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Mit Wertstromdesign der digitalen Fabrik näher kommen

Mit Wertstromdesign Der Digitalen Fabrik Näher Kommen

Welche der Produktionsplanung sind in Zeiten von Digitalisierung und Industrie 4.0 relevant? Wie ist die Vereinbarkeit von Lean Management und digitalem Fortschritt? Dr. Klaus Erlach kennt die Herausforderungen und klärt Sie im Rahmen dieses Interviews auf.

Dr. Klaus Erlach ist seit 2000 am Fraunhofer IPA in der Abteilung Fabrikplanung tätig. Er berät die produzierende Industrie aus zahlreichen Branchen wie Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeugbau, Optik und Feinmechanik, Elektronik und Elektrotechnik, Stahl und Bau zur wertstromorientierten Planung von Fabriken sowie zur Optimierung von Produktionsabläufen nach Lean-Prinzipien. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die Weiterentwicklung und Anwendung der Methode „Wertstromdesign“ zur Festlegung von Produktionsstrategien bis hin zur Konzeption der Produktionsplanung und -steuerung.

Herr Dr. Erlach, Sie sind in Ihrer Position mit den Herausforderungen der Produktionsplanung bestens vertraut. In wieweit ist Lean Management in Zukunft noch aktuell?

Insofern man unter Lean Management die Vermeidung von Verschwendung versteht, wird es auch in der Zukunft so lange aktuell bleiben, wie Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg in einem marktwirtschaftlichen Umfeld haben müssen, Konkurrenz also nicht (staats-)monopolistisch ausgeschlossen wird. Versteht man darunter ein spezifisches Methodenbündel von KVP über Kanban bis zur KATA, dann ist es jedoch einem historischen Wandel unterworfen.

Mann Instandhaltung 4.0Welche Rolle spielt dabei der Wertstrom?

Eine Sonderrolle nimmt die Wertstrommethode ein. Als Visualisierungs- und Analysemethode ist sie ein weitgehend lösungsneutrales Werkzeug – ähnlich wie das Fabriklayout.

Sind Digitalisierung und Lean Management vereinbar?

Digitalisierung schützt per se nicht vor Verschwendung. Daher ist es empfehlenswert, beides vereinbar zu gestalten und nicht um des elektronischen Spielzeugs willen zu digitalisieren.

Auf der Suche nach dem idealen Wertstrom

Wie sollte der Wertstrom einer schlanken Fabrik idealerweise gestaltet sein?

Das hängt stark vom Einzelfall und den jeweiligen Fabrikzielen ab. Generell gilt aber, dass der ideale Wertstrom flussorientiert und standardisiert ist. Technisch anspruchsvoll ist dabei die fortschreitende Integration von Produktionsprozessen, die auch durch Digitalisierung weiter vorangetrieben werden kann.

Welche Rolle spielt die Bereitstellung von Daten und Informationen aus anderen Bereichen?

Die Schwierigkeit liegt mehr denn je darin, die richtigen Informationen zu erhalten und aus der großen Masse herauszufiltern.

InstandhaltungWie sieht für Sie persönlich die Fabrik der Zukunft aus? Hat der Mensch ausgedient?

Die Fabrik der Zukunft ist weiterhin schlank, hoffentlich ressourceneffizient, wandlungsfähig sowie in menschengerechter Weise teilautomatisiert. Die Idee der »menschenleeren Fabrik« war schon in den Achtzigern verfehlt. Wenn alles, was wir heute in der Produktion tun, kostengünstig automatisierbar ist, dann fällt den Fabrikbetreibern hoffentlich noch etwas darüber Hinausgehendes ein, denn sonst produzieren sie nicht mehr lange.

Große Erwartungen an den 3D-Druck

Welche technologischen Fortschritte sind zu erwarten?

In der Produktionstechnik wird wohl der 3D-Druck die größten Änderungen bringen. Allerdings sehe ich dies nicht monolithisch in dem Sinne, das künftig alles im 3D-Druck hergestellt wird, sondern ergänzend zu heutigen Technologien. Dabei wird es viele unterschiedliche Materialien, Qualitäten und Größenordnungen sowie kombinierte Prozesse (beispielsweise Druck auf Spritzgussteil) geben.

Der stabile Prozess: Traum und Wirklichkeit

Erfahren Sie bei der Leitveranstaltung Production Systems von Dr. Erlach, wie Sie mit Wertstromdesign zur Digitalisierung beitragen. Verpassen Sie nicht die acht Gestaltungsrichtlinien des Wertstromdesigns und wie diese zur schlanken Fabrik beitragen. Diese und weitere Themen vermittelt der Experte bei der Konferenz Production Systems 2018.
Rückblick Production Systems 2018

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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