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Mitarbeiter für die Digitalisierung begeistern

Mitarbeiter Für Die Digitalisierung Begeistern

Viele Unternehmer fürchten sich vor der Digitalisierung. Doch Prof. Dr. Gunther Olesch sieht die  Industrie 4.0 und die damit verbundene Digitalisierung als eine Chance für Deutschland, weiterhin ihre Top-Position im Weltmarkt zu behaupten. Doch dazu müssen zunächst Mitarbeiter, Studenten und Auszubildene motiviert werden. Wie diese neuen Herausforderungen gemeistert werden können, berichtet Herr Olesch im folgenden Gastbeitrag.

Prof. Dr. Gunther Olesch ist Geschäftsführer in den Bereichen Human Resources und Information Technology bei der Phoenix Contact GmbH Co KG. Das Unternehmen ist mit ca. 14.500 Mitarbeitern und 1,91 Milliarden Umsatz weltweiter Marktführer der elektrotechnischen und elektronischen Verbindungstechnik.

Er wurde 2015, 2013, 2011 und 2009 zu den zehn führenden Personalmanagern Deutschlands von der Zeitschrift Personalmagazin in ihrer zweijährigen Untersuchung ernannt. Phoenix Contact erhielt diverse Preise für exzellente Personalarbeit und Führungskultur. Von Prof. Dr. Gunther Olesch sind mehrere Bücher und über 140 Veröffentlichungen zu den Themen Human Resources Management, Unternehmensführung und Informatik erschienen. Er ist Honorarprofessor an der Hochschule Ostwestfalen und hat diverse Ehrenämter inne.

Olesch-Gunther 2015

Prof. Dr. Gunther Olesch

Industrie 4.0 ist eine große Chance für die deutsche Industrie, weiterhin ihre Top-Position im Weltmarkt zu behaupten. Dabei ist es notwendig, unseren MitarbeiterInnen Mut und Qualifikationen zur Digitalisierung zu vermitteln. Unsicherheiten der MitarbeiterInnen zu Industrie 4.0 müssen durch umfangreiche Informationen durch die Geschäftsführung abgebaut werden. Betriebsräte sind hier voreilend einzubinden. Schließlich muss die Geschäftsführung durch Glaubwürdigkeit und Wertschätzung die Mitarbeiter zu Industrie 4.0 motivieren. Daraus werden viele Veränderungen resultieren. Das Anforderungsprofil für die Erstausbildung zum Facharbeiter wird generalistischer und sich zum „Produktroniker“ und „Infotroniker“ entwickeln. Das heißt, dass der Produktionsmechaniker oder der Mechatroniker viel mehr Informatikkenntnisse anwenden muss als heute. Für diese Wissensvermittlung sind die Unternehmen, Berufsschulen und IHK´s verantwortlich. Das Ingenieursstudium muss ebenfalls angepasst werden. Das Bachelor- und Master-Studium sollte mit Zusatzqualifikationen zur digitalisierten Vernetzung angereichert werden. Das sollte in Kooperation von Unternehmen und Hochschulen erfolgen.

Für Angelernte ist es wichtig, sie höher zu qualifizieren, damit sie in Industrie 4.0 eine berufliche Chance finden. Dafür sind die Unternehmen verantwortlich. Aber auch die Berufserfahrenen müssen mitgenommen werden. Eine stete Heranführung an neue Medien und Arbeitsweisen mit altersgerechter Qualifizierung sowie Abbau von Ängsten gegenüber Digitalisierung und Lernen ist empfehlenswert. Es sollten berufsbegleitende Weiterbildung oder berufsbegleitende Aufbaustudien zum Bachelor oder Master in Industrie 4.0 entwickelt werden. Dabei sollten Unternehmen und Hochschule gemeinsam im Team aktualisierte Curriculae erarbeiten.

Für die Führungskraft werden ebenfalls Veränderungen notwendig sein. Er wird sich zukünftig als Change Leader verstehen müssen, wobei die Motivation und Befähigung der Mitarbeiter für Industrie 4.0 im Vordergrund steht. Eine berufsbegleitende Qualifizierung oder ein berufsbegleitendes Aufbaustudium MBA sollte dabei ins Auge gefasst werden. Auch hier sollten Unternehmen und Hochschulen rechtzeitig Programme gemeinsam entwickeln. Bei allen Bildungsinitiativen zu Industrie 4.0 wird verstärkt die Eigeninitiative der Mitarbeiter zum Erlernen von Knowhow gefragt sein. Für all diese Herausforderungen hat Phoenix Contact ein neues Professional Education Center gebaut, in dem diese Bildungsprogramme realisiert werden können.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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