skip to Main Content

Performance Management 4.0: Darum sollten wir jetzt handeln!

Performance Management 4.0: Darum Sollten Wir Jetzt Handeln!

New Work und digitales Arbeiten erfordern neue Ideen und Möglichkeiten, Mitarbeiter zu bewerten, zu motivieren und Leistung messbar zu machen. Erfahren Sie von Johannes Müller warum althergebrachte Performance Management-Methoden nicht mehr zeitgemäß sind und welche Faktoren Sie bei der Motivation Ihrer Mitarbeiter in Betracht ziehen sollten.

Als Gründer und Geschäftsführer des Software-Unternehmens Workpath begleitet Johannes Müller zahlreiche Unternehmen bei der Transformation von traditionellen Managementprozessen und -strukturen in agile Netzwerkorganisationen. Vor der Gründung von Workpath arbeitete er in verschiedenen Digitalunternehmen und beschäftigte sich intensiv mit agilen Organisationsformen sowie der Zukunft der Arbeitswelt. Johannes Müller studierte Betriebswirtschaft und Technology Management in München und New York.

Es gibt Handlungsbedarf in Sachen Performance Management

Was ist das Dilemma mit bisherigen Performance Management-Methoden im HR?

Performance ManagementDas traditionelle Performance Management steckt strukturell noch immer in einer industriellen Logik, von der sich sowohl Konsumenten- als auch Arbeitsmärkte schon lange weg entwickelt haben. Es geht von langsamen und stabilen Märkten aus, in denen einjährige Ziele zur Steuerung noch funktionieren. Es betrachtet den Mitarbeiter immer noch als eine ausführende Arbeitskraft, die primär durch extrinsische Anreize gesteuert werden muss und verharrt in einer reinen Effizienz- und Ressourcen-Orientierung, welche Gehalt und Boni als Maßgrößen in den Vordergrund stellt und heute entscheidende Wettbewerbsfaktoren wie schnelles und permanentes Lernen, Anpassungsfähigkeit und crossfunktionale Zusammenarbeit ignoriert oder gar verhindert. Es hat oft also keinerlei Einfluss auf die Wertschöpfung und wirkt durch seinen administrativen Aufwand und eine falsche Anreizsetzung regelmäßig sogar negativ auf das Gesamtergebnis.

Neue Ideen zur Peformance-Verbesserung

Welche neuen Möglichkeiten gibt es, um Mitarbeiter zu motivieren und die Leistung von Teams zu verbessern?

Business Charts und Statistiken vor blauem HintergrundDer Schlüssel liegt in einer Befähigung zu mehr Autonomie, Selbstorganisation sowie permanentem Lernen und Optimieren. Das Schöne dabei ist, dass es reichen würde, einige Prozesse einfach einzustellen. Individuelle, erwartbare monetäre Boni haben heute so zum Beispiel keinerlei Rechtfertigung mehr. Das zeigen zahlreiche Studien und auch das Whitepaper, welches wir im Dezember 2018 im Workpath Magazin veröffentlicht haben, belegt dies eindeutig. Wenn Unternehmen mit Ansätzen wie OKRs (Objectives und Key Results) einen stärkeren Fokus auf Kundennutzen, Zusammenarbeit und Bottom-Up Zielsetzung in Teams legen, identifizieren sich Mitarbeiter automatisch stärker mit ihrer Arbeit und entwickeln eine ungeahnte intrinsische Motivation.

Die Pointe hier ist, dass bei der Neudefinition des Performance Managements wirtschaftliche Notwendigkeit und menschliche Bedürfnisse Hand in Hand gehen und in dieselbe Richtung weisen.

Menschen möchten Sinnhaftigkeit, soziale Eingebundenheit, Weiterentwicklung und Autonomie.

Johannes Müller | CEO | Workpath

 

Dies steigert menschliche Motivation und damit Wertschöpfung. Ohne diese Prinzipien können Unternehmen heute jedoch auch unabhängig von der humanistischen Perspektive nicht mehr erfolgreich sein. In globalen komplexen und volatilen Märkten sowie bei steigendem Automatisierungsgrad, müssen Teams sich bei erhöhter Transparenz und Autonomie selbstorganisiert am Kunden ausrichten können. Sie müssen über Silos hinweg gut zusammen arbeiten und in kurzen Zyklen iterativ permanent Anpassungen vornehmen.

Die Qualität menschlicher Zusammenarbeit, Anpassungsfähigkeit, Geschwindigkeit und Innovation sind zu den letzten entscheidenden Wettbewerbsfaktoren geworden.

Denken Sie nicht nur an monetäre Anreize

Heißt das, alte Anreizsysteme haben ausgedient?

ErfolgDie kurze Antwort lautet Ja. Die ausführlichere Antwort erkennt an, dass die bestehenden, traditionellen Anreizsysteme zwar insgesamt keinen positiven Einfluss auf die Wertschöpfung haben, jedoch eine letzte valide soziale Funktion in der Organisation erfüllen: Es geht um die Wertschätzung von Mehrleistung und individueller Anstrengung. Alte Anreizsysteme sollten daher zwar eingestellt werden, es braucht stattdessen jedoch auch neue Mechanismen und institutionalisierte Prozesse, die Anerkennung und soziale Wertschätzung individuell möglich und sichtbar machen. Dabei sprechen wir jedoch immer weniger von monetären Anreizen und haben eine breite Auswahl an Möglichkeiten.

Digitalisierung fordert neue Lösungen

Welche Rolle spielt die Digitalisierung dabei? Wird es künftig schwieriger, die Leistung von Mitarbeitern zu steigern oder spielt uns die Veränderung des Arbeitsmarktes in die Karten?

Zunächst einmal ist die Digitalisierung und die damit einhergehende Automatisierung neben der Globalisierung der vielleicht wichtigste Treiber, weshalb bestehende Systeme unwirksam wurden und kaum mehr bestehen können. Da jede Form von repetitiver, operativer Arbeit über die Zeit automatisiert werden könnte, gewinnt die strategische Arbeit von Mitarbeitern, also das ständige Entwickeln neuer und besserer Kundenlösungen in allen Bereichen, dramatisch an Bedeutung.

Digitale Transformation

Digitale Unternehmen wie Google und Amazon sind zwar auch wegen ihrer Technologien erfolgreich, vor allem sind dies jedoch organisationale und soziale Innovationen. Diese Unternehmen haben grundlegend andere Betriebssysteme womit sie Talente anziehen und menschliche Wertschöpfung optimieren. Die Philosophie hierbei ist, „wenn wir die besten Mitarbeiter anziehen und ihnen gute Rahmenbedingungen für die Arbeit bieten, werden diese automatisch die besten Lösungen für den Konsumentenmarkt entwickeln“. Digitalisierung ist aus meiner Sicht daher weniger ein Wettlauf der Technologien als ein extrem harter Wettbewerb der unternehmerischen Betriebs- und Steuerungssysteme. Ich weiß nicht, ob es künftig schwieriger werden wird, Mitarbeiterleistung zu steigern. Ich weiß aber, dass die meisten etablierten Unternehmen hier noch ganz am Anfang stehen, mit jeder Menge Potenzial nach oben.

Welche ersten Schritte sollten Unternehmen gehen, wenn sie das Performance Management verändern möchten?

Zunächst einmal empfehlen wir immer, aufzuschlüsseln, was Sie als Organisation eigentlich mit Ihrem Performance Management erreichen und wie Sie den Erfolg des eigenen Steuerungssystems messen möchten. Verschiedene Wachstumstreiber, wie Motivation, die Qualität der Zusammenarbeit, sowie eine ständige Weiterentwicklung von Wissen und Kompetenzen müssen unabhängig voneinander betrachtet und optimiert werden. Das seltsame, jährliche Zielvereinbarungsgespräch in dem gleichzeitig Leistung bewertet, Feedback gegeben und Ziele gesetzt werden sollen ist dabei inzwischen zur Farce verkommen. All diese Dimensionen beeinflussen sich gegenseitig, und müssen deshalb zwar systemisch betrachtet, aber individuell gestaltet, gemessen und weiterentwickelt werden.

Steigern Sie den Wertschöpfungsbeitrag Ihrer Mitarbeiter

Bei dem Seminar Performance Management 4.0 vermittelt Herr Müller gemeinsam mit Vertretern von Kienbaum Consultants International GmbH, Allianz Technology SE und Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, wie Sie Mitarbeiter motivieren und Leistung steuern. Lernen Sie neue Ideen zum Thema Vergütung, Performance und Talent Management, die zu Ihrem Unternehmenskontext passen.
New Work

Rückblick New Work 2018

Erhalten Sie mit Hilfe dieses Rückblicks zur Konferenz New Work einen Überblick zu den Highlights und Trends, die uns im Rahmen der Arbeitswelt von morgen erwarten.
Jetzt herunterladen!

Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top

Modernes Recruiting

Modernes Personalmarketing und Recruiting ist heute viel umfassender und wichtiger denn je. Bereiten Sie sich mit Hilfe dieses Whitepapers auf alle Trends und Besonderheiten vor.

Jetzt herunterladen!