzen.

Hier drei typische Beispiele:

1

Die Prinzessinnen-Falle

„Ich bin Expertin auf meinem Gebiet. Das muss mein Chef doch auch sehen!“

Machen Sie nicht den Fehler und warten Sie darauf, dass Ihr Vorgesetzter von selbst Ihre Leistung erkennt und Sie aus eigener Initiative heraus darauf anspricht. Wenn Sie das tun, gehen Sie bei Gehaltsrunden oder bei Beförderungen leer aus. Das hat zur Folge: Sie ärgern sich über die fehlende Wertschätzung Ihrer Leistung, obwohl Sie selbst auch nichts dafür tun.

2

Die Vergleichs-Falle

„Mein Kollege kann sehr gut präsentieren. Deshalb habe ich ihm die Präsentation unserer Ergebnisse überlassen.“

Geben Sie anderen immer den Vortritt, haben Sie keine Gelegenheit, Ihre Fähigkeiten zu nutzen und weiterzuentwickeln. Im Gegenteil, vielleicht führt dieses Verhalten am Ende gar dazu, dass Sie Situationen wie diese grundsätzlich meiden. Sie konnten schließlich keinerlei Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln. Die Folge: Ist die Präsentation ein Erfolg, wird dieser Ihrem Kollegen und nicht Ihnen zugeschrieben. Sie ärgern sich wieder, haben aber auch nichts getan, um sich und Ihre Kompetenzen zu zeigen.

3

Die „Nicht der Rede wert“-Falle

„Das ist doch nichts Besonderes. Das ist ja schließlich mein Job.“

Werten Sie Ihre Leistung niemals ab. Sie schaden sich gleich doppelt damit. Zum einen erzeugen Sie den Eindruck, dass Ihre Leistung keinen Wert hat, indem Sie sagen, sie wäre nichts Besonderes. Zum anderen schaden Sie Ihrem Selbstwertgefühl, wenn Sie Ihr Licht unter den Scheffel stellen, selbst dann, wenn andere sie positiv bewerten.

3 praktische Tipps, mit denen Sie Ihr Selbstmarketing stärken

Damit Sie sich selbst nicht mit solchen oder ähnlichen Mentalbremsen im Weg stehen, gibt es drei Dinge, mit denen Sie anfangen können, Ihr Selbstmarketing voranzutreiben:

1

Machen Sie sich Ihre Erfolge bewusst

Das klingt banal und ist doch ein wesentlicher Schritt für Ihr Selbst-bewusst-sein – im besten Wortsinne. Machen Sie sich dabei klar: Selbstmarketing bedeutet nicht, etwas vorzutäuschen oder selbstdarstellerisch zu verkaufen. Es bedeutet lediglich, Erfolge sichtbar und für jeden zugänglich zu machen. Dazu müssen Sie sich diese jedoch erst einmal selbst eingestehen. Setzen Sie sich deshalb jede Woche einen festen Termin, an dem Sie in 15 Minuten Ihre Erfolge der Woche notieren. Was haben Sie alles geschafft? Welche Probleme haben Sie gelöst? Welche Themen haben Sie vorangetrieben? Was haben Sie gelernt? Sie werden staunen, was Sie alles auf die Liste schreiben und entsprechend würdigen können.

2

Vergleichen Sie sich nicht

Versuchen Sie nicht, sich die Stärken, die Sie bei anderen beobachten, als Maßstab zu setzen. Nur weil Ihr Kollege sehr gut im Präsentieren ist, sollten Sie auf keinen Fall versuchen, ihn zu kopieren. Versuchen Sie, Ihren eigenen Weg zu finden. Andernfalls werden Sie nur steif und gezwungen wirken. Setzen Sie auf Ihre eigenen Stärken und entwickeln Sie Ihren individuellen Stil. Machen Sie sich erneut Ihre Erfolge bewusst und fragen Sie sich: Wann haben Sie sich zuletzt souverän und wohl gefühlt? Was haben Sie in dieser Situation gemacht und wie haben Sie sich verhalten?

3

Nehmen Sie Feedback an

Wenn Sie etwas gut gemacht haben und darauf angesprochen werden, dann nehmen Sie dieses positive Feedback auf jeden Fall an. Eine wichtige Regel in Sachen Selbstmarketing! Reden Sie Ihre Arbeit nicht herunter und denken Sie bitte auch nicht, dass Sie sich revanchieren müssen, nur weil jemand Ihre Arbeit gelobt hat. Ein Kompliment ist ein Kompliment, auf das Sie mit einem einfachen „Danke“ antworten sollten. Und vielleicht gelingt Ihnen auch dieser Satz: „Vielen Dank, ich bin auch sehr zufrieden mit dem Ergebnis“ oder sogar: „Danke. Ja, das ist mir gut gelungen.“

Wenn Sie das schaffen, haben Sie eine Ihrer größten Mentalbremsen gelöst und werden hoffentlich nie wieder in die erwähnte „Nicht der Rede wert“-Falle tappen.

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Martina Große Bley

Ich bin bei Management Circle Teamleiterin für das Content Marketing und unter anderem für die Themen-Blogs Soft Skills, Projektmanagement und Handel verantwortlich. Mit abwechslungsreichen Artikeln, Interviews und Gastbeiträgen unserer Referenten informiere ich Sie über die neusten Entwicklungen und gebe Ihnen Tipps, um die eigenen Kompetenzen verbessern zu können. Ich freue mich auf den Wissensaustausch mit Ihnen!

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