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Mit TPM als umfassendem Managementsystem nachhaltig Erfolge sichern

Mit TPM Als Umfassendem Managementsystem Nachhaltig Erfolge Sichern

Verschwendung reduzieren und nachhaltig effizient zu sein, das sind Ziele, die mit Hilfe von Lean Management verfolgt werden. Vielen Unternehmen ist es gelungen, durch die Einführung von Total Productive Management (TPM) dieser Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Die Grundlagen dieses Erfolgskonzeptes möchten wir heute vorstellen.

Vorreiter der Philosophie waren die US-Amerikaner William Edwards Deming und Philip B. Crosby, die die Konzepte zur Steigerung der Produktivität in den 50er Jahren entwickelten. In den USA hat man die Vorteile der Methodik nicht wertschätzen und nutzen wollen, anders in Japan. Dort wurde den beiden mit ihren Ideen mehr Verständnis für die Werte und Vorstellungen, wie Qualität, Effizienz, Sauberkeit, Pünktlichkeit und gemeinschaftliche Verantwortung entgegengebracht. Deshalb fand TPM seine erste Anwendung auch in japanischen Fabriken.

Lean ManagementDurch die Zunahme des Automatisierungsgrads und der Komplexität der Maschinen wurde die Instandhaltung nun direkt von den Produktionsmitarbeitern vorgenommen. Damit konnte man die Effizienz tatsächlich der Wertschöpfungskette wesentlich verbessern. Der ursprüngliche Begriff TPM war daher auch zunächst mit Total Productive Maintenance auszuschreiben.

TPM nicht mehr nur in der Instandhaltung

Über 50 Jahre später ist unter dem Begriff TPM weitaus mehr zu verstehen. Inzwischen hat sich die Philosophie zu einer ganzheitlichen Denkweise in alle Bereiche ausgedehnt, dem Total Productive Management. Dahinter verbirgt sich ein umfassendes Konstrukt mit Bausteinen zur Verschwendungsvermeidung, Effizienzsteigerung sowie Fehler- und Unfallvermeidung. Einbezogen werden alle Mitarbeiter übergreifend in allen Hierarchie-Ebenen und Abteilungen zur Steigerung der Effektivität und der Effizienz. TPM strebt eine ganze Reihe von Vorgaben an.

Diese 6 Ziele werden im Rahmen von TPM verfolgt

1

Durch TPM soll eine Unternehmens- und Arbeitskultur geschaffen werden, die zur Steigerung der Effizienz in allen Abläufen, Prozessen und Bereichen beitragen soll.

2

 Mit Hilfe von TPM werden neue Rahmenbedingungen geschaffen, die dazu beitragen, dass Verschwendung und Fehler erkannt und beseitigt werden. Dazu gehört beispielsweise auch das Shopfloor-Management.

3

Die Verpflichtung zu KVP, also der kontinuierliche Verbesserungsprozess, soll also im Rahmen von TPM in allen Unternehmensbereichen zur Kernprämisse werden, auch außerhalb der Produktion.

4

TPM verfolgt das Ziel, übergreifende Arbeitsgruppen zu schaffen, um Effizienzverluste zu verringern.

5

Die Führungskräfte müssen mit Hilfe des TPM die Denkweisen vorleben und alle Mitarbeiter dazu bringen, die Philosophie mitzutragen.

6

TPM zielt darauf ab, eine allgemein verträgliche Struktur zu ermöglichen, mit einer hohen Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit ebenso wie sozialer Verantwortung (CSR).

Zur Überprüfung des Erreichens dieser TPM Ziele arbeitet man mit folgenden Kategorien, die in der Literatur auch unter PQCDSM beschrieben werden. Sie bilden zusammen mit den Zufriedenheits-Vorgaben die anzustrebende Richtung:

Produktivität
Qualität
Kosten
Lieferservice
Sicherheit und Umwelt
Motivation

Diese 8 Säulen des TPM bilden die Basis für das Operational Excellence Reference Modell:

  • KVP, Kaizen und Lean
  • Autonome Instandhaltung
  • Geplante Instandhaltung
  • Kompetenzmanagement
  • Anlaufmanagement
  • Null-Fehler-System
  • Exzellente indirekte Prozesse
  • Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz

Sie werden ergänzt durch experimentelles Lernen, der Verpflichtung durch die Führungskräfte des Unternehmens für die Methoden und durch die Verankerung einer Kultur der Wertschätzung sowie dem langfristig ausgelegten Zielentwicklungsprozess, beispielsweise Hoshin Kanri.

Operational excellence reference model

Erfolgsfaktoren der Instandhaltungs-Organisation

Technologische und demografische Entwicklungen fordern von Unternehmen einen stetigen Wandel. Wie alle Unternehmensbereiche muss sich auch die Instandhaltung flexibel umorganisieren, um zum Geschäftserfolg beizutragen. Instandhaltungs-Aufwand senken und eine hohe Verfügbarkeit sicherstellen – welche Organisationsformen sind wann die richtigen? Eigene Instandhaltung oder Outsourcing? Welche Methoden sichern den nachhaltigen Erfolg? Wie kann der Einsatz neuer Technologien unterstützen? Genau das erfahren Sie in unserem Intensiv-Seminar.

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Quelle:

Fernlehrgang Managementwissen für die Produktion von Prof. Dr. Constantin May, Lektion 4, 6. Auflage 2015

Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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