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Risiko – Die Umverteilung unserer Geschäftswelt ist in vollem Gang!

Risiko – Die Umverteilung Unserer Geschäftswelt Ist In Vollem Gang!

Wer kennt es noch, das Brettspiel mit dem Ziel Kontinente oder die ganze Welt zu erobern? So stellt sich heute auch die Geschäftswelt dar! Virtualisierung ist die neue – noch mächtigere – Welle nach der Globalisierung. Es gibt keine Grenzen mehr, die Naturgesetze der Geschäftswelt scheinen aufgehoben – Größe zählt nicht mehr und alles passiert in atemberaubender Geschwindigkeit. Angriffe können jederzeit und von allen Seiten erfolgen. Ist morgen die Welt noch so, wie sie sich vor dem Schlafengehen dargestellt hat? Sicher?

Christian Pereira ist studierter Maschinenbauer und Informationswissenschaftler (Dipl.-Ing., Dipl.-Inf.wiss.) und verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Telekommunikationsindustrie. Er war Mitgründer eines Beratungsunternehmens für die Deutsche Telekom-Gruppe und eines SaaS-Unternehmens für die dtms AG. Zuletzt war er Mitgründer der neuland GmbH & Co. KG, einem auf die digitale Transformation spezialisiertem Beratungsunternehmen.

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Christian J. Pereira

Für die, die glauben, das sei Panikmache, hier kurz meine persönlichen Erlebnisse, die Geschichte unserer Muttergesellschaft. Telekommunikation, mittelständisch geprägt, 1500 Mitarbeiter, 400 Millionen Umsatz, sieht man sich den Fliehkräften des Marktes ausgesetzt. Etablierte Geschäftsfelder fangen an zu schrumpfen, erst langsam, dann mit zweistelligen Prozentzahlen pro Jahr. Konkret sind das schon einige Millionen, die da je Quartal „wegrieseln“. Dieses Geschäft gilt es profitabel zu halten und parallel neue Potentiale zu erschließen. Transformation wurde angesagt und – anders als bei vielen anderen – auch tatkräftig umgesetzt.

Etablierte Geschäftsfelder fangen an zu schrumpfen, erst langsam, dann mit zweistelligen Prozentzahlen pro Jahr.

Bei uns führte das zu einem Netto-Personalabbau von 350 Mitarbeitern – bei gleichzeitigem Aufbau von 250 Mitarbeitern. 600 von 1500 Mitarbeitern in kurzer Zeit ausgetauscht, 40 Prozent der Belegschaft! Da bleibt kein Stein mehr auf dem anderen. Dieser radikale Schritt war aber notwendig und ist nun Basis, neue Geschäftsfelder zu erschließen. Das auch wieder „disruptiv“, also nicht als Abteilung „Innovation in der Badewanne“, sondern über eine GmbH-Ausgründung direkt raus ins offene Meer. Klar hatten wir Inkubationszeit, alles andere wäre ja fahrlässig. Über die F&E-Phase zur Abteilung, zum Profit-Center und nun die Ausgründung, in der die relevanten Mitarbeiter und Assets zusammengeführt und mit einer 7-stelligen Finanzreserve für eine starke Position im Wettbewerb ausgestattet wurden. Ziel: Pioniergewinne erzielen, Wachstum, neue Wege erkunden und Neuland besetzen.

Bild: Goldfisch springt in ein anderes Aquarium.

Fischen im neuen Teich

Darum gilt es jetzt, in neuen Teichen zu fischen. Teichen, die groß genug sind, aber nicht zu groß; wo Kundenbedarfe nicht ernst genommen wurden, denn die totale Kundenorientierung ist das Sprungbrett zur disruptiven Innovation. Eines unserer Spielfelder ist das Energiemanagement. Auch hier kann über die digitale Vernetzung eine nie dagewesene Transparenz geschaffen werden, die dann Basis für mehr Kundenzufriedenheit und neue Geschäftsmodelle ist. Hier verschaffen uns unsere Telekommunikationserfahrung, unsere DNA, einen „unfair advantage“, wie neudeutsch Wettbewerbsvorteile genannt werden. Dazu kommt aber noch eine wesentliche Eigenschaft: die Offenheit zur Zusammenarbeit mit Spielern außerhalb des Systems, den Kunden, Partnern und auch dem Wettbewerb. Für uns war es wichtig, schnell Stallgeruch zu bekommen. Dafür sind wir mit Kunden Allianzen eingegangen, die weit mehr sind, als reine Zulieferbeziehungen. Jetzt fühlen wir uns stark genug, in die Offensive zu gehen – immer in dem Wissen, das unser Erfolg von der kontinuierlichen Verbesserung lebt.

Die totale Kundenorientierung ist das Sprungbrett zur disruptiven Innovation.

Was bedeutet diese Erfahrung für andere? Der Wettbewerb wird härter, unberechenbarer und deutlich schneller. Transformation ist möglich, aber radikal – verabschieden Sie sich von dem Gedanken, dass alles so bleibt wie es ist! Kundenzentrierung und Netzwerke sind wesentliche Kompetenzen, die es aufzubauen gilt. Wer weiter nur nach innen guckt, wird gar nicht merken, wie schnell er bedeutungslos geworden ist. Und – nicht zuletzt – Veränderung lebt vom Tun, nicht vom Wollen. Maximales Commitment ist erforderlich – statten Sie kleine Einheiten mit Personal und Mitteln aus, lassen Sie autarkes Handeln zu, aber fordern Sie gleichermaßen auch ehrgeizige Wachstumsziele ein – diese Schnellboote sind kein Feigenblatt, kein Spiel, sondern die Basis für Unternehmen 2.0.

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Bildnachweise: Artikelbild: Coloures-pic | de.fotolia.com, Simon Coste | de.fotolia.com

Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

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