Risiko Irangeschäft: Deshalb können Sie dennoch den Markteintritt wagen

Marktchancen Iran

Die wirtschaftliche Lage in Iran scheint sich mehr und mehr zu stabilisieren. Im Juli wurden neue Handelszahlen veröffentlicht, so lag die Zahl der Importe bei 13 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu Exportgütern im Wert von 16 Milliarden im ersten Quartal 2016. Interessant ist, dass besonders der Anteil der Waren ohne Öl gewachsen ist, um 21 %. Deutet das darauf hin, dass die Wirtschaft sich zukünftig doch breit aufstellen kann? Welche Branchen haben das große Los gezogen und lohnt es sich, den Schritt zu gehen und in Iran zu investieren?

Viele Unternehmen scheuen das Risiko, das der neue Markt birgt. Wir haben für Sie die größten Unsicherheiten zusammengetragen. Außerdem informieren wir Sie, für welche Branchen die Investition tatsächlich lohnt und was zu beachten ist.

Davor fürchten sich die Markteinsteiger

Risiken im Irangeschäft sehen viele Unternehmen aktuell nicht nur in der Finanzierung und der Anbahnung der Geschäfte oder den Sanktionen. Auch innenpolitisch und aufgrund der gegebenen Infrastruktur ist es wichtig, sich vor dem Markteintritt ausreichend zu informieren.

Das Land war lange abgeschottet und muss unter dem 2013 gewählten Präsidenten Rohani erst nach und nach seinen neuen Weg finden. Reformen im Land werden beispielweise nur schleppend umgesetzt. Viele Unternehmen kämpfen mit langsamen Kommunikationswegen, sei es dem Internet oder mit bürokratischen Hürden.

Außerdem hat der Staat oft noch seine Finger im Spiel: Es gibt häufig Interventionen und die Privatisierung geht nur schrittweise voran. Darüber hinaus wird die Zukunft des Landes maßgeblich von der Entwicklung des Ölpreises abhängen, denn Öl zählt nun mal zu dem großen Standbein der iranischen Wirtschaft.

Die Gründe zu investieren sind gut und auch sehr verlockend. Eine vielfältige Wirtschaftsstruktur, das hohe Bildungsniveau und auch die traditionell guten Beziehungen zu Deutschland machen es für Investoren schnell lukrativ, in Iran Geschäfte zu machen.

Warum Iran jetzt die richtige Alternative ist

Die veralteten Technologien sind eine große Chance, Technik „Made in Germany“ zu positionieren. Beispielsweise für die Öl- und Gasindustrie, verarbeitende Industrie und die Verkehrsinfrastruktur, aber auch im chemischen Bereich. Wir verfügen über gutes Fachwissen bezüglich der erneuerbaren Energien, Umwelttechnik und Energieeffizienz, die in Iran auf jeden Fall gebraucht werden.

Und hier wird von den Experten auch langfristig der große Investitionsbedarf gesehen: Saeed Roshani, erfahrener Experte und Iran-Kenner, sieht für Automatisierung, erneuerbare Energien, Maschinen- und Anlagenbau sowie für Automobilzulieferer außerordentliches Potenzial. Außerdem sieht er dringenden Handlungsbedarf für die Öl- und Gasgewinnung und für den Gesundheitssektor, weil aufgrund der Unterbrechung der Wirtschaftsbeziehungen lange keine Modernisierung stattgefunden hat.

Und das ist der große Vorteil: Das Land hat einen solch großen Nachholbedarf, dass jetzt wirklich ein großes Geschäftspotenzial vorhanden ist – aber mit Bedacht, denn die Konkurrenz schläft nicht.

Zu den meistimportieren Güter zählten im ersten Quartal auf Basis der Informationen des Customs Office vor allem Reis, Getreide und Soja, gefolgt von Teilen für die Automobilproduktion, vorwiegend aus China, VAE, Südkorea und der Türkei. Diese Länder haben den Markt längst auf dem Schirm und versuchen, ihre Chancen zu nutzen. Tauschen Sie sich daher vor Ihrer Investition über Chancen und Risiken mit den richtigen Partnern aus.

Die Firmen, die ein Stück von Kuchen haben möchten, müssen einen genauen, schnellen und sorgfältigen Markteintritt im Iran planen.

Saeed Roshani

 

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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