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Zeit für Führung: Delegieren Sie doch einfach mal – und wenn, dann richtig!

Zeit Für Führung: Delegieren Sie Doch Einfach Mal – Und Wenn, Dann Richtig!

Den neuen Schritt in die Rolle des Vorgesetzten zu meistern, ist nicht immer leicht, gerade für junge Führungskräfte. Die Psychologin Florentine von Wedemeyer kennt die Do’s und Don’ts in Sachen Delegieren. Sie gibt uns wichtige Hinweise, wie Sie am eigenen Zeitmanagement drehen können, um Ihrer Führungsrolle noch effizienter gerecht zu werden.

Seien Sie ehrlich zu sich selbst – was von Ihren Aufgaben können tatsächlich NUR Sie übernehmen?

Florentine von Wedemeyer, TWIST Consulting Group

Florentine von Wedemeyer ist Beraterin bei der TWIST Consulting Group in München. Die Wirtschafts- und Organisationspsychologin führt schwerpunktmäßig Seminare für Nachwuchsführungskräfte sowie Trainings und Workshops zu Themen im Bereich sozialer Kompetenzen wie Kommunikation, Präsentation, Konfliktmanagement, Teammanagement, Führung, Interkultureller Kompetenz u.a. durch. Des Weiteren betreut sie in Konzeption, Durchführung und Evaluation Potenzialanalysen und Teamentwicklungen in verschiedensten Unternehmen.

Florentine von Wedemeyer

Florentine von Wedemeyer

Für junge Führungskräfte ist Zeitmanagement besonders wichtig!

Gerade junge Führungskräfte tun sich oft schwer, den Alltag als Vorgesetzte zu beschreiten und die Zeit richtig einzuteilen. Haben Sie drei konkrete Tipps, mit denen man seine Effizienz steigern kann?

Seine Aufgaben sammeln und priorisieren (wie dringlich ist eine Aufgabe? Und abgesehen davon, wie wichtig?) und sich dann trauen:

Alles, was ich nicht selber tun MUSS, delegieren.

Sich dabei kritisch fragen: Gebe ich wirklich alles ab, was ich abgeben kann? Oder hänge ich an vertrauten, liebgewonnen Aufgaben, die ich abgeben könnte, um mich stattdessen echten Führungsaufgaben zu widmen?

Alles, was ich delegiere, auch wirklich abgeben.

Gerade wenn ich früher die Aufgaben selber erledigt habe (vom Kollegen zum Chef), hänge ich oft zu sehr an meiner Vorgehensweise und lasse den Mitarbeitern zu wenig Freiraum oder lasse Rückdelegation zu.

Identifizieren Sie alles, was nicht überaus wichtig ist.

Diese Dinge bearbeiten Sie nicht in Perfektion, sondern nur so gut wie nötig (80/20-Regel).

Die Do’s und Don’ts beim Delegieren

Zur Arbeit eines Chefs gehört auch das Delegieren. Welche Tipps können Sie unseren Lesern an die Hand geben?

Business RhetorikGrundsätzlich ist es meist so, dass eine Führungskraft weniger delegiert, als sie könnte. Und dadurch mehr auf dem Tisch liegen hat, als sein müsste. Daher möchte ich erst einmal an Sie als Führungskraft appellieren: Seien Sie ehrlich zu sich selbst – was von Ihren Aufgaben können tatsächlich NUR Sie übernehmen? Alles andere sollten Sie „loslassen“ und delegieren.

Do’s dabei: Delegieren Sie klar und deutlich. Ihr Mitarbeiter oder Kollege muss wissen, WAS genau – BIS WANN – WIE er tun soll. Wichtiger Punkt für das WIE: Handelt es sich um eine Aufgabe mit hoher Priorität, die er oder sie möglichst sorgfältig und genau bearbeiten sollte? Oder sollte im Gegenteil wenig Zeit darauf verwendet werden? Dann kommunizieren Sie klar und gegebenenfalls auch mehrmals, dass die Aufgabe nicht fehlerfrei, sondern möglichst schnell erledigt werden soll (beispielsweise  ein Entwurf, eine teaminterne Präsentation zu einer Zwischenbilanz oder ähnliches) und nennen Sie einen exakten Zeitrahmen (BIS WANN). Besprechen Sie außerdem die Art / den Umfang (WAS genau?) der Aufgabe. Ihr Mitarbeiter oder Kollege hat nicht automatisch dasselbe „Bild“ einer Aufgabe im Kopf wie Sie. Lieber zu viel erklären als zu wenig.

 

Flexibilität ist ein entscheidender Faktor

Wie flexibel muss man als Führungskraft heute sein? Schließlich ist nicht jeder Mitarbeiter gleich. Wie kann man erkennen, was jeder Mitarbeiter braucht?

Für die Beantwortung dieser Frage müsste ich weiter ausholen. Mitarbeiter sind auf verschiedenen Ebenen ungleich. Zum einen gibt es verschiedene Teamrollen beziehungsweise Funktionen in Teams, die von den Mitarbeitern übernommen werden können. Diese gilt es genauso zu beachten und ihre jeweiligen Stärken zu nutzen und Schwächen auszugleichen. Wie auch die aktuelle Entwicklungsstufe des Mitarbeiters in dem Aufgabenbereich, den er gerade bearbeitet, zu berücksichtigen ist. Einen Mitarbeiter, der gerade ein völlig neues Aufgabengebiet übernommen hat, muss man hierbei anders führen als einen Mitarbeiter, der bereits seit Jahren das tut, was er gerade tut. Außerdem ist es für Führungskräfte interessant, mögliche „Antreiber“ für Motivation und Arbeitsweise ihrer Mitarbeiter zu betrachten. Jemandem, der vom inneren Vorsatz  „Ich will immer alles perfekt und fehlerlos machen“ getrieben ist, kann ich bewusst die Aufgaben geben, die besonders sorgfältig bearbeitet werden müssen. Möchte ich hingegen einen schnellen Entwurf von ihm, werde ich es wohl weniger einfach haben. Dies sollte ich dann besonders deutlich und wiederholt kommunizieren: „Fehler sind kein Problem! Stattdessen ist Schnelligkeit wichtig.“

 

Managementtraining für junge FührungskräfteKann das („gute“ Führen) jeder lernen?

Gewisses Führungs“werkzeug“ kann sich jeder mit der nötigen Motivation und Interesse am Mitarbeiter beziehungsweise Mitmenschen aneignen. Zusätzlich hilft es, bestimmte Eigenschaften wie Einfühlungsvermögen, Kontaktfreudigkeit oder auch Durchsetzungsvermögen zu besitzen. Eine Führungskraft verfügt im Idealfall über „vier Säulen der Akzeptanz“: Macht (also Weisungs- und Kontrollbefugnis), Persönlichkeit (Charisma, Authentizität, Souveränität uns ähnliches), Fach- und Managementkompetenz. Selten sind alle Säulen vorhanden beziehungsweise gleich stark ausgeprägt – das ist aber auch nicht unbedingt notwendig, um eine gute Führungskraft zu sein. So kann ein Fachvorgesetzter beispielsweise auch ohne „Macht“ ein sehr guter Projektleiter sein oder ein disziplinarischer Vorgesetzter ohne profunde Kenntnis in einzelnen Fachgebieten seine Mitarbeiter erfolgreich fordern und fördern.

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Vom Kollegen zum Vorgesetzten

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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