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Problembeschreibung und -lösung: Sinnvolle Management-Tools sind die Basis

Problembeschreibung Und -lösung: Sinnvolle Management-Tools Sind Die Basis

Nicht nur aus Kostengründen sind Unternehmen stark daran interessiert, Fehlerquoten innerhalb von Produktionsabläufen so gering wie möglich zu halten. Gerade in den letzten Wochen häufen sich beispielsweise die Berichte in den Medien über gravierende Betriebsunfälle, teilweise mit schwerwiegenden Folgen für Leib und Leben der Mitarbeiter wie im jüngsten Fall der BASF in Ludwigshafen. Solche Katastrophen sind der Albtraum eines jeden Produktionsbetriebes und es gilt, diese Fehler zu vermeiden. Dafür gibt es viele theoretische Modelle und Methoden.

Der harte Weg der Null-Fehler-Kultur

Die Null-Fehler Philosophie ist ein Konzept, das viele Unternehmen zu etablieren versuchen, das aber in der Praxis sehr schwer umsetzbar ist. Auf dem Weg sind viele Schritte zu bewältigen und Stellschrauben zu berücksichtigen.

Eine Schlüsselrolle wird dabei dem Qualitätsmanagement zuteil. Die Güte der Produkte und der Produktionsprozesse müssen genau auf den Prüfstand gestellt, systematisch gemessen und bewertet werden, damit die Zahl der Fehler reduziert werden kann.

Instrumente des QM als Schlüssel zur Fehleranalyse

Man hat in der Theorie dazu zahlreiche Instrumente und Methoden entwickelt, die als Basis-Werkzeuge der Fehleranalyse und Fehlerprävention gelten. Die 7 Qualitätsmanagement-Tools haben wir vorgestellt, sie lassen sich relativ einfach anwenden und verstehen.

Gerade die Beschreibung und Erfassung eines Problems, sozusagen der vorherige Schritt, ist ein weiterer Aspekt, der für die Null-Fehler-Kultur nützlich sein kann. Hierzu eignen sich die im Folgenden vorgestellten Management-Tools. Gerade in der frühen Phase der Wertschöpfung und zur Strukturierung von Problematiken sind sie sehr hilfreich.

Affinitäts-Diagramm: Wer hat welche Meinung?

Diese Art von Schaubild eignet sich hervorragend, um Meinungen verschiedener am Prozess beteiligter Personen zu erfassen und einzuordnen. In der Regel wird die Diskussion aller am Problem Beteiligten Kollegen durch einen Moderator geleitet, der die Antworten und Aussagen erfasst,

Lean Management

zusammenträgt und vorsortiert. Er bildet daraus Cluster und stellt sie dem Team, beispielsweise an einer Pinnwand vor. Es ermöglicht Schwerpunkte zu erkennen, die dann weiter vom Team bearbeitet werden können.

Baumdiagramm Fehleranalyse

Das Baum-Diagramm: Welche Einflussfaktoren gibt es?

Hiermit können Informationen nach vordefinierten Bereichen optisch verständlich gegliedert und aufbereitet werden. Alle Aussagen und Themen zu einem Problem werden anhand der vorher definierten Ebenen in eine Zweig-Struktur gebracht.

Als Zweigbereiche eignen sich Ursachen, Folgen oder Bestandteile eines Produktes, Problems oder Fehlers. Im Idealfall lassen sich dann die Informationen zu einem Thema des Baumes zuordnen, sodass Zusammenhänge erkennbar werden.

Relationen-Diagramm: Wie sind die Zusammenhänge verbunden?

Die Methode eignet sich, um Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge sichtbar zu machen, deren Lösung man sich dann widmen kann. Die im ersten Schritt gesammelten Aussagen und Einschätzungen des Teams werden auf ihre Wirkungsbeziehungen untersucht. Man verdeutlicht die Zusammenhänge mit Hilfe von Pfeilen und kann aus der Menge der eingehenden und ausgehenden Pfeile Schlüsse auf die Stärke der Wirkung ziehen. Daraus lassen sich Ursachen für Probleme finden.

Matrix-Diagramm: Wie stärk sind die Wechselbeziehungen?

Zur Darstellung von Wechselbeziehungen sollten Sie das Matrixdiagramm verwenden. Dabei entscheiden Sie zuerst, wie viele Dimensionen und auf welche Art und Weise Sie diese vergleichen möchten, beispielsweise über

eine Korrelation oder die Zuständigkeiten im Unternehmen? Bewerten Sie diese Kriterien und ermitteln Sie die Summe, die dann die Stärke der Wechselbeziehungen zulässt.

Portfolioanalyse: Wie lässt sich das Problem einordnen?

Hierfür werden ein oder mehrere Sachverhalte nach Merkmalen bewertet und grafisch dargestellt. Es eignet sich hierfür die Form einer Karte mit vier Quadranten, bei der die Ausprägungsstärke der Eigenschaft dann mit Farbe oder Symbolen und über die Position auf der Karte eingeordnet werden kann.

Netzplan, Fehleranalyse

Netzplan: Wie lange dauert die Problemlösung?

Gerade die Darstellung von Einflussfaktoren in einem zeitlichen Ablauf ist der Vorteil dieser Methode, inklusive der Ermittlung der Zeitspanne, die für ein Projekt nötig sein könnte. Hierbei werden alle Projektbestandteile

in eine zeitliche Reihenfolge gebracht, beispielsweise mit Hilfe von Karten. Wenn alle Vorgänge erfasst sind, kann man beispielsweise den Projektstart, das früheste oder späteste Projektende bestimmen und Verzögerungen einschätzen.

Problementscheidungsplan: Wer ist in welchem Fall zuständig?

Dieser Plan ermöglicht eine Visualisierung und Identifikation möglicher Probleme und Gegenmaßnahmen innerhalb zu Beginn eines Projektes. Dabei macht man sich auch Gedanken zu den potenziell verantwortlichen Personen. Dadurch verkürzt sich die Reaktionszeit, sofern ein Problem tatsächlich auftritt.

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Als Führungskraft in der Produktion haben Sie neben der Problemanalyse und der Problemlösung zahlreiche weitere Vorgaben zu erfüllen. Diesen Anforderungen wird nur derjenige gerecht, der die aktuellen Trends und neuen Entwicklungen kennt. Frischen Sie mit diesem Lehrgang Ihr Wissen auf und lernen Sie neue Ansätze für einen noch besseren Produktionsablauf und Instandhaltungsprozess kennen.

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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