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Konfliktlösung im Führungsalltag – das Harvard-Konzept hilft!

Konfliktlösung Im Führungsalltag – Das Harvard-Konzept Hilft!

Konflikte kennt jeder im Berufsalltag und Führungskräfte ganz besonders. Eine offene Kritik am Chef, eine Beschwerde zu einem bestimmten Vorgehen im Unternehmen oder im schlimmsten Fall sogar eine üble Nachrede über Kollegen – schon ist der Konflikt da. Doch ob offener oder verdeckter Widerstand, für Sie bedeutet das, Sie müssen den Konflikt erkennen und lösen. Wie Sie das schaffen und warum das Harvard-Konzept dafür nützlich sein kann, verraten wir in diesem Beitrag.

Ursachen für den Widerstand

Konflikte entstehen auf vielfältige Weise. Die Ursache, warum ein Mitarbeiter Widerstand leistet, der dann zu einem Konflikt führt, liegt aber meist in der persönlichen Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation. So kann es sein, dass Mitarbeiter unmotiviert sind, weil sie finden, dass ihre fachliche Qualifikation für ihre derzeitige Tätigkeit nicht ausreichend ist. Eine weitere häufige Ursache für eine Widerstandshaltung ist die Veränderung. Wenn sich liebgewonnene Gewohnheiten plötzlich verändern, ist der Konflikt meist vorprogrammiert. Damit einhergehen kann auch die Angst vor dem, was da kommen mag, das heißt die Angst vor dem unbekannten Neuen.

Auch persönliche Konflikte mit der Führungskraft können zu einer ablehnenden Haltung führen. War zum Beispiel die Beziehung zum Chef schon immer schwierig, kann dauerhaft ein gewisser Widerstand vorliegen. Auch die persönliche Unzufriedenheit mit dem eigenen Job oder den Zielen kann für Gegenwehr sorgen, vielleicht sogar bis zur Kündigung.

Die Ursachen sind also vielfältig und nicht immer voraus zu sehen. Was ist aber, wenn der Konflikt nun bereits offensichtlich vorliegt. Wie gehen Sie damit am besten um?

Der richtige Umgang mit Konflikten

Liegt ein Konflikt erst einmal vor, ist es Ihre Aufgabe als Führungskraft, diesen zu erkennen und im besten Fall zu lösen. Ist eine Lösung auf den ersten Blick nicht möglich, ist es zumindest an Ihnen, den Konflikt bestmöglich für alle Beteiligten zu regeln.

5 Tipps für den Umgang mit Konflikten

Versuchen Sie den Kern des Konflikts zu verstehen: Was ist das Problem?

Ermitteln Sie die Ursache für den Konflikt: Warum kam es dazu?

Nehmen Sie die Bedürfnisse der Beteiligten ernst: Was wollen die einzelnen Personen?

Führen Sie eine offene und transparente Kommunikation: Wer muss was wissen?

Ermöglichen Sie allen Betroffenen eine Beteiligung an der Lösung: Was kann die Lösung sein?

Das Harvard-Konzept der Verhandlungsführung

Das sogenannte Harvard-Konzept wurde vor über zwanzig Jahren von den beiden Professoren Roger Fisher und William Ury an der Harvard Universität im Rahmen des „Harvard Negotiation Projects“ entwickelt. Die Idee des Projekts war es, die Methoden des Verhandelns und Vermittelns zu untersuchen und wirkungsvolle Techniken für die Verhandlungsführung zu generieren.

Das vorrangige Ziel sollte es dabei sein, eine friedliche Einigung in Konfliktsituationen herbeizuführen, mit der alle Beteiligten gut leben konnten – im Klartext die bekannte Win-Win-Situation für alle Seiten zu schaffen.

In der Verhandlung nach dem Harvard-Konzept müssen vier Bedingungen erfüllt sein:

1

Trennen Sie Person und Sache klar voneinander ab
Sie sollten das Problem nicht mit persönlichen Aspekten vermischen und dadurch falsche Schlussfolgerungen ziehen. Versuchen Sie stattdessen lieber einen vorurteilsfreien und wertschätzenden Umgang miteinander.

2

Sprechen Sie nicht über Positionen, sondern nur über Interessen
Denken Sie immer daran, dass es bei der Suche nach einer Lösung nicht darum geht, einen Gewinner und einen Verlierer zu definieren. Vielmehr sollten Sie versuchen die Interessen von allen Beteiligten in Einklang zu bringen.

3

Entwickeln Sie mehrere kreative Optionen
Versuchen Sie erst gar nicht, nach der einzig wahren Lösung zu suchen. Das beeinträchtigt Ihre Kreativität und damit auch die Entwicklung von Alternativen. Suchen Sie mit den Beteiligten zum Beispiel nach Gemeinsamkeiten in den Interessen oder machen Sie ein Brainstorming, um zusammen alternative Entscheidungsmöglichkeiten zu entwickeln.

4

Schaffen Sie eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten
Legen Sie mit allen Beteiligten objektive Kriterien fest, um das Verhandlungsergebnis messen zu können. Nur so können Sie die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten neutral und sinnvoll bewerten, um dann eine Entscheidung zu treffen, mit der alle Beteiligten zufrieden sind.

Bedenken Sie immer: Man sieht sich fast immer zweimal im Leben. Ein Alleingang oder Rachefeldzug lohnt sich also in den meisten Fällen nicht. Versuchen Sie es lieber einmal mit der „Win-Win-Situation“.

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Martina Große Bley

Ich bin bei Management Circle Teamleiterin für das Content Marketing und unter anderem für die Themen-Blogs Soft Skills, Projektmanagement und Handel verantwortlich. Mit abwechslungsreichen Artikeln, Interviews und Gastbeiträgen unserer Referenten informiere ich Sie über die neusten Entwicklungen und gebe Ihnen Tipps, um die eigenen Kompetenzen verbessern zu können. Ich freue mich auf den Wissensaustausch mit Ihnen!

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