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Schrauben Sie noch oder kleben Sie schon?

Schrauben Sie Noch Oder Kleben Sie Schon?

Gemeint ist natürlich nicht der Prittstift zu Hause, sondern die Produktionstechnologie Kleben in der Industrie. Für Ingenieure nichts Neues, aber Sie werden es nicht

Kleber, Kleben

glauben: Kleben ist attraktiv wie nie. In allen Bereichen der Automobilindustrie, im Bauwesen oder der Elektro- und Konsumgüterherstellung – es gibt nahezu keinen Bereich mehr, der ohne Kleben auskommt.

Wie können wir das Kleben einordnen?

Die Fertigungstechnik unterscheidet in der Theorie sechs Fügeverfahren. Neben dem Kleben gibt es Löten, Schweißen, Nieten, Schrauben oder Clinchen (Durchsetzfügen). Die Besonderheit: Nicht jedes dieser Verfahren eignet sich für jedes Material.

Kleben bietet einige große Vorteile

Die Vorteile des Klebens gegenüber anderen Fügetechniken sind entscheidend. Diese sind beispielsweise folgende:

Es gibt für nahezu jedes Material den passenden Kleber.
Das Verfahren ist für große als auch für kleinere Werkstoffe sehr gut geeignet.
Das Material wird in der Regel nicht beschädigt, ganz im Gegenteil zum Schrauben oder Nieten. Eine optisch ansprechende Oberfläche bleibt erhalten.
Wenn die geklebte Fläche ganzflächig miteinander verbunden ist, entsteht eine gleichmäßige Kraftverteilung auf die beiden Flächen. Das erhöht die Belastbarkeit des Werkstückes.
Beim Kleben bleiben außerdem die werkstofflichen Eigenschaften erhalten. Das ermöglicht innovative Bauweisen.
Nieten und Schrauben verursachen ein zusätzliches Gewicht. Beispielsweise im Automobilbereich ist jedes Gramm entscheidend, das am Ende eingespart werden kann. Kleben stellt da einen großen Gewinn dar.

Demgegenüber steht hauptsächlich ein großer Nachteil: Es kommt beim Kleben oft zu langen Trockenzeiten, die andere Verfahren nicht brauchen. Je nach Verfahren und verwendetem Kleber ist es nicht immer möglich, Teile wieder voneinander zu trennen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, den Prozess umfassend zu verstehen und zu beherrschen. Korrekturen sind nur schwer möglich.

Finden Sie mit Kennzahlen den richtigen Kleber für Ihr Produkt

KlebenAls Kennzahl, ob das Kleben sich als Fügeverfahren eignet, ist der sogenannte Tragfähigkeitstest. Der Klebstoff erfüllt diesen dann, wenn er stärker hält, als die zu verklebenden Werkstoffe beziehungsweise Materialien. Sie kennen das aus dem Alltag: Eine Briefmarke, die sich nicht wieder ablösen lässt, ohne das Papier oder die Marke zu beschädigen, hat den Tragfähigkeitstest bestanden.

Aber auch das Kleben stößt manchmal an seine Grenzen

Gerade für sehr schwere und große Teile ist das Kleben noch nicht das ausgereifteste, richtige Verfahren. Metall beispielsweise ist besonders schwer zu verkleben. Aufgrund seiner hohen Dichte und Robustheit ist es in der Verwendung sehr beliebt. Herkömmliche Methoden Metall zu verbinden verursachen aber eine gewisse Beschädigung. Beispielsweise gibt es Korrosion oder Schweißnähte, die in manchen Fällen aus optischen Gründen nicht ansehnlich sind oder die Belastbarkeit des Materials negativ beeinflussen. Gerade hier wartet die Industrie noch auf innovative Lösungen, die einen großen Fortschritt für die Fertigung bedeuten könnten.

Kleben: Qualitätsmanagement, Prozessbeherrschung und Best Practice

Industrie-Kleber sind inzwischen High-Tech-Produkte, über die Sie sich als Anwender umfassend informieren müssen. Erfahren Sie von unseren Experten bei dem Seminar Kleben, wie Sie den richtigen Klebstoff auswählen, wie Sie Ihre Materialien richtig vorbereiten und welche innovativen Entwicklungen es in der Klebetechnik gibt. Sie lernen von Vorreitern bei ALSTOM Transport, BMW Group, Atlas Copco SCA und Fraunhofer IFAM.

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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