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Minimum Viable Products (MVP) – diese Mehrwerte sollten Sie für sich nutzen!

Minimum Viable Products (MVP) – Diese Mehrwerte Sollten Sie Für Sich Nutzen!

Viele Unternehmen entwickeln einfach drauf los. Neue Produkte sprießen aus dem Boden und drängen auf den Markt – aber sind diese immer erfolgreich? Nein! Stattdessen ist in nicht wenigen Fällen ein teures Scheitern die Folge. Mit Minimum Viable Products (MVP) können Sie das verhindern.

Die einfachen, aber funktionsfähigen Produkte sind ideal, um von ersten Anwendern getestet und dann von Ihnen weiterentwickelt zu werden. Agiles Projektmanagement ist hier das Stichwort, um eine kundenzentrierte Produktentwicklung zu ermöglichen und das finanzielle Risiko des Scheiterns zu minimieren. Was dahintersteckt, welche Mehrwerte sich für Sie ergeben und wie Sie vorgehen sollten, verraten wir in diesem Beitrag.

Minimum Viable Products bringen Agilität ins Unternehmen

Der Begriff des Minimum Viable Products (MVP) stammt aus dem Silicon Valley. In der berühmten Startup-Welt sind Technologieunternehmen kontinuierlich auf der Suche nach Innovationen, mit denen Sie Wettbewerbsvorteile erzielen können.

Der Silicon-Valley-Entrepreneur und Autor Eric Ries definierte MVP im Jahr 2001 als die Version eines Produkts, mit der Entwickler so früh wie möglich so viel Feedback wie möglich von ersten Anwendern und damit potenziellen Kunden sammeln können.

Kundenbedürfnisse

Der Begründer der Lean-Startup-Methode sieht darin den Weg, ein Produkt zu kreieren, welches Kundenbedürfnisse wirklich befriedigt.

Ein MVP verfolgt daher den Gedanken, nicht von Beginn an ein fertiges, ausgereiftes Produkt zu präsentieren, sondern sich mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung eines ersten funktionsfähigen Prototypen schrittweise der optimalen Lösung zu nähern. Dieser iterative Prozess ist ein wichtiger Baustein für die Agilität eines Unternehmens, denn er bringt entscheidende Mehrwerte mit sich.

Die Mehrwerte sind für die Produktentwicklung nicht zu unterschätzen

Minimum Viable Products ermöglichen Ihnen insbesondere:

Frühe Auslieferung eines funktionsfähigen Produkts an die ersten Anwender, die sogenannten Early Adopters

Ausführliche Testphasen bei den Anwendern ohne großen Entwicklungsaufwand

Frühes Feedback, mit dem Sie Ihr Produkt weiterentwickeln und optimieren können

Abstecken der Marktchancen Ihres Produkts

Kosteneinsparungen, da die Entwicklung von Prototypen günstiger ist, als die Entwicklung eines voll ausgereiften Produkts

Minimierung des finanziellen Risikos, falls das Produkt nicht angenommen wird

Grundlagenbildung für weitere, verwandte Produkte

Referenz für Ihre Kompetenz bei potenziellen Kunden

Vom Skateboard zum Auto – die Funktionalität steht beim MVP im Vordergrund

Um das Ziel eines MVP und die damit verbundenen Mehrwerte besser zu verstehen, hat Henrik Kniberg vor einigen Jahren ein anschauliches Bild entworfen, das wir Ihnen vorstellen möchten.

Henrik Kniberg verwendet dazu das Beispiel der Auto-Entwicklung. Welches Kundenbedürfnis steckt hinter dem Auto? Vorrangig wohl das, bequem von A nach B zu gelangen. Für die Entwicklung eines Minimum Viable Products heißt es nun, sich auf diese Grundanforderung zu beschränken und ein Produkt zu schaffen, welches diese Funktionalität erfüllt und testbar ist.

Als ersten Schritt sieht Henrik Knieberg dabei ein Skateboard und nicht, wie viele vermuten würden einen einzelnen Reifen. Der Reifen wäre nicht testbar, er ist zwar ein Bestandteil des späteren Autos, aber er erfüllt nicht die Funktionalität, die gewünscht ist. Das Skateboard schon.

Skateboard

Erste Anwender können mit dem Skateboard die Fortbewegung testen und Ihr Feedback abgeben – auch wenn sich das Produkt später in eine ganz andere Richtung entwickelt. Überlegen Sie einmal selbst: Was wären stattdessen beim Reifen die nächsten Schritte? Vielleicht eine Achse, ein Sitz, die Karosserie und der Motor? Das Produkt wäre erst am Ende einsatzbereit, sodass man auch gleich das fertige Produkt hätte ausliefern können – mit dem Risiko, dass Sie bis zum Ende nicht wissen, ob es die Vorstellung des Kunden erfüllt.

Vom Skateboard aus kann es hingegen weiter gehen. Der nächste Schritt ist ein Roller. Das Skateboard erhält also einen Lenker, mit dem die Richtung geändert werden kann. Daraus wird ein Fahrrad, auf dem man sitzen kann und für einen noch größeren Komfort ein Motorrad, welches das Gelangen von A nach B weiter vereinfacht, bevor am Ende ein Auto entsteht, das alle Anforderungen erfüllt – weil die Kundenwünsche in den Entwicklungsprozess eingebunden wurden.

In dem folgenden Video (in englischer Sprache) wurde das Modell von Henrik Kniberg noch einmal schön zusammengefasst:

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=0P7nCmln7PM

Mit Minimum Viable Products erfüllen Sie die Bedürfnisse Ihrer Kunden

Was steckt hinter dem Modell von Henrik Kniberg? Sicherlich nicht, die Entwicklung eines Autos, die Sie immer über ein Skateboard starten sollten. Vielmehr dient das Modell als Metapher, die Sie auf Ihre Produktentwicklung anwenden können. Das Skateboard steht dabei für die kleinste nutzbare Variante Ihres Produkts, das Auto für das finale und voll ausgereifte Produkt.

Stellen Sie sich zu Beginn immer die Fragen: Welche Kernfunktion muss Ihr Produkt erfüllen? Und was ist der günstigste und schnellste Weg, mit dem Sie testen können, was sich Ihr Kunde vorstellt?

In der Realität ist der Kunde nicht mit einem neuen fertigen Produkt zufrieden, wenn es keinerlei Testphasen und Weiterentwicklungen gab. Sie arbeiten hier mit Annahmen, aber nicht mit geprüften Fakten. 

Bild: Fragezeichen wird zu Glühbirne

Das ist die Idealvorstellung von vielen Unternehmen, im dynamischen Umfeld aber nicht praktikabel. Gehen Sie lieber Schritt für Schritt vor, um Produkte zu entwickeln, die Ihr Kunde will.

Setzen Sie bei der Produktentwicklung auf ein MVP und gehen Sie wie folgt vor:

Entwickeln: Sie erstellen einen ersten Prototypen

Messen: Sie holen sich das Feedback von ersten Anwendern ein

Lernen: Sie analysieren die Anmerkungen, Kritik und Wünsche

Wiederholen: Sie setzen bei Schritt eins an und entwickeln den 2. Produkttypen

5 Aspekte, die Sie bei der Entwicklung eines MVP bedenken sollten:

1

Ihr MVP sollte schnell funktionsfähig sein, aber auf keinen Fall perfekt

2

Fokussieren Sie sich auf die Kernaspekte und versuchen Sie erst gar nicht ein vollumfassendes Produkt zu kreieren

3

Arbeiten Sie agil und flexibel, anstatt an einem ersten starren Plan festzuhalten

4

Stellen Sie den konkreten Nutzen in den Vordergrund und verzichten Sie auf zu viele überflüssige Eigenschaften

5

Denken Sie last but not least an die Kostenersparnis, die Ihnen diese Vorgehensweise am Ende bringt und nicht gleich an den Umsatz

Bekannte Beispiele, die nach dieser Vorgehensweise entwickelt wurden, sind unter anderem Uber, Airbnb, Dropbox oder Snapchat.

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Martina Große Bley

Ich bin bei Management Circle Teamleiterin für das Content Marketing und unter anderem für die Themen-Blogs Soft Skills, Projektmanagement und Handel verantwortlich. Mit abwechslungsreichen Artikeln, Interviews und Gastbeiträgen unserer Referenten informiere ich Sie über die neusten Entwicklungen und gebe Ihnen Tipps, um die eigenen Kompetenzen verbessern zu können. Ich freue mich auf den Wissensaustausch mit Ihnen!

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