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Mit Content-Marketing zum Erfolg

Mit Content-Marketing Zum Erfolg

Viele Unternehmen haben in den letzten Jahren eine Content-Strategie aufgebaut. Doch leider verwechseln immer noch viele Unternehmer Content-Marketing mit Werbung. Thomas Hörner erklärt im ersten Teil seines Interviews, was guter Content wirklich leisten kann und warum dieser das genaue Gegenteil von Werbung darstellt.

In der Werbung geht es um das Ich. Im Content-Marketing um das Du.

Thomas Hörner, Berater, Autor, Redner und Dozent

Thomas Hörner beschäftigt sich seit Anfang der 90er Jahre beruflich mit E-Commerce und Online-Marketing. Er arbeitet seit vielen Jahren als Berater, Autor, Redner und Dozent. Seine Kunden sind Konzerne ebenso wie mittelständische Unternehmen, für die er Strategien entwickelt, Online-Marketing umsetzt oder Mitarbeiter schult. Außerdem ist er an mehreren Hochschulen sowie der Berufsweiterbildung tätig.

Die digitale Kommunikation ist bei seinen Vorträgen, Seminaren und Beratungen das zentrale Thema, zu dem er fundiertes Hintergrundwissen ebenso vermittelt wie praktische Handlungsempfehlungen gibt. Thomas Hörner ist Mitglied im Bundesverband Digital Wirtschaft (BVDW) und war über 15 Jahre als Geschäftsführer der Internetagentur MagList OnlineManagement tätig.

Thomas Hörner

Thomas Hörner

Content-Marketing = Werbung?

Herr Hörner, können Sie uns den Unterschied zwischen Content-Marketing und Werbung erklären?

Man könnte es etwas plakativ zusammenfassen mit: In der Werbung geht es um das Ich (als Unternehmen) und meine Produkte. Im Content-Marketing geht es um das Du (als Kunde).

So verbreitet Werbung im Wesentlichen Botschaften vom Unternehmen zu Kunden (beziehungsweise potentiellen Kunden). Diese Botschaften werden in Marketingabteilungen erarbeitet. Es geht darum, was über das Produkt, das eigene Unternehmen und die eigene Marke kommuniziert werden soll, was die Kunden darüber wann und wie erfahren sollen und welche Zielgruppe die dafür passende ist. Diese werblichen Inhalte werden dann in Form von Anzeigen, Video-Spots, Plakaten, Websites oder mit Hilfe von Call Centern, Außendienst oder Newslettern zum Kunden transportiert.

Content-Marketing geht von einem anderen Ansatz aus. Es geht nicht in erster Linie darum, was ein Unternehmen dem Kunden sagen will, sondern darum, was einen Kunden in einer bestimmten Lebens- oder Entscheidungssituation interessiert, ihm weiterhilft oder ihn auch einfach unterhält. Der Anknüpfungspunkt zwischen Unternehmen und Kunde ist also nicht das Produkt und das Unternehmen, sondern der Kunde und seine Interessen selbst. Das ist eher der journalistisch-redaktionelle Ansatz statt dem werblichen.

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https://www.youtube.com/watch?v=kzxiKhb7KrM

Machen wir das einmal an einem konkreten Beispiel fest

beispielsweise dem Anbieter von Shampoos und anderen Haarpflegemitteln (das könnte eine Drogerie, ein Supermarkt oder der Hersteller selbst sein).

Die Werbung würde Botschaften verbreiten: Die Sanftheit der Haarbehandlung, der Glanz nach dem Haarewaschen, vielleicht die umweltfreundliche Abbaubarkeit oder die Tatsache, dass das Shampoo auch bei vielen Friseuren im professionellen Einsatz ist.

WerbungContent-Marketing dagegen würde bei den Kunden ansetzen. Da fragen Kunden beispielsweise in Google „Wieso fetten Haare über Nacht?“, „Wie lange sind Haarpflegeprodukte haltbar?“ oder „Wie oft ist Haare waschen gesund?“.  Das sind Themen, die dann im Content-Marketing bearbeitet werden können. Wichtig ist dabei, diese Themen wirklich fundiert und glaubhaft zu bearbeiten und nicht nur „werblichen Pseudo-Content“ zu schaffen (Werbung, die man nur Content-Marketing nennt, ist noch lange kein Content-Marketing). Der journalistisch-redaktionelle Ansatz ist hier genau der Richtige.

Content-Marketing muss aber natürlich auch zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beitragen. Deshalb werden Themenpläne und Content-Formate für das Content-Marketing so abgestimmt, dass sie natürlich die gleiche Zielgruppe wie die angebotenen Produkte des Unternehmens treffen. Immer wieder wird Content auch mit Marke, Produkte und Unternehmen verknüpft (allerdings nicht in werblich aufdringlicher, sondern in inhaltlich sinnvoll passender Art).

Während Werbung also direkt wirken soll, ist Content-Marketing eher ein strategischer Ansatz. Content-Marketing wirkt indirekt, langfristiger und zahlt auch auf die Marke ein. Content Marketing hat – wenn es richtig gemacht wird – dafür eine sehr hohe Relevanz für den Kunden und führt zu einem hohen Involvement. Nur eines ist Content-Marketing nicht: Ein Ersatz für klassische Werbung. Erfolgreiche Unternehmen wissen, dass beides Hand in Hand gehen muss.

Lesen Sie in der nächsten Woche, wie Sie Content-Marketing richtig in Ihrem Unternehmen einsetzen.

So geht Online-Marketing

Content Marketing hat in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Und dieser Trend wird weiter anhalten. In unserem Seminar Online Marketing kompakt erhalten Sie das wichtigste Know-how, um Ihren Online-Auftritt zu optimieren und Ihre Online-Aktivitäten zu steigern, um so Ihre Reichweite zu erhöhen.

Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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