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Steht München kurz vor einer Immobilienblase? [Teil 1]

Steht München Kurz Vor Einer Immobilienblase? [Teil 1]

Die Angst vor einer Immobilienblase wächst vor allem in München. Während einige Experten davon sprechen, dass wir uns bereits in einer Blase befinden, geben andere Entwarnung. Was ist wirklich dran an einer Immobilienblase in München?

Die Angst wächst

Laut der Ratingagentur Standard & Poor’s sind die Immobilienpreise in den Big-7 in den letzten Jahren um 46 Prozent angestiegen. Vor allem in München ist das Wohnen so teuer wie noch nie: 16,90 Euro pro Quadratmeter zahlen Mieter durchschnittlich in der bayerischen Landeshauptstadt. Die Angst wächst vor allem, da die Bilder aus den USA, Spanien und Irland allen aus der Immobilienwirtschaft noch klar vor Augen sind. In Spanien wurden beispielsweise Menschen aus ihren Wohnungen vertrieben, da sie die Kredite nicht mehr zahlen konnten und in Irland riss man ganze Stadtteile wieder ab, weil keine Finanzierung zustande kam.

Ruinen

Davor fürchtet sich der Immobilienmarkt

Das teure und vielgefragte München

Wohnraum ist gerade in München Mangelware, deswegen zahlen Privatpersonen und Investoren bereits sehr hohe Summen für Immobilien in der Landeshauptstadt. Zu hoch sagen einige Experten: Für den Kauf einer 100 Quadratmeter-Wohnung müssen mittlerweile mehr als 15 durchschnittliche Pro-Kopf-Jahreseinkommen gezahlt werden. 2010 haben noch neun genügt! Insgesamt ist das Investitionsvolumen in deutsche Wohnungen seit 2010 um unvorstellbare 673 Prozent gestiegen.

Seit 2010 bereits Blasenbildung zu erkennen

Und hierin liegt das große Problem: Während Preise immer weiter steigen, stagnieren die Einkommen beinahe. Allgemein wird von einer Blasenentwicklung gesprochen, wenn die Immobilienpreise schneller ansteigen als Einkommen und die Verbraucherpreise. Dies sei bereits seit 2010 der Fall, zeigten Analysten einer Commerzbank-Studie.

Platzen, Blockchain

Befinden wir uns bereits in einer Immobilienblase?

Nicht nur die Commerzbank, auch andere Experten warnen vor einer Blasengefahr. So beispielsweise auch die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die bereits das Platzen der amerikanischen Spekulationsblase vorhergesehen hat. Die BIZ schlug 2016 Alarm, da zum ersten Mal die Preisentwicklung in Deutschland 10,6 Prozent über dem langfristigen Trend lag. Der Grenzwert für eine Immobilienblase liege bei 10 Prozent, sodass sich Deutschland nach dieser Definition – und damit auch München – bereits in einer Immobilienblase befindet.

Schuld dafür sei laut der Commerzbankstudie die expansive Geldpolitik der EZB. Diese habe die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihe ins Minus getrieben. Diese Rendite gilt als Indikator der deutschen Baugeldzinsen, welche sich momentan auf dem niedrigsten Niveau aller Zeiten befindet.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Ich denke das Problem ist nicht nur in München, obwohl es dort wirklich extrem ist!
    Wir haben uns nun auch ein Haus mit Grundstück gekauft, für ganze 300000 Euro, was für unsere Gegend schon teuer ist. Vor ein paar Jahren hätten wir das noch um die Hälfte günstiger bekommen. Meine Sorge ist nur wenn die Zinsen im Zuge einer geplatzten Blase steigen, ob wir dann noch die Raten bezahlen können. Immerhin sind wir mit 30 Jahren Abzahlung gut dabei.

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