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München wächst – doch wohin? Das sagt OB-Kandidatin Kristina Frank

München Wächst – Doch Wohin? Das Sagt OB-Kandidatin Kristina Frank

München zählt bereits zu den am dichtesten besiedelten Städten in Deutschland. Und trotzdem steigt auch weiterhin die Nachfrage nach Wohn- und Arbeitsräumen. Wo und wie München noch Potenzial hat, darüber haben wir mit der OB-Kandidatin Kristina Frank gesprochen. Sie hat uns zudem beantwortet, was sie vom diskutierten Mietenstopp hält.

Kristina Frank wurde am 2. April 1981 in München geboren. Während ihres Jurastudiums war sie von 2001 bis 2006 persönliche Referentin des Staatsministers der Justiz a.D. Alfred Sauter, MdL. Später war sie als Rechtsanwältin, Staatsanwältin der Staatsanwaltschaft München II und als Richterin für allgemeine Zivilsachen sowie Banken- und Kapitalmarktsachen am Landgericht München I tätig. Ab 2014 war sie Stadträtin der Landeshauptstadt München und dort u.a. stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CSU-Fraktion und zuletzt Sprecherin der CSU-Fraktion im Kommunal- und Sportausschuss. Im Februar 2018 wurde Kristina Frank vom Münchner Stadtrat für sechs Jahre zur Kommunalreferentin / berufsmäßigen Stadträtin gewählt. Seit August 2018 leitet sie das Kommunalreferat.

Kristina Frank

München wächst weiter – aber wie?

München ist bereits eine der am dichtesten besiedelten Städte in Deutschland und trotzdem besteht auch weiterhin Bedarf an Büroflächen und Wohnungen. Was ist diesbezüglich geplant, um den Bedarf zu decken?

Gerade in Zeiten von Flächenknappheit ist es wichtig, bislang brachliegende Potenziale zu heben. Städtische Grundstücke müssen multifunktional nutzbar und die Flächen optimal geplant sein. Wo Nachverdichtung sinnvoll ist, sollte über Anbauten oder Aufstockungen nachgedacht werden. Die Landeshauptstadt München hat darüber hinaus die städtischen Wohnungsbaugesellschaften verpflichtet, jährlich rund 8.500 neue Wohnungen zu bauen. Da die Mieten gedeckelt sind, stehen sie vor allem Menschen mit niedrigeren Einkommen zur Verfügung, die es sonst auf dem angespannten Münchner Mietmarkt schwer haben. Die Stadt weist zudem Gewerbeflächen aus, wie beispielsweise im neuen Stadtteil Freiham.

Doch die Stadt alleine kann den hohen Bedarf an Wohn- und Gewerbeflächen in der Metropolregion nicht decken. Private Investoren sind ebenso gefragt, wie der Freistaat, Unternehmen und die Umlandgemeinden. Wir müssen alle an einem Strang ziehen, denn wir gestalten München für die Zukunft. Damit München lebenswert bleibt, müssen wir aber genügend Ruheoasen in der hektischen Großstadt erhalten und dürfen nicht jede Ecke überplanen.

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Wird München in die Höhe wachsen…

Wird es künftig in München Hochhäuser geben?

In München wird es definitiv weitere Hochhäuser geben. Wenn man wenig Platz innerhalb der festgelegten Stadtgrenzen hat, dann ist das eine Option optimaler Flächenausnutzung. Bei den Planungen müssen wir jedoch mit viel Fingerspitzengefühl agieren. Hochhäuser in der Altstadt? Geht gar nicht! Hochhäuser in gewerblich genutzten Gebieten? Vielleicht schon eher. Diese Gebäude müssen sich trotz ihrer Höhe einfügen, zu Stadtviertel und Infrastruktur passen. Denn eine gesichtslose Megacity darf München nicht werden.

…oder in die Breite?

Wo hat München noch „Platz“, wo könnten künftig noch neue Flächen erschlossen werden?

An den Stadträndern gibt es Flächenpotenziale, welche die Stadt gerne entwickeln würde. Diese Vorhaben erfordern einen längeren Vorlauf, da die Grundstücke nicht alle der Landeshauptstadt München gehören. Mit den jeweiligen Eigentümern muss man sich an einen Tisch setzen.

Bei der Planung von neuen, großen Stadtentwicklungsgebieten ist es außerdem extrem wichtig, die Anwohnerschaft von Anfang an einzubinden. Menschen, die dort wohnen, müssen mitreden dürfen, wie sich ihre Nachbarschaft entwickelt. Transparenz schafft Vertrauen. Stadtplanung bedeutet nicht, nur Wohnraum zu schaffen. Unser besonderes Augenmerk richtet sich deshalb auf ganzheitliche Infrastrukturplanungen. Ohne Verkehrskonzept, Schulplanung oder Einkaufsmöglichkeiten könnten neue Viertel sich nicht versorgen und auch nicht einfügen.

Mietenstopp in München – ja oder nein?

Durch den Mangel an Wohnraum steigen auch die Mieten seit Jahren. Jetzt wurde die Idee des Mietenstopps eingebracht. Was ist Ihre Meinung dazu?

Ich habe Zweifel, dass der Vorstoß auf Landesebene, Mieten für Wohnungen auf dem freien Markt für sechs Jahre einzufrieren, verfassungskonform ist. Außerdem könnte das Eigentumsrecht der Vermieter unverhältnismäßig eingeschränkt werden. Deswegen teile ich zwar das Ziel des Begehrens im Grundsatz, den Weg dorthin lehne ich jedoch ab. Es muss mehr preiswerter Wohnraum geschaffen werden – von Kommunen, Land und Bund. Instrumente wie die Mietpreisbremse sind darüber hinaus sinnvoll und notwendig. Man muss über ein ganzes Bündel an Maßnahmen nachdenken, wie eine Intensivierung der Bautätigkeit, beschleunigte Verfahren, Förderprogramme, höhere Investitionen sowie Änderungen im Steuer- und Baurecht und auch im Mietrecht.

Jahresauftakt und Ausblick – das erwartet die Immobilienbranche in München

Wie lässt sich steigende Nachfrage nach Wohn- und Arbeitsräumen mit begrenztem Platzangebot in München vereinbaren? Über Ideen, Konzepte und Lösungsansätze sprechen führende Köpfe der Branche auf dem „Immobilienforum München“.

Silke Ritter

Wie werden wir künftig leben und arbeiten? Dieser Frage gehe ich hier im Blog nach. Seit 2012 gehöre ich zum Management Circle-Team, zuvor habe ich nach meinem Germanistik-Studium in der PR-Branche gearbeitet. Als Teil der #GenerationY weiß ich nicht nur um die Wichtigkeit von Hashtags und gutem Content, sondern wünsche mir mehr Mut in Unternehmen für die Digitalisierung. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Themenvorschläge!

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