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Mikroapartments: Kleine Wohnung, große Flexibilität, maximaler Komfort

Mikroapartments: Kleine Wohnung, Große Flexibilität, Maximaler Komfort

Ein teures Auto, eine große Wohnung oder eine luxuriöse Armbanduhr – Statussymbole, die in der Generation der Millennials (Jahrgänge 1980-2000) nichts mehr zählen. Ganz im Gegenteil: Wer etwas auf sich hält, investiert beispielsweise in Mode, Kunst, Reisen oder einen besonders gesunden Lifestyle. Ein selbstbestimmtes und flexibles Leben ist dieser Generation wichtig. Ebenso schleierhaft ist den Menschen dieser Generation, warum Arbeit an einem festen Platz im Büro stattfinden muss. Schließlich lässt es sich mit Laptop und W-Lan an jedem beliebigen Ort zu nahezu jeder Uhrzeit arbeiten. Den Job auf Lebenszeit gibt es ohnehin nicht in dieser Generation: Die Arbeitswelt zwingt die jungen Menschen zu immer neuen Anpassungen was Wohnort und Aufgabenbereich betrifft. Wie diese Generation wohnen möchte, darauf wirft in diesem Gastbeitrag Thomas Zabel einen Blick.

Thomas Zabel ist Head of Residential Development Germany bei JLL Residential Development. Bereits mit 21 Jahren gründete er sein Beratungsunternehmen in Aachen, 2016 übernahm der globale Immobilienkonzern Jones Lang LaSalle die von ihm geführte Berliner Zabel Property AG mit dem Fokus auf eine Internationalisierung des deutschen Wohnungsmarktes. Seit über 25 Jahren ist der erfolgreiche Unternehmer an verschiedenen Immobiliengesellschaften und Wohnprojekten in Deutschland beteiligt. Außerdem verantwortet er die bundesweiten Aktivitäten der JLL Residential Development.

Thomas Zabel,

Thomas Zabel

Geänderte Lebensverhältnisse – geänderte Wohnansprüche

Menschen bestimmen, wie die Immobilie aussieht, in der sie gerne leben möchten. Und der Alltag der Menschen hat sich verändert und damit auch die Anforderungen an eine Wohnung: Die Arbeitswelt wird flexibler, das bringt eine höhere Zahl von Jobwechseln und damit verbunden häufigere Wohnungswechsel mit sich. Große Wohnungen mit vielen eigenen Möbeln sind allerdings bei Umzügen hinderlich. Ein flexibles Wohnkonzept muss also her. Außerdem: Viele Menschen leben allein, warum also nicht den Gemeinschaftsgedanken fördern und ein gemeinsam genutztes Fitness-Studio oder eine Gemeinschaftsküche in einem Wohnhaus anbieten? Co-Working-Raum?

Mikroapartments – mehr als nur wohnen

Die Antwort auf diese gesellschaftlichen Trends: Mikroapartments, die nicht nur kleine und trotzdem komfortable Wohnungen in zentraler Lage bieten, sondern sich in einem Gebäudekomplex befinden, der zusätzliche Services und gewisse Annehmlichkeiten bietet.

Für die Ausstattung der Wohnung bedeutet das: Maximale Ausnutzung einer kleinen Fläche durch maßangefertigte Möbel und Schiebetüren, die eine flexible Nutzung als Schlaf- und Wohnraum ermöglichen.

Für die Ausstattung des gesamten Gebäudes bedeutet das zudem: Gemeinschaftsflächen wie Kinos, Fitness- und Wellnessbereiche, eine Küche, Co-Working-Räume oder gemeinsam genutzte Terrassen oder Grünflächen. Ein Concierge-Service gehört dabei schon fast zum obligatorischen Angebot. Einen Schritt weiter gehen die sogenannten Serviced Apartments: Hier können die Wohnungen für eine Mindestmietdauer ab drei Monaten genutzt werden. Die Reinigung der Wohnungen, oft sogar auch ein Wäscheservice sowie ein Restaurant im Haus, gehören zu diesem Angebot dazu.

Dabei muss der Nutzer der Mikro-Apartments nicht der klassische Student sein: Auch für Wochenend-Pendler, Projektarbeiter oder auch jemand, der einfach Gemeinschaft und Service sucht, sind Mikro-Wohnungen interessant. Für Geschäftsreisende kann ein Mikro-Apartment als Zweitwohnsitz sogar eine Art Hotel-Ersatz sein.

Mikro-Apartment

Trends der Immobilienbranche: Mikro-Apartments

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Für welche Käufer Mikroapartments interessant sind

Da die Wohnungen klein sind und in sehr zentralen Lagen liegen, sind sie für verschiedene Käuferschichten interessant: Für den klassischen Kapitalanleger, der aus der Region oder dem Ausland kommt, genauso wie für den Erst-Investor, der aufgrund der kleineren Losgrößen auch mit einem geringeren Budget in der Lage ist zu investieren. Oftmals kaufen auch Eltern für ihre Kinder ein Mikroapartment, um ihnen eine Wohnung für das Studium oder den Berufsstart zur Verfügung zu stellen, um es dann später weiter zu vermieten.

Aus der Sicht des Verkäufers ist das Mikroapartment folglich ein Asset, das aufgrund der zukunftsweisenden Konzeption und der geringen Kaufpreise in bester Lage auf eine hohe Nachfrage bei Käufern trifft und weiterhin treffen wird.

Diese Immobilien werden in Zukunft benötigt

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Bildquelle Beitragsbild: JLL Residential Development

Silke Ritter

Wie werden wir künftig leben und arbeiten? Dieser Frage gehe ich hier im Blog nach. Seit 2012 gehöre ich zum Management Circle-Team, zuvor habe ich nach meinem Germanistik-Studium in der PR-Branche gearbeitet. Als Teil der #GenerationY weiß ich nicht nur um die Wichtigkeit von Hashtags und gutem Content, sondern wünsche mir mehr Mut in Unternehmen für die Digitalisierung. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Themenvorschläge!

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