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Lernen in der Arbeitswelt 4.0 (Teil 1): Virtual Classrooms

Lernen In Der Arbeitswelt 4.0 (Teil 1): Virtual Classrooms
Beitragsserien: Lernen in der Arbeitswelt 4.0

Auf dem Corporate Learning Forum hieß es inmitten der vielen Innovationen: Der Mensch steht beim Lernen im Mittelpunkt. Aber so richtig stimmt das derzeit ja doch nicht, bei dem Hype, der um neue Technologie gemacht wird. Deshalb führen wir heute unsere neue Artikelserie zum Lernen in der Arbeitswelt 4.0 ein. Darin beleuchten wir neue Tools, Software, Hardware und Strategien, die im digitalen Unternehmen das Lernen verändern. Im ersten Teil geht es um Virtual Classrooms.

Was sind eigentlich Virtual Classrooms?

Sofern man sich mit Lern- und Trainingsmethoden beschäftigt, läuft einem dieser Begriff ja häufiger über den Weg. Aber haben Sie diesen jemals gegoogelt? Vielleicht ist der Begriff des virtuellen Klassenzimmers zu vertraut und klingt zu banal, sodass man sich nicht berufen fühlt, sich aktiv damit zu beschäftigen. Wir möchten es bei dieser Gelegenheit aber trotzdem einmal tun.

Die erste Erkenntnis dabei: Ein Virtual Classroom ist eine Software.

Ein Tool, das die Möglichkeiten eines echten Klassenzimmers im Digitalen abbilden kann.

Eine zweite Erkenntnis: Diese Tools sind absolut erschwinglich.

Viele Plattformen sind sogar Open Source und damit kostenlos – und sie einzusetzen ist gar nicht schwer.

Virtual Classrooms sind in der Regel eine Software, die diverse Einzelfunktionen miteinander verbindet:

  • Sie bestehen aus einem Fenster, in dem Audio und Video des Moderators abgebildet werden können,
  • aus einem weiteren Fenster, in dem Präsentationen gezeigt werden.
  • einem interaktiven Whiteboard,
  • aus einer Live-Chat-Funktion und einem Chatfenster, in dem Teilnehmer Fragen zur Session stellen können.
  • Zusätzlich kann der Moderator über ein Tool noch Webseiten auf den PCs der Teilnehmer aufrufen.
  • Außerdem können Teilnehmer auch gemeinsam an Dokumenten arbeiten und igene Dokumente oder auch das Live-Bild auf ihrem Rechner mit den anderen Lernern teilen.
  • Und nicht zuletzt kann der Moderator über Umfragen auch Feedback von den Teilnehmern einholen, zum Beispiel um die Session für das nächste Mal weiter zu optimieren.

Sie sehen: Virtual Classrooms sind gar kein schlechtes Tool, sondern im Gegenteil ganz schön vielseitig!

Warum sollte man Virtual Classrooms nutzen?

Ist ein echtes Klassenzimmer nicht eigentlich viel praktischer? Dazu kann man klar sagen: Jein! Aber zunächst die unschlagbaren Gründe für die Nutzung eines virtuellen Klassenzimmers. Diese sind besonders in großen oder internationalen Unternehmen vorhanden. Denn dort machen Virtual Classrooms es möglich, alle Lerner gleichzeitig am selben Ort zu versammeln. Nicht einmal die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Damit sparen Unternehmen eine Menge Reisekosten und können trotzdem ein effektives Training durchführen.

Warum ist das Training effektiv? Nun, das hat viele Gründe!

  • Ein interaktiv gestalteter Unterricht, der sich die vielen Multimedia-Tools zunutze macht und die Lernenden aktiv einbindet, kann das Wissen nachhaltig vermitteln.
  • Virtuelle Klassenzimmer sind komfortabel erreichbar – zum Beispiel vom heimischen PC oder vom Büroarbeitsplatz aus. Dadurch lassen sie sich viel flexibler in den Arbeitsalltag integrieren als Präsenztrainings.
  • Nach dem Live-Training können die Lernenden weiter auf das Material zugreifen. Dabei können sie frei entscheiden, wann und wo das geschieht. Denn der Unterricht bleibt als Video auch im Nachhinein erhalten.

Achtung! Virtual Classrooms sind für viele gewöhnungsbedürftig

Natürlich kann man sagen, dass es auch Nachteile gegenüber dem Präsenztraining gibt. Da wäre zum Beispiel die Befürchtung, dass die Erfahrung zu unpersönlich und technisch ist. Oder dass viele Mitarbeiter mit der Software nicht zurechtkommen. Und solche Befürchtungen sind nicht unbegründet, können aber meistens auf ein „Generationenproblem“ zurückgeführt werden.

Bild: erschöpfte geschäftsfrau sitzt an einem tisch voller büroarbeiten

Wahrscheinlich werden zum Beispiel Mitarbeiter der Generation Z, die mit Freunden aufgewachsen sind, die sie ausschließlich online kennen – und nicht mal unter Realnamen – diese Trainings überhaupt nicht unpersönlich finden. Auf der anderen Seite werden Mitarbeiter, die lieber Meetings halten als E-Mails zu schreiben und lieber zum Telefonhörer greifen als zur Telefontastatur, enorme Schwierigkeiten haben, sich darauf einzulassen. Nicht jeder ist technikaffin und die Ängste, Sorgen und Zweifel aller Mitarbeiter müssen ernstgenommen werden.

Sind Virtual Classrooms etwas für Ihr Unternehmen?

Das können nur Sie selbst entscheiden. Das Gute ist: In diesem Fall ist Ausprobieren gar nicht teuer. Nutzen Sie doch am besten die Suchmaschine Ihrer Wahl und Sie werden schnell auf eine passende Software stoßen.

Sofern Virtual Classrooms Ihre Mitarbeiter beim Lernen in der Arbeitswelt 4.0 grundsätzlich nicht weiterbringen, und Sie das auch wirklich wissen, dann keine Sorge. Schauen Sie in dem Fall doch einmal in unseren Rückblick zum Corporate Learning Forum 2017. Vielleicht bringt Sie das ja auf eine bessere Idee. Oder Sie verfolgen weiter unsere neue Artikelserie!

beitragsbild-corporate-learning-forum-2017

Rückblick Corporate Learning Forum 2017

Sollte der Mensch im Mittelpunkt stehen oder die Technologie? Und was macht die Digitalisierung des Lernens eigentlich alles möglich? Lesen Sie unseren Rückblick!
Jetzt kostenlos herunterladen!

Bilder: Konstantin Yuganov, Franz Pfluegl | de.fotolia.com

Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

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