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Motivationsbedingte Fehlzeiten senken – Die 100.000-EUR-Frage

Motivationsbedingte Fehlzeiten Senken – Die 100.000-EUR-Frage
Wodurch werden Fehlzeiten gefördert und was können Sie als Vorgesetzter dafür tun, damit Ihrer Organisation daraus kein größerer Schaden entsteht? Alexander von Bülow teilt einige spannende Einsichten dazu in diesem Gastbeitrag.

Alexander von Bülow gründete 1993 INTELLIGENZ SYSTEM TRANSFER in Hannover als Teil des gleichnamigen Know-how-Netzwerkes. Heute ist er zusammen mit seinem Team vor allem in der mittelständischen Industrie und für Dienstleistungsunternehmen aktiv. Von der strategischen Planung, über Personalentscheidungen bis zur Stabilisierung veränderter Arbeitsprozesse unterstützt Alexander von Bülow die Entscheider im Management und begleitet als versierter Berater zum Projektziel und zum Erfolg.

Alexander von Bülow

Fehlzeiten wohin das Auge blickt

Bahnen und Busse fallen aus, Krankenhäuser schließen Stationen, kein LKW verlässt das Werk. Weil zu viele Mitarbeitende sich einen „Gelben Schein“, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, beim Arzt ihres Vertrauens besorgt haben. Ein Worst-Case-Szenario, das leider immer wieder eintritt und für das betroffene Unternehmen Einnahme-Verluste und Personal-Zusatzkosten in Millionen-Höhe bedeutet.

disease-4392150_1920Was führt zu einer solchen Misere – oft gekoppelt mit einer hohen Fluktuationsquote und mit Schwierigkeiten, neue Fachkräfte an das Unternehmen zu binden? Eine Frage, die manche Führungskraft an ihre Grenzen bringt. Allerdings ist es weder notwendig ein Heiliger noch ein Arzt zu sein, um den Krankenstand auf das „natürliche“ Maß zu senken.

Je nach Branche und Betriebseinheit ist nur ein Basis-Sockel zwischen zwei und fünf Prozent Krankenstand „echten“ Krankheiten geschuldet. Alles, was in einzelnen, klar identifizierbaren Organisationseinheiten darüber hinausgeht, ist betrieblich bedingt, wenn nicht verursacht, so doch steuerbar.

Bettkanten- und Liegestuhl-Entscheidungen

Die wissenschaftlichen Befunde weisen unisono in eine Richtung: Hohe Krankenstände korrelieren mit mangelhaft erlebter Führung. Das bedeutet vor allem: Wenn es Mitarbeitenden an Aufmerksamkeit, an Kontakt und an Fürsorge fehlt, mangelt es ebenfalls an der Bereitschaft, sich im Zweifel für Präsenz und für das Team, für den Chef oder für das Unternehmen zu entscheiden.

Solche „Bettkanten- und Liegestuhl-Entscheidungen“ werden in der Regel offen im privaten Umfeld und in informellen betrieblichen Peer-Groups legitimiert. Der „Gelbe Schein“ ist die Waffe vermeintlich berechtigter „Notwehr“ im Kampf gegen ungerecht erlebten Einsatz- und Arbeitsbedingungen.

Führung im Dialog

Erfolgreiches Engagement für die Senkung des Krankenstandes zeigt sich insofern immer als Einsatz für vorteilhaft erlebte, leistungsförderliche Arbeitsbedingungen. Leitungs- und Kommunikationsstrukturen sind dabei das A und O. Das ist der Tatsache geschuldet, dass Parameter wie Teamgröße und Leiterzuordnung wesentlich das Ausmaß und den Inhalt betrieblicher Kontakt-Ereignisse und -Erlebnisse zwischen Mitarbeitenden und ihren Führungskräften steuern.

Motivationsbedingte Fehlzeiten senken

Insofern läuft die häufig akribische Suche nach dem einen Ursache-Kern in aller Regel ins Leere.

Umgekehrt macht es Sinn: Erst die Verzahnung von technisch-organisatorischen Möglichkeiten und Zuständigkeiten im Kontext der Leistungsanforderungen. Hinzu kommt ein kontinuierlicher Dialog mit den ausführenden Mitarbeitenden über deren Prüfung und Adjustierung, denn das sichert eine überdurchschnittlich hohe Präsenz-Quote. Ganz zu schweigen von unternehmerischem Erfolg.

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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