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Möbel kaufen in der virtuellen Welt

Möbel Kaufen In Der Virtuellen Welt

Für Kunden ist der Kauf von Möbeln in unserem Jahrhundert eine widersprüchliche Erfahrung. Auf der einen Seite zeigt sich tendenziell, dass immer mehr Leute online kaufen möchten. Und sprichwörtlich bemühen viele Publikationen auch häufig das Bild der streitenden Paare „im IKEA“. Dennoch ist wohl kaum ein Kauf mit so viel Unsicherheit gepaart, wie der eines neuen Möbelstücks. Kein Wunder, denn die Stücke sind meist teuer und zu groß, um sie einfach „anzuprobieren“. Glücklicherweise schicken sich nun digitale Technologien an, den vorprogrammierten Streit im Möbelhaus ad acta zu legen. Allen voran Virtual und Augmented Reality.

Möbel „anprobieren“ – mit Augmented Reality

IKEA macht es vor: Seit nunmehr drei Jahren gibt es auch in Deutschland mit der IKEA-Katalog-App die Möglichkeit, über die Kamera des eigenen Smartphones oder Tablets, Möbel in der eigenen Wohnung zu „platzieren“. In Kombination mit dem Katalog (oder zumindest dessen Deckblatt) können die Möbel sogar maßstabsgetreu abgebildet werden. Mit dieser spielerischen Variante kann man ganz einfach das beste Möbelstück für sein jeweiliges Vorhaben suchen und sich, statt in der Öffentlichkeit, bequem zu Hause streiten.

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Wohnungsplaner mit dem Online-Shop verknüpfen

Falls es mal mehr sein soll, als ein einzelnes neues Stück, gibt es auch Raumplanungs-Apps wie Roomle. Mit Roomle kann man sich im Browser oder auf dem Tablet Grundrisse und Möbel zeichnen und dann die Räume virtuell einrichten. Und mit der 3D-Ansicht kann man am Ende sogar durch die selbst gestaltete Wohnung spazieren. Der Planer ist intuitiv zu bedienen und bietet viele Optionen zur individuellen Konfiguration der Umgebung. Und seit diesem Jahr wird er auch für den Möbelhandel interessant: Denn es gibt nun eine Schnittstelle, mit der sich der Planer in Online-Shops einbinden lässt.

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Ladenbesuch ohne hinzugehen mit Virtual Reality?

Auf der Spieleplattform Steam findet man derzeit einen weiteren Test des Möbelhauses IKEA: Die IKEA VR Experience. Mit der App können Kunden Küchen in einer virtuellen Umgebung anschauen. Man läuft frei durch den Raum, kann Schubladen und Schränke öffnen sowie unterschiedliche Ausführungen testen.

Was noch eine Spielerei ist, könnte für den E-Commerce aber auch Bedeutung erlangen. So testet der chinesische Online-Riese Alibaba derzeit das VR-Shopsystem Buy+, mit dem in einer virtuellen Umgebung ein Online-Shop bereist wird, in dem man sich Produkte in 360-Grad-Ansicht anschauen kann. Inklusive direkter Anbindung an den Warenkorb.

Ob derartige Innovationen zukunftsfähig sind, wird aber auch stark davon abhängen, inwieweit sich VR-Brillen im Mainstream durchsetzen können. Neben Neuerungen im Gaming-Bereich könnten praktische Anwendungsfälle im Handel dafür aber keine unwesentliche Rolle spielen.

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Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Das Möbel anprobieren – Prinzip habe ich nun auch schon einmal gesehen. Ich finde es eine wunderbare Ergänzung für Online Shops. Wir haben für unser Büro neue Büromöbel gebraucht und so konnten alle Kollegen dank des Beamers und des Programms, beim Online-Shopping eine Stimme abgeben.

  2. Mit dem Ikea-Tool kann man ein Möbelstück in der Wohnung testen. Für eine ganze neue Küche wird man aber immer noch mit seinen Raummaßen zum Küchenstudio gehen müssen. Oder sollte sich auch an dieser Situation schon etwas tun?

  3. Vielen Dank für den interessanten Artikel. Heute ist vieles möglich beim Onlinekauf. Man kann ganze Möbel selbst konfigurieren. So erreicht man ein hohes Maß an Individualität.
    Mit besten Grüßen,
    Nina

  4. Optische Eindrücke mittels 3D-Brille zu vermitteln, wird sich garantiert durchsetzten. Was das echte Erfühlen/Ertasten von Oberflächen und das Ausprobieren von Funktionen angeht, lässt sich die Sensorik der Finger und Hände nicht so leicht nachmachen. Das Anfassen der Möbel spielt bei der Kaufentscheidung eine umso größere Rolle, je teurer und damit risikoreicher der Kauf von Möbeln empfunden wird. Am Ende werden hochpreisige Möbel wohl auch weiterhin überwiegend im stationären Möbelhandel vertrieben werden.

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