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Keine Digitalisierung ohne Stammdaten-Management?

Keine Digitalisierung Ohne Stammdaten-Management?

Keine Digitalisierung ohne Daten, das haben Sie sicher schon mal gehört. Andere sprechen von Daten als „das neue Gold“. Wie ist es in Ihrem Unternehmen? Sind Sie im Bereich Stammdaten-Management und Digitalisierung bereits gut aufgestellt? Falls nein – hier eine erste Hilfestellung.

Stammdaten – ein paar Grundlagen

Was sind Stammdaten?

Mit Stammdaten sind jene Daten gemeint, die weitestgehend statisch sind und über einen längeren Zeitraum unverändert bleiben. Sie dienen der Identifikation, Klassifikation und Charakterisierung von Sachverhalten. Stammdaten werden nur selten verändert, etwa bei einem Adresswechsel eines Kunden oder bei der Änderung der Bankverbindung. Andere sind sogar dauerhaft gültig, wie das Geburtsdatum oder der Geburtsort.

Stammdaten können verschieden kategorisiert werden: Es gibt zum Beispiel Artikel-, Kunden- und Lieferanten-Stammdaten. Die Einsatzorte im Unternehmen sind vielfältig, das Marketing nutzt etwa Anrede und E-Mail-Adresse für den Versand von Mailings, die Buchhaltung benötigt die richtige Kundenadresse zur Rechnungsstellung.

Außerdem gibt es die Bewegungsdaten, die abwicklungsorientiert sind. Sie definieren beispielsweise, wann eine Kunde zuletzt einen Kauf getätigt hat.

Was ist Stammdaten-Management?

Auch: MDM (Master Data Management). Das Stammdatenmanagement fügt alle im Unternehmen vorhandenen Daten zu einem Ganzen zusammen.

Für die Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen, den Einsatz von Big Data Analytics und Business Intelligence ist das Stammdaten-Management Voraussetzung. Denn ohne gepflegte Datenbasis können logischerweise keine Daten analysiert werden.

Aus der Praxis: Globale Organisation des Stammdatenmanagements

In weltweit agierenden Unternehmen ist das Stammdaten-Management besonders herausfordern. Wir haben mit Jens Pistor von der global tätigen HARTING Technologiegruppe gesprochen. Wir haben ihn dazu befragt, was das für das Stammdaten-Management des Unternehmens bedeutet.

Jens Pistor ist Global Supply Chain Process Manager bei der HARTING Technologiegruppe in Espelkamp. Innerhalb des Bereiches Global Supply Chain Management ist er im Bereich Stammdatenmanagement tätig. Zu seinen Aufgaben zählt die ganzheitliche und effiziente Gestaltung des Stammdatenmanagements. Die Schwerpunkte liegen hierbei in der Definition globaler Regeln und Ziele für alle relevanten SAP-Parameter sowie deren Überprüfung.

Jens Pistor

Jens Pistor

Stammdaten und Digitalisierung

Welchen Einfluss hat Stammdatenmanagement auf die Digitalisierung im Unternehmen?

Das Stammdatenmanagement hat einen enormen Einfluss auf die Digitalisierung. Genau genommen ist ein funktionierendes Stammdatenmanagement das Fundament für die Digitalisierung.

Nehmen wir als Beispiel den Auftragseingangsprozess: Dieser sollte durchgängig digitalisiert sein. Damit das möglich ist, müssen zum Beispiel Preise, Mindestbestellmengen und Verpackungseinheiten korrekt gepflegt sein. Sind diese Stammdaten nicht korrekt gepflegt oder unvollständig, sind manuelle Schritte notwendig.

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So gelingt Stammdaten-Management trotz vieler Unternehmens-Standorte

Harting ist weltweit tätig. Wie gelingt der Aufbau eines Stammdatenmanagements über die verschiedenen Standorte hinweg?

Zu Anfang war es für uns besonders wichtig ein Netzwerk über die globalen Produktionsstandorte zu spannen. Durch dieses Netzwerk bekommen wir Informationen darüber, welche Stärken und Schwächen es in den anderen Standorten gibt. Außerdem fungiert das Netzwerk als Multiplikator, unter anderem von Wissen.

Außerdem benötigt es ein bis zwei hauptverantwortliche Personen, die das Netzwerk ansteuern und die globalen Themen/Projekte koordinieren.

Was waren davon abgesehen Ihre Herausforderungen beim Aufbau des Stammdatenmanagements? Was haben Sie daraus lernen können?

Die größte Herausforderung war es, die Akzeptanz für das Thema Stammdaten zu bekommen. Stammdaten und vor allem die Pflege der Stammdaten werden oft als Last angesehen. Daher muss diese Akzeptanz immer aufrecht gehalten werden.

Weiterhin waren die unterschiedlichen Wissensstände eine Herausforderung, da dies auch häufig die Ursache für Fehler ist. Dies versuchen wir durch Trainings und einer internen Wissensplattform zu verbessern.

Datenqualität verbessern – Digitalisierungsoffensive vorantreiben

Wie Sie ein geeignetes MDM-Tool auswählen, die Datenqualität weiter verbessern und unternehmensweit absichern, das erfahren Sie im Seminar „Stammdatenmanagement und Digitalisierung“.

Silke Ritter

Wie werden wir künftig leben und arbeiten? Dieser Frage gehe ich hier im Blog nach. Seit 2012 gehöre ich zum Management Circle-Team, zuvor habe ich nach meinem Germanistik-Studium in der PR-Branche gearbeitet. Als Teil der #GenerationY weiß ich nicht nur um die Wichtigkeit von Hashtags und gutem Content, sondern wünsche mir mehr Mut in Unternehmen für die Digitalisierung. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Themenvorschläge!

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