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Kann Versicherung auch voll digital sein?

Kann Versicherung Auch Voll Digital Sein?

„Wenn ich an meine Krankenversicherung denke, denke ich an eine alte, verstaubte Welt.“, sagte Frank Thelen, bekannt aus der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“, kürzlich in einem Interview. Und vielleicht denken das viele von unseren Lesern auch. Wir möchten Ihnen in diesem Beitrag zeigen, dass Versicherungen auch voll digital und daher innovativ sein können. Dabei sind es natürlich vor allem junge Unternehmen, welche die Versicherung ins 21. Jahrhundert zu bringen scheinen. Verschlafen etablierte Versicherer die Digitalisierung?

3 digitale Versicherungen, die Sie kennen sollten

1

Ottonova

Dieses Startup, in das unter anderem Frank Thelen investiert, ist eine volldigitale private Krankenversicherung, die besondere Nähe zum Kunden verspricht. Dabei bezieht sich der Name Ottonova (neuer Otto) auf den Gründer der Krankenversicherung Otto von Bismarck. Mediziner Roman Rittweger, Informatiker Frank Birzle und Designer Sebastian Scheerer sind 2017 an den Markt gegangen. Neben dem papierlosen Handling bietet der digitale Versicherer einen Concierge-Service per Chat über die Ottonova-App und auch ein Arztgespräch per Video an.

2

FRIDAY

Dieser KFZ-Versicherer bietet ein Pay as you drive Konzept an, bei dem pro gefahrener Kilometer abgerechnet wird. Besonders für Wenigfahrer und saisonale Fahrzeuge wie Cabriolets oder Wohnmobile ist dieses digitale Versicherungsangebot von großem Interesse. Wie bei einem Stromanbieter wird zunächst der jährliche Kilometerstand geschätzt und am Ende des Jahres wird der tatsächliche Betrag per Handyfoto übertragen, sodass eine Nachzahlung oder Rückerstattung erfolgt. Klassisch versichern – ohne tatsächliche Kilometerzahl – gibt es natürlich auch. Außerdem plant das Berliner Startup einen Eco-Tarif, bei dem pro gefahrener Kilometer eine Pauschale an eine gemeinnützige Organisation gezahlt wird.

Ein ähnliches Pay as you drive Konzept verfolgt das Startup Emil.

3

ONE

Dieses Startup ist laut eigener Aussage der erste digitale Sachversicherer Europas. Das 2016 gestartete Startup bietet zunächst nur eine Hausrat- und Haftpflichtversicherung an, wobei das Angebot ausgebaut werden soll. Schäden werden hierbei per App gemeldet und zu 60 Prozent noch am selben Tag beglichen. Wenn es sich um einen komplizierten Schaden handelt, werden acht Tage für die Bearbeitung benötigt. Gibt es keinen Schaden, können Versicherte ihr Geld zurückbekommen oder für einen guten Zweck spenden.

Verschlafen etablierte Versicherungen die Digitalisierung?

Das sind nur drei Beispiele von zahleichen innovativen Ansätzen im Versicherungsbereich. Auf den ersten Blick scheint es, dass nur Startups die digitale Versicherung auf dem Schirm haben und etablierte Versicherer die Digitalisierung verschlafen. Doch wenn man genauer hinsieht, wird deutlich, dass die Etablierten zwar die innovativen Ansätze nicht unbedingt selbst entwickeln, jedoch stark daran beteiligt sind. So ist der Krankenversicherer Debeka mit 10 Prozent an Ottonova beteiligt, die Schweizer Baloise-Gruppe rief FRIDAY ins Leben, während die Gothaer Allgemeinen Versicherung der Partner hinter Emil ist und Rückversicherer Munich RE ist der starke Partner von ONE. So ganz ohne die etablierte Assekuranz scheint es also doch nicht zu gehen.

Wir sind gespannt, was sich aus diesen Partnerschaften entwickelt und welche weiteren digitalen Versicherungen und Versicherungsmodelle aus dem Boden sprießen werden.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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